Peruanische Nationalgerichte

Pescado pasadito por agua

Fisch wird nur kurz in einer gewürzten Flüssigkeit pochiert, nicht geschmort oder gebraten. Gekochte Yuca und eine frische Zwiebelsalsa ergänzen die nordperuanische Zubereitung.

Peruanische Nationalgerichte
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Pescado pasadito por agua mit Yuca
Pescado pasadito por agua mit Yuca
Ergibt 4 reichliche Portionen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 40 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 0 Minuten
Gesamtzeit 65 Minuten
Überblick

Pescado pasadito por agua mit Yuca

Pescado pasadito por agua ist ein Fischgericht von der peruanischen Nordküste, bei dem die kurze Garzeit in aromatisiertem Wasser entscheidend ist. Anders als beim Sudado köchelt hier keine dichte Tomatensauce unter einem Deckel: Eine leichte Flüssigkeit mit Ají, Gemüsepaprika und Oregano umgibt die Fischstücke.

Verwendet werden vier dicke, grätenfreie Portionen Mero, eines in Nordperu gebräuchlichen Speisefischs. Sie kommen erst in die Flüssigkeit, wenn deren Gewürze bereits ihr Aroma abgegeben haben. Kleine Blasen genügen; heftiges Sprudeln ließe die Ränder zäh werden und könnte die Stücke auseinanderbrechen.

Die Beilage besteht aus weich gekochtem Maniok und einer separat angemachten Mischung aus roter Zwiebel, Limettensaft und Koriandergrün. Die frische Salsa wird nicht im heißen Sud gekocht: Gerade der Unterschied zwischen mild pochiertem Fisch und knackiger Zwiebel gehört zum Servierergebnis.

Praxis

Praxis

  • GerichtscharakterPescado pasadito por agua ist ein Fischgericht von der peruanischen Nordküste, bei dem die kurze Garzeit in aromatisiertem Wasser entscheidend ist.
  • GarpunktDie dickste Stelle muss mit einem Thermometer mindestens 63 °C erreichen.
  • ServierergebnisZart pochierter Fisch mit leichtem, duftendem Sud, weichem Maniok und frischer Zwiebelsalsa.
Zutaten

Zutaten

Zutaten

  • 720 g Mero-Fischfilet, vier dicke Portionen ohne Haut und Gräten
  • 900 ml Wasser für die Pochierflüssigkeit
  • 500 g Maniok (Yuca), geschält und von der harten Mittelader befreit
  • 1100 ml Wasser zum Kochen der Yuca
  • 140 g rote Zwiebel, sehr fein geschnitten, für die Salsa
  • 25 g Ají amarillo, entkernt und fein geschnitten
  • 110 g rote Gemüsepaprika, in dünne Streifen geschnitten
  • 20 ml frisch gepresster Limettensaft
  • 2 g getrockneter Oregano, zerbröselt
  • 7 g Salz, davon 3 g für den Fisch, 2 g für die Pochierflüssigkeit und 2 g für den Maniok
  • 8 g frisches Koriandergrün, gehackt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Yuca garen.Geschälten Maniok in einem Topf mit 1100 ml Wasser und 2 g Salz bei sanfter Hitze 25 Minuten köcheln lassen. Danach abgießen und harte Fäden aus der Mitte entfernen. Eine Gabel gleitet ohne festen Kern durch die Stücke.

  2. Frische Zwiebelsalsa mischen.Die feinen Zwiebelscheiben mit 20 ml Limettensaft und Koriandergrün in einer sauberen Schüssel locker vermengen. Bis zum Servieren kalt stellen. Die Zwiebel ist benetzt, bleibt aber knackig.

  3. Pochierflüssigkeit aromatisieren.900 ml Wasser mit Ají amarillo, roter Paprika, Oregano und 2 g Salz sanft aufkochen und 6 Minuten ziehen beziehungsweise leicht köcheln lassen. Die Flüssigkeit riecht nach Paprika und Oregano, ohne stark einzukochen.

  4. Fisch behutsam pochieren.Die vier gekühlten Fischstücke mit den restlichen 3 g Salz würzen und vorsichtig in die fast nur siedende Flüssigkeit gleiten lassen. Abdecken und 9 Minuten ohne starkes Sprudeln pochieren. Das Fischfleisch lässt sich saftig zerteilen, die Filets bleiben im Stück. Die dickste Stelle muss mit einem Thermometer mindestens 63 °C erreichen.

