Startseite›Welt der Kulinarik›Georgische Nationalgerichte›Churchkhela
Georgien

Churchkhela

Kakhetische Churchkhela aus Walnussschnüren mit eingekochtem Traubensaft und Weizenmehl selbst machen.

Georgisches Hausrezeptgeorgisches Gericht
Teilen
Walnuss-Churchkhela hängt in einem georgischen Ernteraum zum Trocknen
Ergibt10 Schnüre, etwa 30 kleine Portionen
Portionetwa 1/3 Schnur, 35–40 g
SchwierigkeitMittel; Auffädeln, Überziehen und Trocknen brauchen Sorgfalt
ErnährungVegetarisch; enthält Walnüsse und Weizen
Das Gericht

Über das Gericht Churchkhela

Churchkhela: kakhetische Walnuss-Trauben-Süßigkeit

Churchkhela ist eine georgische Süßigkeit: Walnüsse werden auf Baumwollfäden gezogen, mehrfach mit eingekochtem Traubensaft und Mehl überzogen und zum Trocknen aufgehängt. Besonders bekannt ist die kakhetische Variante mit Walnüssen.

Dieses Hausrezept ergibt zehn Schnüre aus ungesüßtem rotem Traubensaft und Weizenmehl. Der eingekochte Saft wird mit Mehl zu Tatara, die sich in mehreren Schichten um die Walnüsse legt.

Das Trocknen dauert mindestens eine Woche und hängt von Luftfeuchtigkeit und Luftzug ab. Rechtzeitig beginnen: außen soll die Churchkhela trocken, innen aber noch biegsam sein.

Churchkhela ist eine georgische Süßigkeit zur Weinlesezeit. Walnusshälften werden auf lange Fäden gezogen, mehrfach in Tatara aus eingekochtem Traubensaft und Weizenmehl getaucht und anschließend getrocknet. In Kachetien gehören Walnüsse und Tatara aus Weizenmehl zur bekannten Form.

Jede Schicht sollte klebrig angetrocknet sein, bevor die nächste folgt. Ist die erste noch nass, kann die zweite sie wieder abziehen. Eine saubere Schlaufe am Ende erleichtert das Aufhängen und gleichmäßige Trocknen.

Regionale Verwandte verwenden andere Zutaten. Die westgeorgische Janjukha wird oft mit Haselnüssen und Maismehl gemacht; andere Varianten enthalten Trockenfrüchte oder Kerne. Dieses Rezept bleibt bei der kakhetischen Walnuss-Weizen-Form.

Das Gericht zubereiten

Zutaten

Churchkhela: kakhetische Walnuss-Trauben-Süßigkeit

Walnussschnüre

  • 500 gfrische Walnusshälften
  • 10saubere lebensmittelechte Baumwollfäden, je etwa 30 cm lang

Tatara-Überzug

  • 1 lungesüßter roter Traubensaft, vorzugsweise pasteurisiert
  • 100 ggesiebtes Weizenmehl. Für diese Version wird kein Zucker zugesetzt
Zubereitung

Zubereitung

  1. Walnüsse auffädeln. Mit einer stumpfen Nadel oder einem lebensmittelechten Hilfsmittel etwa 50 g Walnusshälften je Faden auffädeln. An einem Ende eine Aufhängeschlaufe lassen, das andere Ende fest verknoten.

  2. Saft einkochen. Den Traubensaft im schweren Topf aufkochen. Ohne Deckel 25–30 Minuten köcheln lassen, bei Bedarf Schaum abschöpfen, bis etwa 500 ml übrig sind. 100 ml in ein hitzefestes Gefäß geben und lauwarm abkühlen lassen.

  3. Mehl anrühren. Das Mehl mit dem abgekühlten Saft glatt rühren. Die Mischung langsam zurück in den Topf geben und dabei rühren.

  4. Tatara kochen. 8–10 Minuten sanft köcheln lassen und ständig über den Topfboden rühren. Die Masse soll dick und glänzend sein, am Löffel haften und nicht mehr nach rohem Mehl riechen.

  5. Schnüre überziehen. Jeweils eine Walnussschnur eintauchen und drehen, damit sie gleichmäßig überzogen wird. Über dem Topf abtropfen lassen. Aufhängen, bis die Oberfläche klebrig angetrocknet ist, dann insgesamt 2–3 Schichten auftragen. Die Tatara dazwischen auf niedrigster Stufe warm halten.

  6. Trocknen lassen. Schnüre über einem sauberen Blech an einem sauberen, trockenen und gut belüfteten Ort aufhängen, vor Staub und Insekten geschützt. Mindestens 7 Tage trocknen, bei Bedarf länger, bis die Oberfläche trocken und das Innere biegsam ist.

Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Frische Walnüsse verwenden; ranzige Kerne beeinträchtigen den Geschmack. Die Schnüre mit Abstand aufhängen und beim Trocknen nicht aneinanderstoßen lassen. Feuchte Luft verlängert die Trocknung. Klebrige Schnüre nicht luftdicht verpacken. Bei sichtbarem Schimmel oder ungewöhnlichem Geruch die ganze Schnur entsorgen.

Vollständig getrocknete Schnüre einzeln in sauberes Backpapier wickeln, in einen geschlossenen lebensmittelechten Behälter geben und vorsichtshalber im Kühlschrank aufbewahren. Für beste Qualität innerhalb von 2–3 Wochen verbrauchen. Einfrieren ist nicht empfehlenswert, da Kondenswasser den Überzug weich macht. Etwa ein Drittel Schnur pro Portion abschneiden und bei Zimmertemperatur mit Tee servieren.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion, geschätzt

  • Portion: etwa 1/3 Schnur, 35–40 g
  • Energie: etwa 140 kcal
  • Kohlenhydrate: 10 g
  • Eiweiß: 3 g
  • Fett: 11 g
  • Ballaststoffe: 1 g
  • Natrium: etwa 2 mg

Ungefähre Werte anhand allgemeiner Angaben zu Walnüssen, Traubensaft und Weizenmehl. Zuckergehalt des Safts und haftende Überzugsmenge variieren.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Walnüsse (Schalenfrüchte) und Weizen (Gluten). Saubere Geräte und lebensmittelechte Baumwollfäden verwenden. An einem sauberen, trockenen, gut belüfteten Ort trocknen; klebrige Schnüre nicht verpacken. Schimmelige Schnüre vollständig entsorgen.

Woran es gelingt

Woran es gelingt

  • Außen trocken und fest, innen biegsam; die Churchkhela ist weder feucht noch klebrig.
  • Eine kleine Scheibe quer abschneiden, damit die Walnüsse sichtbar sind, und bei Zimmertemperatur zu Tee servieren.