Tacu tacu – knusprig gebratener Reis mit Bohnen
Bei Tacu tacu werden gekochte Bohnen und Reis in der Pfanne zu kompakten Talern gebraten. Außen bildet sich eine würzige, feste Kruste; innen bleibt die Mischung weich. Die gebratene Form ist eng mit Lima und der afroperuanischen Küche verbunden. Daneben gibt es Beschreibungen von weicheren, geschmorten Zubereitungen aus derselben Kombination.
Kanarische Bohnen, in Peru frejol canario genannt, lassen sich teilweise zerdrücken und verbinden dadurch die Reiskörner. Gekochter Langkornreis sorgt für Struktur, ohne dass aus der Mischung ein einheitlicher Brei werden muss. Die peruanische gelbe Chilipaste Ají amarillo gehört in die angeschwitzte Zwiebel-Knoblauch-Basis, den sogenannten Aderezo.
Entscheidend ist, nur einen Teil der Bohnen zu zerdrücken und die geformten Taler auf der ersten Seite ungestört braten zu lassen. Erst wenn sich eine Kruste gebildet hat, lösen sie sich aus der Pfanne. Bohnen und Reis sind zu Beginn bereits gekocht und sicher gekühlt; eine Einweichzeit über Nacht fällt hier nicht an.


