Peruanische Nationalgerichte

Caldo blanco

Caldo blanco aus Arequipa ist eine helle, sättigende Suppe mit Lamm, Kichererbsen, Moraya, Kartoffeln, Yuca und Reis – ohne rote Chili-Würzbasis.

Peruanische Nationalgerichte
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Caldo blanco – Rezept mit Zubereitungsschritten
Caldo blanco – Rezept mit Zubereitungsschritten
Menge 6 Portionen
Vorbereitung 35 Minuten
Garzeit 140 Minuten
Wartezeit 480 Minuten
Gesamtzeit 655 Minuten
Überblick

Caldo blanco – Rezept mit Zubereitungsschritten

Caldo blanco ist ein heller, kräftiger Suppentopf der Arequipa-Küche. Im Gegensatz zu rötlichen Chili-Suppen entsteht sein Geschmack aus sanft gegartem Lamm, Hülsenfrüchten, Gemüse und Knollen. Die Zwiebeln werden nur glasig gedünstet, damit die Brühe hell bleibt.

Zu den prägenden Zutaten zählt weißer Chuño, auch Moraya genannt: eine getrocknete, traditionell bearbeitete Kartoffelzutat der Anden. Sie muss eingeweicht und später vollständig weich gekocht werden. Getrocknete Kichererbsen werden separat eingeweicht; Kartoffeln, Yuca und Reis kommen erst nach der langen ersten Kochphase in den Topf.

Diese Fassung kombiniert Lamm und Kichererbsen mit einer hellen Brühe und einer zurückhaltenden Kräuterwürzung. Die Knochen geben Geschmack, müssen beim Essen aber berücksichtigt werden. Die Suppe ist richtig gegart, wenn Kichererbsen, Lamm, Reis und alle Knollen weich sind und die Flüssigkeit hell statt dunkelbraun bleibt.

Zutaten

Zutaten

Zutaten

  • 1200 g Lammschulter mit Knochen, in große Suppenstücke geschnitten
  • 180 g Getrocknete Kichererbsen, gespült
  • 160 g Weißer Chuño (Moraya), getrocknet, zum Einweichen
  • 600 g Weiße Kartoffeln, geschält und geviertelt
  • 450 g Yuca (Maniok), geschält, holziger Mittelstrang entfernt
  • 80 g Reis, trocken und gespült
  • 170 g Rote Zwiebel, fein gehackt
  • 100 g Möhre, in dicke Scheiben geschnitten
  • 90 g Lauch, sorgfältig gewaschen und geschnitten
  • 80 g Staudensellerie, in 4 cm lange Stücke geschnitten
  • 20 g Knoblauch, zerdrückt
  • 20 ml Pflanzenöl für die Zwiebel
  • 12 g Frische Minze, Blätter grob zerrissen
  • 3 g Getrockneter Oregano, zerrieben
  • 11 g Feines Salz, abgewogen
  • 3200 ml Wasser zum Einweichen und für die Suppe
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kichererbsen und Moraya einweichen.180 g Kichererbsen in 800 ml Wasser und 160 g weißen Chuño in einer getrennten Schüssel in 400 ml Wasser einweichen. Insgesamt 480 Minuten beziehungsweise 8 Stunden abgedeckt bei höchstens 4 °C kühlen. Die Kichererbsen nehmen Wasser auf und der Chuño lässt sich anschließend zusammendrücken. Beide Einweichflüssigkeiten für den Topf aufheben.

  2. Lammsud lange köcheln.1200 g Lammschulter, 100 g Möhre, 90 g Lauch, 80 g Sellerie, 20 g Knoblauch sowie Kichererbsen und deren 800 ml Einweichwasser in einen großen Topf geben. Weitere 2000 ml des abgemessenen frischen Wassers zugeben, zunächst aufkochen und anschließend bei niedriger Hitze 95 Minuten köcheln lassen; Schaum abschöpfen. Kichererbsen geben beim Probieren nach und das Lamm löst sich allmählich am Knochen. Dicke Fleischstücke müssen mindestens 63 °C erreichen und danach 3 Minuten ruhen.

