Peruanische Nationalgerichte

Espesado chiclayano

Ein dickflüssiger grüner Eintopf aus Chiclayo: gekochtes Rindfleisch, gemahlener frischer choclo-Mais, culantro, ají amarillo und loche-Kürbis.

Peruanische Nationalgerichte
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Espesado chiclayano mit Rindfleisch, choclo und loche
Espesado chiclayano mit Rindfleisch, choclo und loche
Ergibt 4 Portionen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 113 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 0 Minuten
Gesamtzeit 138 Minuten
Überblick

Espesado chiclayano mit Rindfleisch, choclo und loche

Espesado chiclayano ist eine charakteristische, durch gemahlenen Mais gebundene Speise aus Chiclayo und der Region Lambayeque. Die kräftige grüne Färbung kommt vor allem von frischem culantro und anderen pflanzlichen Zutaten, nicht von Lebensmittelfarbe.

Neben Varianten mit Schwein gibt es solche mit Rindfleisch. Hier bildet entbeintes Rinderschienbein die Brühe, während choclo – großkörniger frischer Andenmais – zusammen mit regionalem loche-Kürbis und Kräutern püriert wird. Das Fleisch muss zunächst weich köcheln, damit später die Maisstärke die aromatische Brühe binden kann.

Die fertige Konsistenz liegt zwischen Suppe und festem Brei. Zieht der Löffel durch den Topf, soll seine Spur kurz sichtbar bleiben, dann langsam zusammenfallen. Regelmäßiges Rühren bei sanfter Hitze verhindert, dass die Stärke am Boden anbrennt. Ein genau bemessener Wasserrest steht zum Anpassen der Dicke bereit.

Zutaten

Zutaten

Fleischbrühe

  • 500 g Rinderschienbein ohne Knochen, pariert und gewürfelt
  • 1200 ml Wasser; 900 ml für die Fleischbrühe, 200 ml zum Pürieren, 100 ml zum Nachjustieren
  • 200 g frische grüne Bohnen, geputzt und halbiert
  • 5 g Salz; 3 g in die Brühe und 2 g zum Abschmecken

Grüne Maisbasis

  • 550 g frische choclo-Maiskörner, vom Kolben geschnitten
  • 120 g loche-Kürbis, gewaschen und fein gerieben
  • 85 g culantro (frisches Koriandergrün), Blätter und zarte Stiele
  • 60 g ají amarillo, entkernt und gehackt
  • 60 g Frühlingszwiebel, in dünne Ringe geschnitten
  • 140 g rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 15 g Knoblauch, zerdrückt
  • 25 g Sonnenblumenöl
  • 2 g gemahlener Kreuzkümmel
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Rindfleischbrühe ansetzen.Rinderschienbein mit 900 ml Wasser und 3 g Salz in einem teilweise abgedeckten Topf 65 Minuten leise köcheln lassen, dabei Schaum abschöpfen. Das Fleisch soll sich mit einem Löffel leicht zerteilen lassen. Mindestens 63 °C im Fleisch messen und drei Minuten Ruhezeit berücksichtigen; saubere Utensilien verwenden.

  2. Grüne Bohnen mitgaren.Die geputzten Bohnen in die Fleischbrühe geben und weitere 15 Minuten köcheln lassen. Sie sollen sich leicht beißen lassen, aber ihre Form behalten; die Brühe duftet herzhaft.

  3. Grüne Maisbasis pürieren.Choclo, geriebenen loche, culantro, ají amarillo und Frühlingszwiebel mit 200 ml des abgemessenen Wassers etwa 8 Minuten zu einer feinen grünen Masse mixen. Sie soll dickflüssig vom Löffel laufen, ohne größere Maisstücke.

  4. Zwiebelansatz braten.In einer Pfanne rote Zwiebel und Knoblauch 7 Minuten im Sonnenblumenöl dünsten. Kreuzkümmel zugeben und eine weitere Minute rühren. Die Zwiebel muss glasig und mild riechen, nicht dunkel angebrannt sein.

  5. Maismischung eindicken.Den Zwiebelansatz in den Fleischtopf geben, anschließend die grüne Maismasse unter ständigem Rühren eingießen. 22 Minuten bei milder Hitze garen und vom Topfboden her rühren. Wenn der rohe Stärkegeschmack verschwunden ist, hinterlässt der Löffel eine kurze Spur. Vorsicht: heiße dicke Masse kann spritzen.

  6. Konsistenz einstellen.Falls notwendig die übrigen 100 ml Wasser portionsweise zugeben, dann mit den verbleibenden 2 g Salz abschmecken und 3 Minuten umrühren. Der Eintopf soll in schweren Bändern vom Löffel fallen. Bis zum Servieren durchgehend sehr heiß halten.

Praxis

Praxis

Wichtige Gelingpunkte

Die fein pürierte Maisbasis bei geringer Hitze stetig rühren, bis sie vollständig gegart und gebunden ist.

Praktische Hinweise

Frischer choclo ist nicht mit trockenem Popcornmais gleichzusetzen. Feuchtigkeit und Stärke ergeben eine ganz andere Bindung; süßer Dosenmais verändert sowohl das Aroma als auch die Struktur und gilt nicht als gleichwertiger Ersatz. Loche ist ein für Lambayeque besonders wichtiger Kürbis. Ein gewöhnlicher Speisekürbis würde das regionale Geschmacksbild verändern; eine solche Ersetzung müsste als Abwandlung bezeichnet werden. Die angedickte Maismasse nicht unbeaufsichtigt lassen: Sie setzt leicht an und kann beim Rühren spritzen. Reste zügig in flachen Behältern kühlen und gekühlt lagern. Beim Aufwärmen mit etwas Wasser lockern und vollständig auf 74 °C bringen.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Brühe dickt nicht anMais ist möglicherweise zu grob püriert oder zu kurz gegart. Beim nächsten Mal feiner mixen und diesmal bei niedriger Hitze länger rühren.
  • Eintopf haftet am BodenStärke hat sich an einer heißen Stelle abgesetzt. Hitze reduzieren und mit flachem Löffel gründlich über den Boden rühren.
Nährwerte pro Portion (1 von 4)

Nährwerte pro Portion (1 von 4)

  • Portionsgröße1 von 4 Portionen
  • Kalorien515 kcal
  • Kohlenhydrate58 g
  • Eiweiß33 g
  • Fett17 g
  • Ballaststoffe8 g
  • Natrium690 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Rindfleisch vollständig garen, niemals allein nach der Oberflächenfarbe beurteilen. Heiße, stärkehaltige Maismasse kann beim Rühren spritzen. Reste sofort kühlen und beim Aufwärmen 74 °C erreichen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Frischer choclo und culantro binden Fleischbrühe zu einem löffelbaren grünen Eintopf.
  • Entscheidender Schritt: Fein gemahlenen Mais bei niedriger Hitze rühren, bis der rohe Stärkegeschmack verschwunden ist.