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Georgien · Kakheti

Kachetische Churchkhela

Bereiten Sie kachetische Churchkhela aus aufgefädelten Walnüssen und Trauben-Tatara zu. Praktische Anleitung zum Überziehen, Trocknen und Lagern.

Georgisches Hausrezeptgeorgisches Gericht
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Walnuss-Churchkhela trocknet in einer georgischen Küche zur Erntezeit; vorn liegt ein aufgeschnittenes Stück.
Menge10 mittelgroße Stränge
Portion1 Strang, etwa 20–25 cm lang
SchwierigkeitMittel
ErnährungsweiseVegan; enthält Walnüsse und Weizen/Gluten
Das Gericht

Über das Gericht Kachetische Churchkhela

Walnusshälften werden aufgefädelt, in dickes Trauben-Tatara getaucht und getrocknet – so entsteht die typische kachetische Churchkhela.

Kachetische Churchkhela braucht einfache Zutaten und etwas Geduld: Walnüsse werden auf eine Schnur gereiht und mit Tatara überzogen, einer eingekochten Mischung aus Traubensaft und Weizenmehl. Unter der bernsteinfarbenen Schicht sind die Nüsse noch zu erkennen; die Süßigkeit wird fest, süß und leicht elastisch. Dieses Rezept ergibt zehn mittelgroße Stränge und verwendet gekauften 100-prozentigen Traubensaft, sodass es auch außerhalb der herbstlichen Weinlese gelingt.

Die Kombination aus Walnüssen und Weizenmehl ist typisch für die ostgeorgische Variante. Andere Churchkhela-Arten enthalten auch andere Nüsse, Kerne oder Früchte; die westgeorgische Jandjukha wird häufig mit Haselnüssen und Maismehl zubereitet. Das sind regionale Varianten. Dieses Rezept bleibt bei Walnüssen und Tatara aus Weizenmehl.

Die Zubereitung dauert mehrere Tage, denn jede Schicht muss anziehen und die Stränge brauchen trockene, bewegte Luft. Den Saft einkochen, die Mehlmischung so lange garen, bis der rohe Mehlgeruch verschwunden ist, und jeden Strang dreimal eintauchen. Die Trockenzeit hängt von Luftfeuchtigkeit und Belüftung ab; 72 Stunden sind ein Richtwert, keine Garantie. Ohne Messung der Restfeuchte wird keine ungekühlte Haltbarkeit versprochen.

Das Gericht zubereiten

Zutaten

Walnussstränge

  • 350 grohe Walnusshälften
  • 10lebensmittelechte Baumwollfäden, je 35–40 cm lang

Tatara-Überzug

  • 1,2 lungesüßter 100-prozentiger Traubensaft, bei Fruchtfleisch abseihen
  • 120 gWeizenmehl
  • Etwas heißes Wasser, nur falls das gekochte Tatara zu dick zum Überziehen ist
Zubereitung

Zubereitung

  1. Walnüsse auffädeln. Binden Sie an jedes Fadenende eine Schlaufe. Fädeln Sie die Walnusshälften mit einer großen Nadel durch die Mitte auf und legen Sie sie dicht, aber unzerdrückt aneinander. Lassen Sie eine Aufhängeschlaufe und ein kurzes Ende frei; formen Sie zehn etwa 20–25 cm lange Stränge.

  2. Saft einkochen. Geben Sie den Traubensaft in einen breiten Topf mit schwerem Boden. Lassen Sie ihn gleichmäßig sanft köcheln und reduzieren Sie ihn etwa auf die Hälfte. Schöpfen Sie Schaum ab und rühren Sie gelegentlich, bis ungefähr 600 ml übrig sind. Das dauert je nach Topf und Hitze meist 35–45 Minuten. Vermeiden Sie starkes Kochen und Anbrennen.

  3. Tatara kochen. Verrühren Sie das Mehl mit etwa 150 ml warmem eingekochtem Saft glatt. Rühren Sie die Mischung langsam in den Topf. Lassen Sie sie sanft aufkochen und rühren Sie ununterbrochen, auch über den Boden und in die Ecken. Kochen Sie 5–8 Minuten, bis die Masse dick und glänzend ist und nicht mehr nach rohem Mehl riecht. Halten Sie sie warm; falls sie zu dick wird, rühren Sie etwas heißes Wasser ein.

  4. Erste Schicht auftragen. Tauchen Sie einen Walnussstrang ins Tatara und drehen Sie ihn, bis alle Seiten überzogen sind. Heben Sie ihn über den Topf und lassen Sie Überschuss abtropfen. Hängen Sie ihn an ein sauberes Gitter oder eine Stange, ohne dass sich die Stränge berühren. Lassen Sie die Schicht 10–15 Minuten anziehen.

