Über das Gericht Gurisches Satsivi (Pute in Walnuss-Essig-Sauce)
Ein kaltes Gericht aus Gurien im Westen Georgiens, mit deutlich säuerlicher Walnusssauce
Gurisches Satsivi verbindet zartes Putenfleisch mit einer Walnusssauce, in der der Essig deutlicher hervortritt als in vielen modernen Varianten. Das Gericht wird kalt serviert, nachdem die Sauce das Fleisch umhüllt hat.
Im Kochbuch von Barbare Jorjadze aus dem 19. Jahrhundert ist ein gurischer Satsivi mit weniger Walnüssen und mehr Essig verzeichnet als in der später verbreiteten Festtagsversion. Familienrezepte unterscheiden sich; diese alltagstaugliche Fassung bewahrt das belegte regionale Verhältnis, ohne eine wortgetreue historische Rekonstruktion zu beanspruchen.
Sanftes Garen hält die Pute saftig und liefert zugleich die Brühe für die Sauce. Ein kurzer Aufenthalt im Ofen bräunt die Haut, bevor das Fleisch abkühlt. Fein gemahlene Walnüsse binden die Brühe, Weißweinessig sorgt für eine klare, lebendige Säure. Den Essig nach und nach zugeben und abschmecken: Die Sauce soll deutlich säuerlich, aber nicht scharf schmecken.
Das Gericht rechtzeitig zubereiten, damit es vollständig abkühlt und die Sauce am Fleisch anzieht. Gurisches Satsivi als Hauptgericht kalt oder gut gekühlt servieren.



