Seco de cabrito – Ziegenschmorgericht von Perus Nordküste
Seco de cabrito ist eng mit der nordperuanischen Küste verbunden, besonders mit Lambayeque und La Libertad. Trotz des Namens seco soll das Fleisch keineswegs trocken sein: Auf den Teller gehört eine konzentrierte, duftende Schmorflüssigkeit.
Das charakteristische Fleisch stammt von jungen Ziegen. Chicha de jora, ein fermentiertes Maisgetränk, gibt dem Gericht eine eigene Säure und Würze. Wer sie weglässt oder beliebig durch eine saure Flüssigkeit ersetzt, verändert das Aromaprofil. Frische Korianderblätter, in Peru als culantro bezeichnet, bilden die grüne Kräuterkomponente und sind nicht mit Koriandersamen zu verwechseln.
Beim Schmoren braucht das Fleisch niedrige Hitze und so viel Flüssigkeit, dass es teilweise eingetaucht bleibt. Alter und Zartheit von Ziegenfleisch unterscheiden sich deutlich. Darum nicht nur die Kerntemperatur kontrollieren, sondern auch mit einer Gabel prüfen, ob das Fleisch nachgibt; bei Bedarf die sanfte Garzeit verlängern.


