Peruanische Nationalgerichte

Caldo verde cajamarquino

Diese grüne Suppe aus Cajamarca vereint Kartoffeln, fein zerriebene Kräuter, gegartes Ei und frischen, pasteurisierten Käse.

Peruanische Nationalgerichte
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Caldo verde cajamarquino mit Kartoffeln und Kräutern
Caldo verde cajamarquino mit Kartoffeln und Kräutern
Menge 6 Suppenschalen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 35 Minuten
Zusätzliche Zeit 0 Minuten
Gesamtzeit 60 Minuten
Überblick

Caldo verde cajamarquino mit Kartoffeln und Kräutern

Caldo verde cajamarquino ist eine Kartoffelsuppe aus Cajamarca, deren grüner Charakter von frisch zermahlenen Kräutern stammt. Paico und Huacatay prägen das Aroma; Petersilie und Koriander ergänzen es. Die Kartoffelstücke sollen weich werden, aber im Topf ihre Form weitgehend behalten.

Paico bezeichnet hier frische, ausdrücklich für den Verzehr bestimmte Blätter. Konzentriertes Paico-Öl ist kein Ersatz. Auch Huacatay bleibt als eigenes peruanisches Kraut erhalten. Die Kräuter werden erst gegen Ende fein verarbeitet, damit sie keine langen, faserigen Stiele in der Brühe bilden.

Die Eier werden verquirlt und als dünner Strahl in die sanft köchelnde Suppe gegeben, wo sie vollständig stocken müssen. Frischer Quesillo beziehungsweise Queso fresco aus pasteurisierter Milch kommt in die Schalen und wird von der heißen grünen Brühe erwärmt. Das ergibt eine klare Folge von weicher Kartoffel, Ei und milder Käsefüllung.

Praxis

Praxis

  • SchwerpunktNur Paico-Blätter in Lebensmittelqualität verwenden.
  • KontrolleKartoffeln bei ruhigem Köcheln in Form halten.
  • ZielEifäden vollständig garen und auf 71 °C prüfen.
Zutaten

Zutaten

Suppengrundlage

  • 900 g gelbfleischige Kartoffeln – geschält, gleichmäßig gewürfelt
  • 1500 ml frisches Wasser
  • 140 g rote Zwiebel – dünn geschnitten
  • 20 ml Pflanzenöl
  • 5 g feines Salz
  • 1 g gemahlener schwarzer Pfeffer

Grüne Kräutermischung

  • 20 g frische Paico-Blätter – gewaschen, zum Verzehr bestimmt, aus verlässlicher Quelle
  • 20 g Huacatay-Blätter – gewaschen
  • 20 g glatte Petersilie – gewaschen
  • 15 g frische Korianderblätter – gewaschen

Zum Fertigstellen

  • 3 große Eier – verquirlt
  • 200 g Quesillo oder frischer Queso fresco – aus pasteurisierter Milch, zerbröselt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kräuter gründlich reinigen.Von den abgemessenen Paico-, Huacatay-, Petersilien- und Korianderblättern harte Stiele entfernen. Unter fließendem Wasser waschen, gut abtropfen lassen und grob hacken. Die Blätter sollen sauber und frei von Sand sein. Von rohen Eiern getrennt halten und nur Paico in Lebensmittelqualität, keinesfalls Paico-Öl, verwenden.

  2. Zwiebeln sanft anschwitzen.In einem schweren Suppentopf alle 20 ml Pflanzenöl bei mittlerer Hitze erwärmen. Die gesamten 140 g roten Zwiebeln zugeben und 7 Minuten rühren, bis die Scheiben glasig und biegsam, aber nicht braun sind.

  3. Kartoffeln weich kochen.Alle 900 g Kartoffelwürfel, 1500 ml Wasser, 5 g Salz und 1 g Pfeffer hinzufügen. Zum leichten Köcheln bringen und 22 Minuten garen. Die Kartoffeln sollen sich mit einer Gabel leicht durchstechen lassen; die Brühe darf sich etwas trüben, während die Würfel in Form bleiben.

  4. Kräuter zerkleinern.Während die Kartoffeln kochen, alle vorbereiteten Blätter im Mörser oder Mixer mit einer Schöpfkelle heißer Brühe fein zerkleinern. Die abgenommene Brühe zusammen mit der grünen Paste wieder in den Topf geben, damit die Wassermenge unverändert bleibt. Die Masse soll fein sein, ohne grobe Stiele. Heiße Flüssigkeit im Mixer nur mit sicherer Entlüftung verarbeiten.

  5. Eier vollständig stocken lassen.Alle drei verquirlten Eier in dünnem Strahl in die leicht kochende Suppe geben und behutsam umrühren. Weitere 4 Minuten erhitzen. Es sollen vollständig feste Eifäden ohne flüssige Schlieren entstehen; in einer repräsentativen Eimasse mindestens 71 °C messen. Für die Kontrolle einen sauberen Löffel verwenden.

  6. Kräuter und Käse fertigstellen.Die fein gemahlenen Kräuter in die Suppe geben und weitere 2 Minuten sanft köcheln lassen, dann den Herd ausschalten. Alle 200 g zerbröselten Frischkäse auf sechs heiße Schalen verteilen und die Suppe darüberschöpfen. Die Brühe soll grün duften, Kartoffelstücke behalten Form und der Käse wird weich, ohne vollständig zu verschwinden.

Praxis

Praxis

Praktische Hinweise

Die Suppe dampfend heiß servieren; die fein zerriebenen Kräuter sollen sich in der Brühe verteilen und nicht als faserige Stiele zwischen den Kartoffeln liegen. Käse erst beim Anrichten in die Schalen geben. Reste innerhalb von 2 Stunden in flache geschlossene Behälter füllen, auf höchstens 4 °C kühlen und innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen. Beim erneuten Erwärmen vollständig auf 74 °C bringen. Kartoffeln können dabei weiter zerfallen und die Suppe verdicken. In manchen Beschreibungen aus Cajamarca kommt auch Weinraute (Ruda) als Kraut vor. Sie ist nicht Teil dieser abgemessenen Zubereitung. Konzentriertes Paico-Öl und nicht eindeutig identifizierte Wildpflanzen nicht als Ersatz verwenden.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Problem 1Schmeckt die Suppe bitter, können zu viele Stiele oder zu lang gekochte Kräuter die Ursache sein. Die vorgeschriebene Blattmenge verwenden und die Kräuter erst zum Schluss zugeben.
  • Problem 2Zerfallen die Kartoffelwürfel, waren sie zu klein oder die Suppe hat zu heftig gekocht. Beim nächsten Mal gleichmäßig schneiden und sanfter köcheln lassen.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 Suppenschale, etwa 470 g
  • Kalorien250 kcal
  • Kohlenhydrate35 g
  • Eiweiß11 g
  • Fett9 g
  • Ballaststoffe4 g
  • Natrium465 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Milch und Ei. Nur pasteurisierten Frischkäse und essbare Paico-Blätter verwenden, kein ätherisches Paico-Öl. Die Eimasse auf mindestens 71 °C erhitzen; Reste bei höchstens 4 °C lagern.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: grüne Kartoffelsuppe mit vollständig gegarten Eifäden und weichem Frischkäse.
  • Wichtigster Handgriff: Entscheidend sind geeignete Kräuterblätter und die geprüfte Eigarung.