Peruanische Nationalgerichte

Natilla piurana

Ein dick eingekochtes Milchdessert aus Piura: pasteurisierte Ziegenmilch, unraffinierter Rohrzucker, Reismehl, Zimt und Nelken.

Peruanische Nationalgerichte
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Natilla piurana mit Ziegenmilch und Chancaca
Natilla piurana mit Ziegenmilch und Chancaca
Ergibt 8 kleine Dessertportionen
Vorbereitung 12 Minuten
Garzeit 70 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 60 Minuten
Gesamtzeit 142 Minuten
Überblick

Natilla piurana mit Ziegenmilch und Chancaca

Natilla piurana ist eine süße, langsam eingekochte Milchspeise aus dem Umfeld der nordperuanischen Region Piura. Sie wird eher als dicke, löffelbare Süßspeise denn als dünne Vanillesauce serviert. Die hier verwendete Ziegenmilch und Chancaca, fester unraffinierter Rohrzucker, prägen ihren Geschmack.

Zimt und Nelken geben beim sanften Erwärmen ihr Aroma ab. Reismehl sorgt für zusätzliche Bindung; es wird erst in einer kleinen abgenommenen Portion kalter Milch glatt gerührt. Würde man trockenes Mehl direkt in die heiße Milch geben, könnten hartnäckige Klümpchen entstehen.

Die Mischung wird mit niedriger Hitze und häufigem Rühren reduziert. Der richtige Punkt ist erreicht, wenn der Spatel am Topfboden kurz eine Bahn hinterlässt und die Masse schwer vom Löffel fällt. Beim Abkühlen dickt sie weiter nach. Diese Zubereitung wird gekühlt aufbewahrt; das Einkochen macht daraus keine ungekühlt haltbare Konserve.

Zutaten

Zutaten

Für die Natilla

  • 1000 ml pasteurisierte Vollmilch von der Ziege; davon 100 ml kalt zum Anrühren zurückbehalten
  • 300 g Chancaca, geriebener oder fein gehackter fester unraffinierter Rohrzucker
  • 35 g feines Reismehl, mit der zurückbehaltenen Milch angerührt
  • 100 ml Wasser zum Auflösen der Chancaca
  • 3 g Zimtstange, ein kleines ganzes Stück
  • 1 g ganze Gewürznelken, etwa 3 Stück
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Chancaca auflösen.300 g zerkleinerte Chancaca mit 100 ml Wasser in einem schweren Topf 8 Minuten bei niedriger Hitze unter Rühren schmelzen lassen. Bei sandigen Rückständen sieben und in den gesäuberten Topf zurückgeben. Der Sirup fließt glatt und enthält keine festen Zuckerklumpen. Heißer Zuckersirup kann schwere Verbrennungen verursachen; trockene hitzebeständige Werkzeuge verwenden.

  2. Reismehl kalt anrühren.35 g Reismehl mit 100 ml kalter Ziegenmilch aus dem abgemessenen Liter sorgfältig verquirlen. Es entsteht eine flüssige, klumpenfreie Mischung ohne trockene Mehlspuren.

  3. Milch und Gewürze erhitzen.Die verbleibenden 900 ml Ziegenmilch zum Chancaca-Sirup gießen, 3 g Zimtstange und 1 g Nelken zugeben. Innerhalb von 12 Minuten langsam zum sanften Köcheln bringen. Kleine Blasen erscheinen am Rand, ohne starkes Aufkochen. Nur pasteurisierte, keine rohe Milch einsetzen.

  4. Unter Rühren eindicken.Angerührtes Reismehl einquirlen und die Mischung bei geringer Hitze 50 Minuten garen. Topfboden und Seiten immer wieder mit einem hitzebeständigen Spatel abschaben. Beim Durchziehen des Spatels bleibt etwa 2 Sekunden lang eine Bahn sichtbar; die Masse fällt in schweren Bändern. Zuckerhaltige Milch nicht unbeaufsichtigt erhitzen.

  5. Gewürze entfernen und portionieren.Zimt und Nelken mit einer sauberen Zange herausnehmen. Die Natilla in acht kleine hitzefeste Schälchen geben. Die Portionen bilden weiche Hügel, die langsam auseinanderlaufen.

  6. Sicher abkühlen.Die flachen Portionen kurz ausdampfen lassen, dann für 60 Minuten bei höchstens 4 °C in den Kühlschrank stellen und kalt oder kühl servieren. Die Speise ist nicht mehr heiß und hat eine weiche löffelbare Festigkeit. Spätestens nach 2 Stunden gekühlt lagern; Milchspeisen nicht über Nacht ungekühlt stehen lassen.

Praxis

Praxis

Praktische Hinweise zu Servieren und Aufbewahren

Die Speise nach dem Abschalten der Hitze noch etwas nachdicken lassen; deshalb stoppen, solange sie gut portionierbar ist. Reismehl immer zuerst in kalter Milch auflösen. Abgedeckt bei höchstens 4 °C höchstens drei Tage aufbewahren. Kuhmilch ist eine belegte moderne Abwandlung, schmeckt jedoch anders und hat eine andere Fettzusammensetzung als die verwendete Ziegenmilch. Speisestärke ergibt eine glatter gelierende Textur und ist kein identischer Ersatz für Reismehl.

Fehlerbehebung

Natilla setzt am Topfboden an: Der Topf ist zu dünn oder die Hitze zu hoch. Einen schweren Topf nehmen und beim Einkochen den gesamten Boden regelmäßig freischaben. Mehlklümpchen in der Creme: Das Reismehl wurde nicht vollständig kalt verrührt. Eine dünne, glatte Mischung zubereiten, bevor sie zur heißen Milch kommt. Das Dessert wird zu fest: Die Masse wurde über den Punkt der weichen Hügel hinaus reduziert. Sobald die Spatelspur kurz sichtbar bleibt, das Einkochen beenden.

Nährwerte pro eine von acht Dessertportionen

Nährwerte pro eine von acht Dessertportionen

  • Portionsgröße1 kleine Portion aus acht Schälchen
  • Kalorien248 kcal
  • Kohlenhydrate47 g
  • Eiweiß5 g
  • Fett5 g
  • Ballaststoffe0 g
  • Natrium65 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Milch. Ausschließlich pasteurisierte Ziegenmilch verwenden und vollständig erhitzen. Natilla innerhalb von 2 Stunden bei höchstens 4 °C kühlen und binnen 3 Tagen essen. Die reduzierte Zuckermischung ist nicht ungekühlt lagerfähig und darf nicht als haltbare Konserve behandelt werden.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: In kleinen Schälchen servieren; die dicke Süße braucht weder zusätzlichen Sirup noch eine Garnitur.
  • Entscheidender Punkt: Bei niedriger Hitze rühren, die kurze Spatelspur beachten und die fertigen Portionen innerhalb von 2 Stunden kühlen.