Über das Gericht Kachetische Churchkhela
Walnusshälften werden aufgefädelt, in dickes Trauben-Tatara getaucht und getrocknet – so entsteht die typische kachetische Churchkhela.
Kachetische Churchkhela braucht einfache Zutaten und etwas Geduld: Walnüsse werden auf eine Schnur gereiht und mit Tatara überzogen, einer eingekochten Mischung aus Traubensaft und Weizenmehl. Unter der bernsteinfarbenen Schicht sind die Nüsse noch zu erkennen; die Süßigkeit wird fest, süß und leicht elastisch. Dieses Rezept ergibt zehn mittelgroße Stränge und verwendet gekauften 100-prozentigen Traubensaft, sodass es auch außerhalb der herbstlichen Weinlese gelingt.
Die Kombination aus Walnüssen und Weizenmehl ist typisch für die ostgeorgische Variante. Andere Churchkhela-Arten enthalten auch andere Nüsse, Kerne oder Früchte; die westgeorgische Jandjukha wird häufig mit Haselnüssen und Maismehl zubereitet. Das sind regionale Varianten. Dieses Rezept bleibt bei Walnüssen und Tatara aus Weizenmehl.
Die Zubereitung dauert mehrere Tage, denn jede Schicht muss anziehen und die Stränge brauchen trockene, bewegte Luft. Den Saft einkochen, die Mehlmischung so lange garen, bis der rohe Mehlgeruch verschwunden ist, und jeden Strang dreimal eintauchen. Die Trockenzeit hängt von Luftfeuchtigkeit und Belüftung ab; 72 Stunden sind ein Richtwert, keine Garantie. Ohne Messung der Restfeuchte wird keine ungekühlte Haltbarkeit versprochen.



