Peruanische Nationalgerichte

Buñuelos arequipeños mit Chancaca

Kleine frittierte Teigringe aus Weizenmehl und Anis, frisch serviert mit warmem Sirup aus Chancaca, Zimt und Nelken.

Peruanische Nationalgerichte
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Buñuelos aus Arequipa: frittierte Hefeteigringe mit Chancaca-Sirup
Buñuelos aus Arequipa: frittierte Hefeteigringe mit Chancaca-Sirup
Ergibt 12 kleine Ringe / 4 Portionen
Vorbereitung 18 Minuten
Garzeit 35 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 60 Minuten
Gesamtzeit 113 Minuten
Überblick

Buñuelos aus Arequipa: frittierte Hefeteigringe mit Chancaca-Sirup

Unter dem Namen Buñuelos sind in Arequipa verschiedene frittierte Süßgebäcke bekannt. Diese Teigringe aus Weizenmehl und Hefe sind nicht automatisch mit den aus Kürbis und Süßkartoffel hergestellten Picarones gleichzusetzen. Für diese Form wird ein elastischer Hefeteig hergestellt, aufgehen gelassen und frisch ausgebacken.

Leicht zerdrückter Anis aromatisiert den Teig. Den Sirup bilden Chancaca, unraffinierter peruanischer Rohrzucker, Wasser, Zimt und Nelken. Ringgröße und Präsentation können sich unterscheiden; hier entstehen zwölf kleine Ringe, drei pro Portion. Die Sirupmenge wird erst auf dem Teller verteilt.

Die Temperatur des Öls entscheidet darüber, ob die Ringe außen knusprig und innen durchgegart werden. Bei zu großer Hitze bräunt der Teig vorzeitig; zu kaltes Öl lässt viel Fett eindringen. Die Temperatur wird gemessen, die Ringe werden in drei überschaubaren Portionen ausgebacken und ein Probestück auf einen nicht mehr rohen Kern geprüft.

Zutaten

Zutaten

Hefeteig

  • 400 g Weizenmehl, gesiebt
  • 6 g Instant-Trockenhefe, direkt mit Mehl mischbar
  • 20 g feiner Zucker
  • 5 g Anissamen, leicht zerdrückt
  • 280 ml warmes Wasser mit 35 °C zum Anrühren
  • 40 ml Wasser zum leichten Befeuchten der Hände beim Formen
  • 3 g feines Salz, abgewogen
  • 55 g verquirltes Vollei, etwa 1 großes Ei ohne Schale

Chancaca-Sirup

  • 220 g Chancaca, zerkleinert
  • 230 ml Wasser für den Sirup
  • 3 g ganze Zimtstange
  • 1 g ganze Gewürznelken, etwa 3 Stück

Zum Frittieren

  • 1000 ml neutrales Frittieröl als Frittierbad; davon schätzungsweise 80 ml im fertigen Gebäck aufgenommen
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Elastischen Teig rühren.400 g Mehl, 6 g Hefe, 20 g Zucker, 5 g Anis und 3 g Salz in einer großen Schüssel mischen. 280 ml Wasser mit 35 °C und 55 g verquirltes Ei zufügen und 8 Minuten kräftig schlagen. Der Teig ist klebrig und elastisch und zieht lange Fäden vom Löffel. Die Wassertemperatur mit einem Thermometer prüfen.

  2. Teig gehen lassen.Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen, nicht heißen Ort 60 Minuten ruhen lassen. Sein Volumen ist deutlich gewachsen, an der Oberfläche sind kleine Gasblasen zu sehen.

  3. Chancaca-Sirup kochen.220 g Chancaca, 230 ml Wasser, 3 g Zimt und 1 g Nelken in einem Topf mischen, 15 Minuten sanft köcheln und anschließend abseihen. Der Zucker ist gelöst, der Sirup haftet dünn am Löffelrücken. Heißen Zuckersirup ohne Spritzer handhaben.

