Locro de gallina – Hühnersuppe mit zweierlei Kartoffeln
Locro de gallina wird mit der Küche von Huánuco in Verbindung gebracht. Anders als Kürbis- oder andere Kartoffellocros besteht diese Suppe aus einer langsam gegarten älteren Suppenhenne, deren Fleisch und Brühe mit weißen und gelben Kartoffeln verbunden werden. Zum Schluss bekommt jede Portion einen Löffel separat angebratene gelbe Ají-Würze.
Die Suppenhenne wird mit Knochen, aber ohne Haut gekocht. Zähere ältere Tiere benötigen deutlich mehr Garzeit als junges Hähnchenfleisch; eine erreichte Kerntemperatur ist dabei noch kein Beweis für Zartheit. Beim leisen Simmern wird das Fleisch allmählich mit der Gabel vom Knochen lösbar.
Weiße Kartoffeln bleiben im Sud eher in größeren Stücken, während gelbe Kartoffeln an den Kanten etwas zerfallen und die Brühe sämiger machen. Zwiebeln, Knoblauch, Kreuzkümmel und Ají mirasol braten in einer eigenen Pfanne, damit die milde Kartoffelbrühe und das kräftigere Topping unterscheidbar bleiben.


