Peruanische Nationalgerichte

Chairo

Eine kräftige Andensuppe mit eingeweichtem chuño, zarten Rindfleischstücken, Weizenkörnern, Kartoffeln, Kürbis und Gemüse.

Peruanische Nationalgerichte
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Chairo mit chuño, Rindfleisch, Weizen und Gemüse
Chairo mit chuño, Rindfleisch, Weizen und Gemüse
Ergibt 4 Portionen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 116 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 480 Minuten
Gesamtzeit 621 Minuten
Überblick

Chairo mit chuño, Rindfleisch, Weizen und Gemüse

Chairo gehört zur Hochlandküche der Anden und ist unter anderem in Puno bekannt. Besonders wichtig ist chuño: Kartoffeln werden unter natürlichen Frost- und Trocknungsbedingungen haltbar gemacht und später wieder eingeweicht. Der eingeweichte chuño sorgt im Eintopf für einen eigenständigen Biss und etwas Bindung.

Je nach Region können Rind oder Lamm, Innereien, Weizen und verschiedenes Gemüse zusammenkommen. Die hier beschriebene Kombination enthält Rinderschienbein, ganze Weizenkörner, chuño, frische Kartoffeln, Kürbis, Kohl, Karotten und dicke Bohnen. Zunächst müssen Weizen und Fleisch Zeit bekommen, weich zu werden.

Das Einweichen erfolgt über acht Stunden im Kühlschrank, und zwar für chuño und Weizen in getrennten Schüsseln. Das Wasser danach jeweils wegschütten und den chuño gründlich abspülen. Die fertige Suppe soll einzelne Körner und Gemüsestücke in einer kräftigen, aber noch schöpfbaren Brühe enthalten.

Zutaten

Zutaten

Einweichzutaten und Fleisch

  • 240 g schwarzer chuño, trocken und lebensmitteltauglich; wässern und gründlich spülen
  • 130 g ganze Weizenkörner, trocken; separat einweichen
  • 500 g Rinderschienbein ohne Knochen, in kleinen Stücken
  • 2100 ml Wasser; 500 ml für chuño, 400 ml für Weizen, 1200 ml für die Brühe; Einweichwasser verwerfen
  • 6 g Salz, aufgeteilt in 4 g und 2 g

Gemüse und Würze

  • 250 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt
  • 160 g Winterkürbis, gewürfelt
  • 150 g Weißkohl, fein geschnitten
  • 140 g ausgelöste dicke Bohnen, frisch oder tiefgekühlt und aufgetaut
  • 100 g Karotte, gewürfelt
  • 120 g rote Zwiebel, fein gehackt
  • 14 g Knoblauch, fein gehackt
  • 25 g ají-amarillo-Paste
  • 20 g Sonnenblumenöl
  • 3 g gemahlener Kreuzkümmel
  • 15 g glatte Petersilie, gehackt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Chuño und Weizen kalt einweichen.Chuño in einer abgedeckten Schüssel mit 500 ml, Weizenkörner in einer zweiten mit 400 ml Wasser bedecken. Beide 8 Stunden bzw. 480 Minuten im Kühlschrank wässern; anschließend abgießen und das Wasser entsorgen. Chuño gründlich spülen und mundgerecht zerteilen. Die Stücke sollen gequollen und nicht steinhart, der Weizen durchfeuchtet sein.

  2. Aromaten anschwitzen.In einem Suppentopf Sonnenblumenöl erwärmen; Zwiebel, Knoblauch, Kreuzkümmel und ají-amarillo-Paste bei mittlerer bis niedriger Hitze 9 Minuten anschwitzen. Die Zwiebel soll glasig, der Geruch der Chili rund und nicht roh sein.

  3. Fleisch und Getreide köcheln.Rindfleisch und abgetropften Weizen mit 1200 ml frischem Wasser und 4 g Salz zugeben und zugedeckt 70 Minuten leise köcheln lassen. Die Körner beginnen sich zu öffnen, das Fleisch lässt sich mit einer Gabel zerteilen. Vor dem Servieren für das Rindfleisch mindestens 63 °C plus drei Minuten Ruhezeit sicherstellen.

  4. Chuño und Wurzelgemüse garen.Chuño, Kartoffeln, Kürbis und Karotten zugeben; mit leicht geöffnetem Deckel 25 Minuten weiterköcheln. Der chuño darf keinen harten Kern haben, der Kürbis muss weich sein.

  5. Kohl und Bohnen fertig garen.Weißkohl und dicke Bohnen einrühren und 12 Minuten kochen. Dann Petersilie und die restlichen 2 g Salz unterheben. Die Bohnen sollen weich, die Kohlstreifen noch erkennbar sein. Die Brühe mit dem Rindfleisch dampfend heiß servieren.

Praxis

Praxis

Wichtige Gelingpunkte

Chuño und Weizen getrennt acht Stunden gekühlt wässern; Gemüse erst später in die Suppe geben.

Praktische Hinweise

Chuño und Weizen haben unterschiedliche Eigenschaften und werden deshalb getrennt gewässert. Beides immer unter Kühlung einweichen und beide Einweichwässer wegschütten. Hart gebliebener chuño muss weiter gegart werden; bloßes Abspülen reicht nicht. Die Weizenkörner müssen mit dem Fleisch lange genug köcheln, bevor frische Kartoffeln und zarteres Gemüse in den Topf kommen. Andernfalls zerfallen die Kartoffeln, während das Getreide noch hart ist. Reste in flache Behälter füllen und zügig kühlen. Im Kühlschrank aufbewahren und vor dem erneuten Servieren im gesamten Topf auf 74 °C erhitzen. Die Suppe kann beim Stehen sämiger werden; vorsichtig rühren, ohne die Stücke zu zerdrücken.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Chuño bleibt hartZu kurz gewässert oder zu kurz gekocht. Die Stücke nur kalt einweichen und im Eintopf weiterköcheln, bis kein fester Kern bleibt.
  • Weizen ist noch bisshartDie Körner waren nicht ausreichend eingeweicht oder gegart. Die erste Kochphase verlängern, bevor das empfindlichere Gemüse dazukommt.
Nährwerte pro Portion (1 von 4)

Nährwerte pro Portion (1 von 4)

  • Portionsgröße1 von 4 Portionen
  • Kalorien685 kcal
  • Kohlenhydrate94 g
  • Eiweiß36 g
  • Fett18 g
  • Ballaststoffe10 g
  • Natrium800 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Weizen und damit Gluten. Chuño und Weizen während des Einweichens im Kühlschrank lassen und das jeweilige Wasser verwerfen. Rindfleisch vollständig durchgaren; Reste beim Aufwärmen auf 74 °C erhitzen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Eine gehaltvolle Brühe mit weichem chuño, Weizenkörnern, Rindfleisch und sichtbaren Gemüsestücken.
  • Entscheidender Schritt: Chuño und Weizen getrennt acht Stunden gekühlt wässern; Fleisch und Weizen zuerst köcheln lassen.