  5. Weitere Schichten auftragen. Wiederholen Sie Eintauchen und Anziehen noch zweimal, damit jeder Strang drei dünne Schichten erhält. Wird das Tatara zu dick, verdünnen Sie es mit wenig heißem Wasser und rühren Sie glatt. Probieren Sie die Masse erst, wenn sie vollständig gegart ist.

  6. Stränge trocknen. Hängen Sie sie an einen warmen, trockenen, gut belüfteten und insektengeschützten Ort. Trocknen in der Sonne ist traditionell; schützen Sie die Stränge dennoch vor Regen, Nachttau, Staub, Haustieren und unsauberen Flächen. Ordnen Sie sie bei Bedarf neu an, damit Luft alle Seiten erreicht. Trocknen Sie mehrere Tage, bis die Oberfläche fest und trocken ist; bei feuchtem Wetter dauert es länger. Bleiben sie klebrig oder wird Feuchtigkeit sichtbar, bringen Sie sie auf ein sauberes Trockengitter im Innenraum mit Luftzug oder stellen Sie sie kalt.

  7. Abkühlen und lagern. Lassen Sie vollständig getrocknete Stränge vor dem Verpacken ganz abkühlen. Für eine vorsichtige Lagerung zu Hause in einen sauberen, luftdichten Behälter geben und bei höchstens 4 °C kühlen; innerhalb von 4 Tagen verzehren oder für längere Lagerung einfrieren. Das Aussehen allein belegt keine ungekühlte Haltbarkeit.

Tipps für gutes Gelingen

Tipps für gutes Gelingen

  • Fädeln Sie die Walnusshälften durch die Mitte auf und legen Sie sie dicht aneinander, ohne sie zu zerdrücken.
  • Rühren Sie das Tatara nach Zugabe des Mehls ständig und schaben Sie über den Topfboden und in die Ecken, damit es gleichmäßig eindickt und nicht anbrennt.
  • Lassen Sie jede dünne Schicht anziehen, bevor Sie erneut eintauchen. Eine dicke Schicht verdeckt die Nüsse und trocknet langsamer.
Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Saft auswählen. Verwenden Sie ungesüßten 100-prozentigen Traubensaft ohne zugesetzten Zucker. Natürliche Süße und Farbe unterscheiden sich je nach Traubensorte und Marke.

Glatte Hülle. Rühren Sie das Mehl zuerst mit etwas Flüssigkeit an, anstatt es trocken in den Topf zu geben. Ständiges Rühren verhindert Klümpchen und sorgt für gleichmäßiges Garen. Das Tatara soll an den Nüssen haften, aber noch in einem dünnen Faden ablaufen.

Wetter und Trocknen. Traditionelle Beschreibungen aus Kachetien erwähnen Sonne und Luftzug; entscheidend ist eine angezogene, trockene Oberfläche. Meiden Sie feuchte Räume, Regen und Nachttau. Verpacken Sie die Stränge nicht warm und verschließen Sie sie nicht, solange sie klebrig sind, da eingeschlossene Feuchtigkeit den Verderb begünstigen kann.

Nährwerte pro Portion

Geschätzte Nährwerte pro Portion

  • Portion: 1 von 10 Strängen
  • Energie: Etwa 350 kcal
  • Kohlenhydrate: Etwa 32 g
  • Eiweiß: Etwa 7 g
  • Fett: Etwa 23 g
  • Ballaststoffe: Etwa 3 g
  • Natrium: Etwa 7 mg

Die Werte sind Schätzungen anhand der Zutatenmengen. Angenommen wird, dass das gesamte zubereitete Tatara an den zehn Strängen haftet; bleibt Überzug im Topf zurück, ist der tatsächliche Wert pro Strang geringer. Der Saft kann je nach Produkt abweichen.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Walnüsse und Weizen/Gluten. Mehl ist roh: Probieren Sie das Tatara erst, wenn es vollständig gekocht ist. Waschen Sie nach dem Umgang mit trockenem Mehl Hände und reinigen Sie Utensilien und Arbeitsflächen. Schützen Sie die Stränge beim Trocknen vor Insekten, Haustieren, Staub und Feuchtigkeit. Da die Trocknungsbedingungen variieren und weder Wasseraktivität noch Haltbarkeit für diese Hausmethode geprüft sind, vollständig getrocknete Stränge bei höchstens 4 °C kühlen und innerhalb von 4 Tagen verzehren oder einfrieren. Stücke mit Schimmel, Nässe oder Kondenswasser entsorgen.

Das Ergebnis

Das Ergebnis

  • Die kachetische Variante verbindet Walnusshälften mit Tatara aus eingekochtem Traubensaft und Weizenmehl.
  • Drei dünne Schichten und geduldiges Trocknen ergeben eine feste, leicht zähe Süßigkeit, in der die Walnussreihe sichtbar bleibt.