  3. Zwiebel hell dünsten.In einer kleinen Pfanne 20 ml Öl und 170 g Zwiebel bei niedriger Hitze 10 Minuten erwärmen, ohne sie braun werden zu lassen. Die Stücke werden glasig und riechen mild, bleiben jedoch fast farblos.

  4. Knollen und Reis nachgaren.Die glasigen Zwiebeln in die Brühe geben. 600 g Kartoffeln, 450 g Yuca ohne Mittelstrang, den eingeweichten 160 g Chuño mitsamt seinen 400 ml Wasser sowie 80 g Reis zugeben. Bei niedriger Hitze 25 Minuten köcheln lassen. Reis und sämtliche Knollen müssen weich, die Brühe leicht trüb und hell sein. Yuca vollständig durchgaren und alle holzigen Teile wegwerfen.

  5. Mit Kräutern abschließen.11 g Salz, 12 g frische Minze und 3 g Oregano einrühren und weitere 10 Minuten bei niedriger Hitze sieden lassen. Der Sud riecht nach Kräutern, während Lamm und Wurzelgemüse vollständig zart sind.

  6. Auf Schalen verteilen.Lammknochen soweit möglich entfernen und Fleisch, Kichererbsen, Reis, Kartoffeln, Moraya und Yuca mit der Brühe auf sechs Schalen verteilen; ungefähr 10 Minuten vorsehen. Jede Portion enthält verschiedene weiche Bestandteile, ohne dass die Kartoffeln zerdrückt werden. Auf verbliebene Knochensplitter hinweisen.

Praxis

Praxis

Tipps zu Servieren, Lagerung und Varianten

Servieren: Fleisch, Hülsenfrüchte und Wurzelgemüse gleichmäßig verteilen, damit nicht nur Brühe in einer Schale landet. Vorbereiten: Kichererbsen und Chuño gleichzeitig, aber in getrennten Schüsseln 8 Stunden gekühlt einweichen. Lagern: Reis- und fleischhaltige Reste spätestens nach 2 Stunden bei höchstens 4 °C kühlen, 3–4 Tage aufbewahren und auf 74 °C erhitzen. Variantenhinweis: Eine reichhaltigere Caldo-de-pascua-Variante verwendet zusätzlich andere Fleischsorten. Das würde Zeiten, Mengen und Nährwerte ändern und gehört nicht in diesen Topf.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Kichererbsen schmecken mehlig-hartEinweich- oder Kochzeit war unzureichend. Den ersten Lamm-Kichererbsen-Sud verlängern, bevor Kartoffeln dazukommen.
  • Brühe wird braunZu stark gebräunte Zwiebeln oder angesetzte Rückstände färben den Sud dunkel. Zwiebeln nur glasig dünsten und behutsam köcheln lassen.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 6 großzügigen Portionen
  • Kalorien790 kcal
  • Kohlenhydrate99 g
  • Eiweiß36 g
  • Fett28 g
  • Ballaststoffe11 g
  • Natrium850 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Kichererbsen (Hülsenfrüchte). Größere ganze Lammstücke müssen mindestens 63 °C erreichen und 3 Minuten ruhen; das lange Suppengaren dient zusätzlich der Zartheit. Yuca vollständig weichkochen, Reisreste konsequent kühlen. Rohes Fleisch und verzehrfertige Bestandteile trennen. Innerhalb von 2 Stunden bei höchstens 4 °C kühlen, 3–4 Tage lagern und vor dem Essen auf 74 °C erwärmen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Eine reichhaltige, dennoch helle Lammsuppe mit weich gekochten Kichererbsen, Moraya und Kartoffeln.
  • Entscheidend: Hülsenfrüchte vorab einweichen, Lamm lange garen und Zwiebeln ohne Bräunung dünsten.