Peruanische Nationalgerichte

Adobo arequipeño dominical

Arequipas Schweinefleisch-Adobo gart mit fermentierter Mais-Chicha und Ají panca in reichlich würziger Brühe. Dazu passt Brot zum Auftunken.

Peruanische Nationalgerichte
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Adobo arequipeño dominical – Rezept mit Zubereitungsschritten
Adobo arequipeño dominical – Rezept mit Zubereitungsschritten
Menge 6 Portionen
Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit 145 Minuten
Wartezeit 483 Minuten
Gesamtzeit 658 Minuten
Überblick

Adobo arequipeño dominical – Rezept mit Zubereitungsschritten

Der Adobo aus Arequipa ist ein saftiger Schmortopf, keine trocken gewürzte Schweinefleischkruste. Größere Stücke Schweineschulter garen lange in einem rötlichen Sud aus Ají panca, Knoblauch, Gewürzen und fermentierter Mais-Chicha. Die Brühe gehört unbedingt mit auf den Teller: Sie soll kräftig schmecken, aber noch gut mit Brot aufzunehmen sein.

In der Picantería-Küche Arequipas ist Adobo eng mit dem Sonntagmorgen verbunden. Das Fleisch wird schon am Vortag mariniert, damit es anschließend langsam garen kann. Während der gesamten Marinierzeit gehört die rohe Schweineschulter in den Kühlschrank und nicht auf die Arbeitsfläche.

Chicha de guiñapo wird aus dunklem Mais hergestellt und verleiht der Arequipa-Variante eine eigene säuerliche Note. Ají panca steuert die tiefe Farbe und den Chili-Geschmack bei. Die Zwiebelspalten kommen erst gegen Ende in den Topf, sodass sie weich werden, aber im fertigen Sud noch zu erkennen sind.

Zutaten

Zutaten

Zutaten

  • 1200 g Schweineschulter ohne Knochen, in sechs große Stücke geschnitten
  • 600 ml Chicha de guiñapo, gekühltes fermentiertes Maisgetränk
  • 300 g Rote Zwiebeln, in dicke Spalten geschnitten
  • 85 g Ají-panca-Paste, rein und ungesüßt
  • 28 g Knoblauch, fein zerdrückt
  • 40 ml Weißer Speiseessig
  • 3 g Getrockneter Oregano, zerrieben
  • 3 g Kreuzkümmel, frisch gemahlen
  • 1 g Gewürznelke, sehr fein gemahlen
  • 9 g Feines Salz, abgewogen
  • 2 g Schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 20 ml Pflanzenöl für den Schmortopf
  • 350 ml Wasser für den Schmorsud
  • 300 g Pan de tres puntas oder schlichtes Brot, zum Servieren in Scheiben
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Marinade anrühren.In einer säurebeständigen Schüssel 600 ml Chicha, 85 g Ají-panca-Paste, 28 g Knoblauch, 40 ml Essig, 3 g Oregano, 3 g Kreuzkümmel, 1 g Nelkenpulver, 9 g Salz und 2 g Pfeffer verrühren. 1200 g Schweinefleisch darin rundherum einreiben; dafür 20 Minuten vorsehen. Die Paste muss ohne Klümpchen auf den Stücken haften. Nach dem Kontakt mit rohem Fleisch Hände und Flächen reinigen.

  2. Fleisch kalt marinieren.Die Schüssel abdecken und das Schweinefleisch 480 Minuten beziehungsweise 8 Stunden bei höchstens 4 °C im Kühlschrank marinieren. Die gekühlten Stücke bleiben vollständig von der Würzung überzogen. Nicht auf der Arbeitsplatte marinieren.

  3. Schmorsud aufkochen.20 ml Pflanzenöl im schweren Topf bei mittlerer Hitze 2 Minuten erwärmen. Fleisch samt vollständiger Marinade und 350 ml Wasser zugeben; den Sud in den folgenden 13 Minuten unter Rühren kräftig zum Kochen bringen. Gleichmäßige Blasen zeigen, dass auch die mit rohem Fleisch in Berührung gekommene Marinade durchgekocht wird.

  4. Schweineschulter weich schmoren.Den Deckel leicht geöffnet lassen und alles bei niedriger Hitze 115 Minuten köcheln lassen. Fleisch ein- bis zweimal wenden und kontrollieren, dass immer Flüssigkeit unter den Stücken steht. Am Ende gibt die Schulter einer Gabel leicht nach; der konzentrierte Sud bleibt löffelbar. Im Kern mit dem Thermometer messen: Die lange geschmorte Schulter liegt üblicherweise deutlich über 63 °C.

  5. Zwiebeln zufügen.Sämtliche 300 g Zwiebelspalten zugeben und weitere 15 Minuten bei niedriger Hitze mit leicht geöffnetem Deckel garen. Die Zwiebeln sollen weich bleiben, ohne völlig zu zerfallen, und der Sud leicht andicken. Das Schweinefleisch erst nach mindestens 63 °C Kerntemperatur und 3 Minuten Ruhezeit servieren.

  6. Anrichten und servieren.Den Topf vom Herd nehmen und das Fleisch 3 Minuten ruhen lassen. Danach innerhalb von etwa 5 Minuten Fleisch, Zwiebeln und Sud auf sechs vorgewärmte tiefe Teller verteilen und die 300 g Brot getrennt reichen. Jede Portion braucht genügend Flüssigkeit zum Auftunken.

Praxis

Praxis

Tipps zu Servieren, Lagerung und Varianten

Servieren: Den roten Schmorsud großzügig mit anrichten; er ist kein bloßer Rest der Garflüssigkeit. Vorbereiten: Die 8-stündige Kühlschrankmarinade lässt sich am Vortag erledigen. Aufbewahren: Reste binnen 2 Stunden in flachen Gefäßen auf höchstens 4 °C kühlen, 3–4 Tage aufbewahren und vor dem Essen auf 74 °C erhitzen. Zutatentausch: Chicha de jora kann Chicha de guiñapo ersetzen, verändert aber die besondere Maisnote aus Arequipa. Die gesamte Chicha nicht einfach durch Essig ersetzen.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Fleisch bleibt festMöglicherweise war die Garzeit zu kurz oder die Hitze zu hoch. Etwas Sud im Topf behalten und langsam weiterschmoren, bis sich das Bindegewebe löst.
  • Sauce schmeckt bitterAngebrannte Chilipaste verursacht Bitterkeit. Hitze sofort reduzieren und verbrannte Sauce nicht vom Boden in den Schmorsud kratzen.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 6 großzügigen Portionen
  • Kalorien720 kcal
  • Kohlenhydrate40 g
  • Eiweiß41 g
  • Fett43 g
  • Ballaststoffe2 g
  • Natrium970 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Das Brot enthält Weizen (Gluten). Fermentierte Chicha kann Alkohol enthalten; beim Kochen verschwindet er nicht zwangsläufig vollständig. Rohes Schweinefleisch kalt marinieren. Vor dem Servieren im Kern mindestens 63 °C messen und 3 Minuten ruhen lassen. Rohes Fleisch von verzehrfertigen Zutaten trennen und Geräte sowie Hände reinigen. Verderbliche Speisen nicht länger als 2 Stunden ungekühlt lassen. Reste bei höchstens 4 °C lagern und auf 74 °C durcherhitzen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Zarte Schweineschulter mit Zwiebelspalten in kräftiger, noch flüssiger Chili-Chicha-Brühe.
  • Entscheidend: Acht Stunden kalt marinieren, anschließend langsam schmoren und die Ruhezeit einhalten.