  5. Mit wenig Sud anrichten.Den Fisch mit einem Schaumlöffel herausheben und mit gekochter Yuca auf vier Teller verteilen. Etwas duftende Garflüssigkeit und die kalte Zwiebelsalsa dazugeben. Die Filets sind zart, während die Zwiebel frisch und nicht gegart schmeckt.

Praxis

Praxis

Servieren, Vorbereiten und Aufbewahren

Die Temperatur der Pochierflüssigkeit niedrig halten: einzelne kleine Blasen sind erwünscht, starkes Kochen nicht. Eine breite Pfanne bietet den Fischportionen ausreichend Platz und verhindert, dass sie übereinandergestapelt werden. Den Fisch möglichst unmittelbar nach dem Pochieren essen und die Zwiebelsalsa erst kurz vorher mischen. Reste gekochten Fischs in flachen Behältern innerhalb von 2 Stunden auf 4 °C oder weniger kühlen, maximal 3 Tage aufbewahren und auf 74 °C erhitzen. Dicke Filets einer anderen nachvollziehbar bezogenen Weißfischart wären eine Artänderung und können andere Garzeiten benötigen. Die hier beschriebene Zubereitung ist an Mero angelehnt; bei anderen Filets weiterhin mindestens 63 °C im Kern erreichen.

Häufige Fragen

Wodurch zeichnet sich Pescado pasadito por agua aus? Pescado pasadito por agua ist ein Fischgericht von der peruanischen Nordküste, bei dem die kurze Garzeit in aromatisiertem Wasser entscheidend ist. Die getrennte Salsa und die ruhige Pochiertemperatur erhalten den Kontrast zwischen frischer Zwiebel und saftigem Fisch. Wie lässt sich das Gericht vorausplanen? Den Fisch möglichst unmittelbar nach dem Pochieren essen und die Zwiebelsalsa erst kurz vorher mischen. Reste gekochten Fischs in flachen Behältern innerhalb von 2 Stunden auf 4 °C oder weniger kühlen, maximal 3 Tage aufbewahren und auf 74 °C erhitzen.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Fisch zerbricht beim HerausnehmenDas Wasser hat zu stark gekocht. Nur kleine Blasen zulassen und jedes Stück behutsam mit dem Schaumlöffel heben.
  • Sud schmeckt zu schwachAjí und Paprika konnten ihr Aroma nicht vor dem Fisch abgeben. Zuerst die genau abgemessene Flüssigkeit ausreichend aromatisieren.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 4 gleich großen Portionen einschließlich genannter Beilage
  • Kalorien399 kcal
  • Kohlenhydrate54 g
  • Eiweiß39 g
  • Fett3 g
  • Ballaststoffe4 g
  • Natrium830 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Fisch ist enthalten. Auch bei zugekauften Würzzutaten auf Zutatenlisten und mögliche Kreuzkontakte achten. Für Pescado pasadito por agua nur frischen Fisch aus kontrollierter Bezugsquelle verwenden. Bis zum Garen bei 4 °C oder darunter halten und eigene Bretter und Messer für rohen Fisch verwenden. Den dicksten Bereich mit einem Einstichthermometer auf mindestens 63 °C bringen; Geruch, Farbe und das Auseinanderblättern allein ersetzen die Temperaturkontrolle nicht. Reste von Pescado pasadito por agua innerhalb von 2 Stunden bei 4 °C oder kälter in den Kühlschrank stellen; wenn die Umgebung wärmer als 32 °C ist, innerhalb von 1 Stunde. Innerhalb von 3 Tagen verbrauchen und vor dem Essen vollständig auf 74 °C erhitzen. Das fertige Essen niemals über Nacht auf dem Herd abkühlen lassen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Zart pochierter Fisch mit leichtem, duftendem Sud, weichem Maniok und frischer Zwiebelsalsa.
  • Wichtige Kontrolle: Die getrennte Salsa und die ruhige Pochiertemperatur erhalten den Kontrast zwischen frischer Zwiebel und saftigem Fisch.