Peruanische Nationalgerichte

Mondongo ayacuchano

Eine kräftige Suppe aus Ayacucho mit geschältem Mote-Mais, Rinderkutteln und Brustfleisch. Eine separat angeschwitzte Ají-Panca-Mischung und frische Minze runden die lange gegarte Brühe ab.

Peruanische Nationalgerichte
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Mondongo ayacuchano mit Mote und Rindfleisch
Mondongo ayacuchano mit Mote und Rindfleisch
Ergibt 6 reichliche Portionen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 230 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 480 Minuten
Gesamtzeit 735 Minuten
Überblick

Mondongo ayacuchano mit Mote und Rindfleisch

Mondongo ayacuchano verbindet große, geschälte Maiskörner mit zwei unterschiedlichen Rindfleischstücken: Kutteln und Brust. Mote bezeichnet in diesem Zusammenhang den geschälten Mais, dessen Körner beim Garen Wasser aufnehmen und schließlich weich werden. Das Gericht ist mit Ayacucho in den südperuanischen Anden verbunden; die Einlage soll in jeder Schüssel gut erkennbar sein.

Der trockene Mais wird acht Stunden im Kühlschrank eingeweicht. Erst danach beginnt die lange Garzeit im schweren Topf. Kutteln und Rinderbrust brauchen ruhige, stetige Hitze, damit sich das Bindegewebe löst und der Mais weich wird, ohne dass die Brühe durch starkes Kochen zu schnell verdampft.

Anders als bei einer Suppe, in der sämtliche Gewürze sofort mitgekocht werden, kommt das Zwiebel-Knoblauch-Ají-Panca-Gemisch erst gegen Ende dazu. Ají panca ist eine peruanische Chilisorte, die der Brühe Farbe und Würze gibt. Oregano und Minze werden erst nach dem Ausschalten des Herdes eingerührt.

Praxis

Praxis

  • GerichtscharakterMondongo ayacuchano verbindet große, geschälte Maiskörner mit zwei unterschiedlichen Rindfleischstücken: Kutteln und Brust.
  • GarpunktDie Brühe ist herzhaft, leicht vom Ají gefärbt und enthält durchgehend weiches Fleisch; nur mit den bereits aufgeführten Zutaten abschmecken.
  • ServierergebnisKräftige Brühe mit weich gekochtem Mote-Mais, Kutteln, Brustfleisch und einem würzigen Ají-Aroma.
Zutaten

Zutaten

Zutaten

  • 280 g getrockneter, geschälter Mote-Mais, abgespült
  • 2000 ml Trinkwasser zum Einweichen des Maises; danach wegschütten
  • 300 g rohe, gereinigte Rinderkutteln, in etwa 3 cm große Stücke geschnitten
  • 400 g Rinderbrust ohne Knochen, in etwa 4 cm große Würfel geschnitten
  • 2400 ml frisches Trinkwasser für die Brühe
  • 150 g rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 15 g Knoblauch, fein gehackt
  • 25 g Ají-Panca-Paste, ungesalzen, ohne weitere Zusätze
  • 18 ml neutrales Pflanzenöl für den Würzansatz
  • 5 g Salz, abgewogen
  • 2 g getrockneter Oregano, zerbröselt
  • 8 g frische Minze, fein gehackt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Mote einweichen.Den abgespülten Mais mit 2000 ml Trinkwasser in eine große Schüssel geben, abdecken und 8 Stunden im Kühlschrank einweichen. Anschließend abgießen und nochmals abspülen. Die Körner sind bereits leicht gequollen; das Einweichwasser wird nicht weiterverwendet.

  2. Brühe ansetzen.Mote, Kutteln und Rinderbrust mit 2400 ml frischem Wasser in den schweren Topf geben. Langsam aufkochen, den entstehenden Schaum abschöpfen und die Hitze so weit reduzieren, dass nur kleine Blasen aufsteigen. Die Flüssigkeit soll nicht sprudelnd kochen.

  3. Mais und Fleisch weich garen.Den Deckel schräg auflegen und alles bei niedriger Hitze 180 Minuten sanft köcheln lassen. Gelegentlich bis zum Topfboden umrühren und darauf achten, dass das Fleisch in der Flüssigkeit liegt. Der Mais ist prall und beim Hineinbeißen weich, die Kutteln geben nach und die Brust lässt sich mit einer Gabel zerteilen. Die dickste Rindfleischstelle mit einem Thermometer kontrollieren: mindestens 74 °C.

  4. Ají-Ansatz zubereiten.Das Öl in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und die Zwiebel darin 7 Minuten weich dünsten. Knoblauch und Ají-Panca-Paste zufügen und weitere 5 Minuten rühren, ohne die Paste anbrennen zu lassen. Die Zwiebel ist weich und der Ansatz riecht würzig, nicht roh oder verbrannt.

