Peruanische Nationalgerichte

Olluquito con charqui

Feine Streifen der Andenknolle olluco schmoren mit gewässertem, vollständig erhitztem charqui in einer Tomaten-Ají-Sauce mit Petersilie.

Peruanische Nationalgerichte
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Olluquito con charqui mit ají panca
Olluquito con charqui mit ají panca
Ergibt 4 Portionen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 78 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 60 Minuten
Gesamtzeit 163 Minuten
Überblick

Olluquito con charqui mit ají panca

Olluquito con charqui vereint die glänzende Andenknolle olluco mit charqui, traditionell gesalzenem und getrocknetem Fleisch. Die Knolle bleibt beim Garen feucht und leicht fest, während die Fleischfasern ein kräftiges Aroma beisteuern. Verschiedene Andenregionen würzen die Verbindung unterschiedlich.

Hier ersetzt frisches Rindfleisch das Trockenfleisch ausdrücklich nicht. Gewerblich hergestelltes charqui wird zuerst gekühlt gewässert und vollständig erhitzt; seine Salzigkeit kann sich trotz des Wässerns stark unterscheiden. Deshalb enthält die Zutatenliste bewusst kein zusätzliches Salz.

Olluco gibt beim Schmoren eigene Flüssigkeit ab. Die fein geschnittenen Streifen sollen zwar weich, aber nicht musig werden. Deshalb wird die Tomaten-Ají-Basis vor dem Zugeben der Knolle eingekocht und der Deckel gegen Ende bei zu viel Flüssigkeit geöffnet. Die fertigen Stücke sind rundum gewürzt und liegen nicht in einer dünnen Sauce.

Zutaten

Zutaten

Trockenfleisch

  • 220 g charqui, gewerblich getrocknetes Rind- oder Lamafleisch; nach dem Garen zerfasern
  • 900 ml Wasser; 600 ml zum Wässern, 300 ml zum Köcheln des Fleisches; gebrauchte Flüssigkeit entsorgen

Olluco und Würzbasis

  • 900 g olluco, gründlich gebürstet und in feine Stifte geschnitten
  • 160 g rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 180 g Tomate, gerieben
  • 16 g Knoblauch, zerdrückt
  • 50 g ají-panca-Paste, ungesüßt
  • 22 g Sonnenblumenöl
  • 2 g gemahlener Kreuzkümmel
  • 18 g glatte Petersilie, gehackt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Charqui gekühlt wässern.Trockenfleisch abspülen und in einer abgedeckten Schüssel mit 600 ml kaltem Wasser 60 Minuten im Kühlschrank einweichen. Abgießen und das Wasser entsorgen. Die Fasern sollen sich biegen lassen, statt zu brechen. Während des Wässerns unter 4 °C halten, nicht auf der Arbeitsplatte stehen lassen.

  2. Trockenfleisch gar köcheln.Das abgetropfte charqui mit den restlichen 300 ml Wasser in einem kleinen Topf 35 Minuten leise köcheln. Abgießen, mit einer Gabel in dünne Fasern teilen und beiseitestellen. Die Fasern müssen weich und nicht mehr ledrig sein. Mit dem Thermometer sicherstellen, dass das Fleisch 74 °C erreicht hat.

  3. Ají-Zwiebel-Basis anbraten.In einer großen Pfanne Sonnenblumenöl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, ají panca und Kreuzkümmel bei milder Hitze 10 Minuten braten. Die Paste soll etwas dunkler werden und ihren rohen, stechenden Geruch verlieren.

  4. Tomate und Charqui einkochen.Geriebene Tomate und zerpflücktes Fleisch zugeben; 8 Minuten rühren und einkochen, bis die Tomatenflüssigkeit reduziert ist. Die Fasern sollen gleichmäßig von einer dicken glänzenden Sauce überzogen sein.

  5. Olluco sanft garen.Olluco-Stifte einrühren, abdecken und 18 Minuten leise schmoren; ein- oder zweimal umrühren. Falls die Mischung noch zu flüssig ist, weitere 5 Minuten ohne Deckel garen. Die Streifen sollen beim Probieren zart sein, aber ihre schmale Form behalten; die Fleischfasern gleichmäßig heiß halten.

  6. Mit Petersilie abschließen.Die gehackte Petersilie 2 Minuten vorsichtig unterheben und unmittelbar aus der Pfanne servieren. Der Eintopf ist saftig, die einzelnen Stifte sind sichtbar und es steht keine flüssige Sauce in der Pfanne. Übrig Gebliebenes rasch kühlen.

Praxis

Praxis

Wichtige Gelingpunkte

Charqui vollständig und sicher garen; die feinen olluco-Stifte nur sanft weich schmoren.

Praktische Hinweise

Charqui kann aus Rind oder Lama stammen; hier wird ausdrücklich konserviertes Fleisch verwendet. Vor dem Kochen kalt wässern und danach vollständig erhitzen. Ein frisches Fleischstück würde Salzgehalt und Aromatik verändern und ist nicht stillschweigend austauschbar. Olluco entwickelt beim Garen eigene Feuchtigkeit. Die Stifte gleichmäßig schneiden, nur gelegentlich rühren und die Pfanne bei Bedarf in den letzten fünf Minuten offen lassen, damit die Sauce nicht verwässert. Nach dem Kochen die tatsächliche Salzigkeit prüfen, statt schon am Anfang Salz zuzugeben. Reste spätestens innerhalb von zwei Stunden kühlen, höchstens drei bis vier Tage im Kühlschrank lagern und beim erneuten Erhitzen 74 °C erreichen.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Gericht schmeckt zu salzigDas Trockenfleisch enthielt viel Konservierungssalz. Beim nächsten Mal gründlich kalt wässern und spülen; kein zusätzliches Salz zugeben.
  • Olluco wird breiigDie Stifte waren zu fein oder wurden zu lange gekocht. Gleichmäßig schneiden und die Garzeit beenden, sobald die Stücke zart und formstabil sind.
Nährwerte pro Portion (1 von 4)

Nährwerte pro Portion (1 von 4)

  • Portionsgröße1 von 4 Portionen
  • Kalorien435 kcal
  • Kohlenhydrate48 g
  • Eiweiß37 g
  • Fett9 g
  • Ballaststoffe6 g
  • Natrium1070 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Charqui enthält unterschiedlich viel Pökelsalz, das auch nach dem Einweichen hoch sein kann. Das Fleisch ausschließlich gekühlt wässern und anschließend auf 74 °C erhitzen; getrocknetes Fleisch ist nicht steril. Innerhalb von zwei Stunden kühlen und Reste beim Aufwärmen auf 74 °C erhitzen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Weiche, aber erkennbare olluco-Stifte und zerpflücktes charqui in einer glänzenden Tomaten-Ají-Sauce.
  • Entscheidender Schritt: Konserviertes Fleisch zuerst sicher garen und auf zusätzliches Salz verzichten.