  4. Frittieröl auf Temperatur bringen.1000 ml neutrales Frittieröl in einem tiefen schweren Topf auf 175 °C erhitzen. Den Topf höchstens zu einem Drittel füllen und ein Abtropfgitter bereitstellen. Das Thermometer zeigt stabil 175 °C. Wasser vom heißen Öl fernhalten und den Topf nie unbeaufsichtigt lassen.

  5. Zwölf Ringe in drei Portionen frittieren.Hände mit etwas von den abgemessenen 40 ml Wasser leicht befeuchten. Zwölf gleich große kleine Teigportionen zu Ringen dehnen und jeweils vier Stück 4 Minuten pro Durchgang frittieren, nach der Hälfte wenden und das Öl bei etwa 175 °C halten. Insgesamt drei Durchgänge mit 12 Minuten Frittierzeit einplanen. Die Ringe auf dem Gitter abtropfen lassen. Sie sind aufgegangen und leicht goldbraun; ein aufgeschnittenes Probestück hat keinen rohen, klebrigen Kern. Wegen Spritzgefahr nicht zu viele Ringe gleichzeitig einsetzen.

  6. Mit Sirup servieren.Je drei warme Ringe auf vier Portionsteller legen. Je ein Viertel des warmen gesiebten Chancaca-Sirups darübergeben. Die Ringe behalten ihre Form und tragen eine dünne glänzende Sirupschicht.

Praxis

Praxis

Praktische Hinweise zu Servieren und Aufbewahren

Für den Hefeteig gilt hier eine einmalige warme Gehzeit von 60 Minuten. Bei einer Teigvorbereitung mit kalter, längerer Gare müssten die Zeiten gesondert angepasst werden; sie ist nicht Bestandteil dieses Ablaufs. Der Sirup kann vorab gekocht und vorsichtig erwärmt werden. Frittierte Buñuelos verlieren beim Lagern ihre Knusprigkeit und werden deshalb erst zum Servieren ausgebacken. Den Sirup nur so weit eindicken, dass er gießfähig bleibt. Der Topf muss groß genug für drei Durchgänge mit je vier Ringen sein und darf dennoch höchstens ein Drittel Öl enthalten.

Fehlerbehebung

Gebäck ist fettig: Das Öl war unter der vorgesehenen Temperatur oder zu viele Ringe lagen darin. Zwischen den Durchgängen erneut 175 °C erreichen. Die Mitte ist noch roh: Zu große Teigportionen oder zu heißes Öl lassen die Oberfläche schneller garen. Kleinere Ringe formen und bei etwa 175 °C frittieren. Sirup wird hart: Der Sirup wurde zu stark eingekocht. Aufhören, sobald er den Löffelrücken dünn überzieht, statt ihn bis zum Karamellstadium zu kochen.

Nährwerte pro drei von zwölf Ringen

Nährwerte pro drei von zwölf Ringen

  • Portionsgröße3 Ringe mit Sirup
  • Kalorien780 kcal
  • Kohlenhydrate134 g
  • Eiweiß13 g
  • Fett21 g
  • Ballaststoffe3 g
  • Natrium340 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Weizengluten und Ei. Mehl und Hefe auf weitere Allergene und Kreuzkontakte prüfen. Öl beim Frittieren auf etwa 175 °C halten und den Topf höchstens zu einem Drittel füllen. Wasser fernhalten, lange Küchenwerkzeuge verwenden und heißes Öl nie unbeaufsichtigt lassen. Teig vollständig ausbacken; das aufgeschnittene Probestück darf keinen feuchten rohen Kern haben. Reste rasch abkühlen, binnen 2 Stunden bei höchstens 4 °C kühlen und zum erneuten Servieren durchgehend dampfend heiß aufwärmen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Frisch abgetropfte Teigringe mit warmem Chancaca-Sirup servieren. Ein leicht weicher Kern darf nicht mit rohem Teig verwechselt werden; ein Stück aufschneiden und prüfen.
  • Entscheidender Punkt: Die Öltemperatur bei etwa 175 °C halten und alle drei Durchgänge samt Sicherheitshinweisen einplanen.