Cuy asado
Cuy asado: ganzes Meerschweinchen aus Nariño mit Pastusa-Kartoffeln und ají de maní
Cuy asado ist ein festliches Gericht aus Nariño in den südlichen kolumbianischen Anden. Ein kleines Meerschweinchen wird im Ganzen schlicht gewürzt, auf einem Spieß oder in einem stabilen Grillkorb befestigt und langsam über Glut geröstet. Dabei wird es regelmäßig gedreht und mit Öl bestrichen. So wird die Haut goldbraun und knusprig, während das Fleisch saftig bleibt. Das Rezept setzt ein bereits fachgerecht geschlachtetes und gereinigtes Tier von einem zuverlässigen Anbieter voraus; bitten Sie um 5 Exemplare ähnlicher Größe.
Die Würzung bleibt bewusst einfach: Zitrone, Salz und schwarzer Pfeffer. Eine längs halbierte Frühlingszwiebel dient als Pinsel, um das Öl aufzutragen, während sich das cuy dreht. Dazu gibt es kleine Pastusa-Kartoffeln, Popcorn und eine Schale ají de maní, einer dicklichen Erdnuss-Chili-Sauce. In Pasto und anderen Orten von Nariño gehört cuy zu Festen und gemeinsamen Mahlzeiten. Das Tier kann im Ganzen auf den Tisch kommen und dort geteilt werden.
Ganzes cuy ist nicht überall erhältlich. Kaufen Sie es nur bei einer vertrauenswürdigen Metzgerei oder einem spezialisierten Lebensmittelanbieter, halten Sie es gekühlt und bestellen Sie es küchenfertig: geschlachtet, gehäutet, ausgenommen und gereinigt. Verwenden Sie ein Küchenthermometer; die dickste fleischige Stelle muss mindestens 71°C erreichen. Die Garzeit hängt von Größe, Glut und Abstand zur Hitze ab, daher ist die Temperatur aussagekräftiger als die Uhr.