  5. Brühe würzen.Den gesamten Pfanneninhalt und die abgewogenen 5 g Salz in den Suppentopf rühren. Ohne Deckel weitere 8 Minuten leise köcheln lassen. Die Brühe ist herzhaft, leicht vom Ají gefärbt und enthält durchgehend weiches Fleisch; nur mit den bereits aufgeführten Zutaten abschmecken.

  6. Mit Kräutern abschließen.Den Herd ausschalten, Oregano und Minze einrühren. Die Suppe mitsamt Mais, Kutteln, Rindfleisch und Brühe auf sechs tiefe Schüsseln verteilen. Die frischen Kräuter sind deutlich zu riechen und in keiner Portion fehlen die schweren Einlagen.

Praxis

Praxis

Servieren, Vorbereiten und Aufbewahren

Die Suppe in tiefen Schüsseln servieren und den Topfinhalt vor dem Schöpfen vorsichtig aufrühren. Der Mote-Mais nimmt auch nach dem Garen Flüssigkeit auf; ohne Umrühren würde zuerst dünne Brühe und zuletzt fast nur Mais auf den Tellern landen. Zum Vorbereiten den Mais am Vorabend abgedeckt im Kühlschrank einweichen. Reste rasch in flache Behälter verteilen, innerhalb von 2 Stunden auf 4 °C oder kälter bringen und höchstens 3 Tage gekühlt aufbewahren. Beim Aufwärmen gründlich umrühren und die ganze Portion auf 74 °C erhitzen. Vorgegarter Mote ist hier kein mengengetreuer Ersatz für die trockenen Körner: Er würde sowohl Einweich- und Garzeit als auch die Flüssigkeitsaufnahme erheblich verändern. Den langen Kochvorgang nicht unbeaufsichtigt über Nacht laufen lassen.

Häufige Fragen

Wodurch zeichnet sich Mondongo ayacuchano aus? Mondongo ayacuchano verbindet große, geschälte Maiskörner mit zwei unterschiedlichen Rindfleischstücken: Kutteln und Brust. Das sanfte lange Köcheln und der erst spät zugegebene Ají-Ansatz bestimmen Konsistenz und Geschmack. Wie lässt sich das Gericht vorausplanen? Zum Vorbereiten den Mais am Vorabend abgedeckt im Kühlschrank einweichen. Reste rasch in flache Behälter verteilen, innerhalb von 2 Stunden auf 4 °C oder kälter bringen und höchstens 3 Tage gekühlt aufbewahren. Beim Aufwärmen gründlich umrühren und die ganze Portion auf 74 °C erhitzen.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Mais bleibt innen hartDie Körner wurden nicht ausreichend eingeweicht oder zu kurz gegart. Bei niedriger Hitze zugedeckt weiterköcheln lassen, bis auch die Mitte weich ist.
  • Brühe wird zu stark eingekochtZu heftiges Kochen lässt zu viel Wasser verdampfen. Hitze verringern und weiteres Verdampfen vermeiden, statt eine ungemessene Wassermenge nachzugießen.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 6 gleich großen Portionen einschließlich genannter Beilage
  • Kalorien414 kcal
  • Kohlenhydrate41 g
  • Eiweiß24 g
  • Fett18 g
  • Ballaststoffe4 g
  • Natrium420 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Es ist kein vorrangiges Allergen gezielt als Zutat vorgesehen. Bei gekaufter Ají-Paste und ähnlichen verarbeiteten Produkten dennoch Zutatenverzeichnis und mögliche Kreuzkontakte prüfen. Für Mondongo ayacuchano rohes Fleisch abgedeckt und gekühlt lagern. Nach Kontakt mit Rohfleisch Hände, Brett und Geräte reinigen und die Kerntemperatur in der dicksten Stelle mit einem Einstichthermometer auf mindestens 74 °C prüfen; eine gebräunte Oberfläche genügt nicht. Große Mengen gekochter Suppe oder Sauce in flache Gefäße umfüllen, damit sie schnell abkühlen. Reste von Mondongo ayacuchano innerhalb von 2 Stunden bei 4 °C oder kälter in den Kühlschrank stellen; wenn die Umgebung wärmer als 32 °C ist, innerhalb von 1 Stunde. Innerhalb von 3 Tagen verbrauchen und vor dem Essen vollständig auf 74 °C erhitzen. Das fertige Essen niemals über Nacht auf dem Herd abkühlen lassen. Einen lang köchelnden Topf nicht über Nacht unbeaufsichtigt auf dem eingeschalteten Herd lassen. Den gesamten Garvorgang nur unter Aufsicht durchführen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Kräftige Brühe mit weich gekochtem Mote-Mais, Kutteln, Brustfleisch und einem würzigen Ají-Aroma.
  • Wichtige Kontrolle: Das sanfte lange Köcheln und der erst spät zugegebene Ají-Ansatz bestimmen Konsistenz und Geschmack.