Tapao de pescado (kolumbianischer Pazifikfisch aus dem zugedeckten Topf)
Fisch mit grüner Kochbanane und Maniok, sanft zugedeckt gegart
Tapao de pescado heißt so, weil der Topf während des Garens zugedeckt bleibt: Der Dampf hält die Aromen von Fisch, Kochbanane und Kräutern zusammen. An Kolumbiens Pazifikküste unterscheiden sich die Zubereitungen je nach Gemeinde und verfügbaren Zutaten. Manche Varianten kombinieren frischen Fisch, grüne Kochbanane und wenig Wasser; andere enthalten Kokosmilch, Maniok, kleine Kochbananen oder unterschiedliche regionale Kräuter. Diese hausgemachte Version verwendet festes weißes Fischfleisch, grüne Kochbanane, Maniok und Kokosmilch. Die Flüssigkeit reicht zum Dämpfen, ohne das Gericht in eine Suppe zu verwandeln.
Die aromatische Basis besteht aus Zwiebel, Frühlingszwiebel, Tomate, grüner Paprika und Knoblauch. Chillangua, auch Cimarrón-Koriander genannt, bringt eine kräftige Kräuternote ein; frischer Koriander sorgt für Frische. Ein sauberes Bananenblatt unter dem Deckel ist optional. Auf dem heimischen Herd hält ein gut schließender Deckel den Dampf ausreichend zurück. Kochbanane und Maniok garen zuerst, der Fisch kommt später dazu und bleibt dadurch zart und möglichst ganz.
Während das Wurzelgemüse gart, bleibt der Fisch im Kühlschrank. Das Gericht ist fertig, wenn sich Maniok und Kochbanane leicht mit einer Gabel einstechen lassen und der dickste Teil des Fischs mindestens 15 Sekunden lang 63°C erreicht. Die Flüssigkeit soll sich um die Zutaten sammeln, sie aber nicht wie eine Suppe bedecken. Die Fischstücke ganz servieren und etwas von der aromatischen Flüssigkeit darübergeben; Limette kommt erst am Tisch dazu.


