Jacentówer Sauerkrautsuppe (Jacentowski barszcz z kapustą)
Jacentowski barszcz z kapustą ist eine helle, cremige polnische Suppe aus Jacentów in der Region Świętokrzyskie. Sie basiert auf Sauerkraut und geräuchertem Schweinebrühe, dazu kommen Scheiben geräucherter Wurst, Knoblauch und Majoran. Eine Mischung aus saurer Sahne und Mehl gibt ihr eine leichte Bindung. „Barszcz“ bedeutet hier keine rote Rote-Bete-Suppe: Die Jacentówer Variante ist elfenbeinfarben, leicht säuerlich und vom Aroma geräucherten Schweins geprägt.
Der Eintrag des polnischen Landwirtschaftsministeriums für traditionelle Produkte ordnet das Gericht dem Landkreis Opatów am Fuß des Świętokrzyskie-Gebirges zu. Er beschreibt Kohl als wichtiges ländliches Grundnahrungsmittel und Sauerkraut als Basis dieser sättigenden Alltagssuppe. Früher wurde sie mit Knochen gekocht; später kamen Wurst oder Speck hinzu. Zur überlieferten Mahlzeit gehören ein hart gekochtes Ei in der Suppe sowie mehligkochende Kartoffeln mit Grieben als Beilage. Einst war sie ein günstiges, nahrhaftes Frühstück; heute wird sie auch zu größeren Feiern gekocht.
Diese abgewogene Hausversion ergibt sechs Portionen. Sie verwendet geräucherte Schweineknochen, geräucherte Wurst, einen getrockneten Pilz und die traditionelle Bindung aus saurer Sahne und Mehl. Jede Schüssel erhält ein gevierteltes hart gekochtes Ei; Kartoffeln mit knusprigem Speck werden separat serviert. Die Suppe soll hell, cremig und leicht gebunden, aber noch fließfähig sein. Reste rasch kühlen und im Kühlschrank lagern; eine Suppe mit Milchprodukten ist nicht bei Raumtemperatur haltbar.


