Peruanische Nationalgerichte

Inchicapi de gallina

Eine kräftige Suppe aus Henne, gemahlenen Erdnüssen, Maismehl und Yuca, mit Sacha culantro aromatisch abgerundet.

Peruanische Nationalgerichte
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Inchicapi de gallina – Hennensuppe mit Erdnüssen und Yuca
Inchicapi de gallina – Hennensuppe mit Erdnüssen und Yuca
Ergibt 4 große Suppenschalen
Zubereitungszeit 35 Minuten
Garzeit 128 Minuten
Zusätzliche Zeit 0 Minuten
Gesamtzeit 163 Minuten
Überblick

Inchicapi de gallina – Hennensuppe mit Erdnüssen und Yuca

Inchicapi de gallina ist eine gehaltvolle Suppe der peruanischen Amazonas-Küche. Hennenfleisch, Yuca und fein gemahlene geröstete Erdnüsse bilden die Grundlage. Gelbes Maismehl sorgt für zusätzliche Bindung; die Suppe soll sämig sein und dennoch fließen, nicht wie ein Brei im Topf stehen.

Zunächst entsteht aus der Henne eine aromatische Brühe. Zwiebel und Knoblauch werden getrennt sanft angeschwitzt, bevor Yuca darin gar wird. Die Erdnüsse geben Körper und nussiges Aroma ab. Das Maismehl wird mit kaltem Wasser glatt gerührt, damit in der heißen Brühe keine trockenen Klümpchen entstehen.

Zum Schluss wird Sacha culantro untergerührt. Dieses kräftige, großblättrige Kraut ist nicht einfach ein anderer Name für gewöhnlichen Koriander. Die Zubereitung benötigt Geduld beim Rühren, da die Mischung am Topfboden leicht ansetzen kann.

Praxis

Praxis

  • BrüheHenne ausreichend lange sieden und auf mindestens 74 °C prüfen.
  • YucaDie harten Mittelfasern entfernen und das Innere völlig weich kochen.
  • BindungMaismehl kalt anrühren und die Erdnussmasse unter Rühren in die Suppe geben.
Zutaten

Zutaten

Zutaten

  • 900 g rohe Hennenstücke, 4–6 Stücke mit Knochen aus dem Lebensmittelhandel
  • 180 g ungesalzene geröstete Erdnüsse, fein gemahlen, ohne Zuckerzusatz
  • 80 g feines gelbes Maismehl, ungegart, zum Binden
  • 500 g geschälte Yuca, in 3 cm große Stücke geschnitten, holzigen Mittelkern entfernt (nur geprüfte essbare süße Manioksorte)
  • 130 g rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 15 g Knoblauch, zerdrückt
  • 25 g frischer Sacha culantro, gehackt
  • 25 ml Pflanzenöl für die Würzbasis
  • 2400 ml Wasser, 2200 ml für Brühe und 200 ml für die Maismehlsuspension
  • 9 g Salz, davon 6 g für Brühe und 3 g zum Fertigstellen
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hennenbrühe ansetzen.900 g Hennenstücke mit 2200 ml Wasser in einem schweren Suppentopf sanft zum Köcheln bringen. 6 g Salz zugeben, Schaum abschöpfen und bei halb aufgelegtem Deckel etwa 75 Minuten garen, bis sich das Fleisch vom Knochen löst. An der dicksten Stelle mindestens 74 °C messen. Die Brühe duftet kräftig, das Fleisch lässt sich mit einer Gabel ablösen. Rohes Geflügel separat handhaben; nicht allein nach der Fleischfarbe urteilen.

  2. Zwiebel und Knoblauch dünsten.Während die Henne gart, 25 ml Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch bei geringer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten. Die Zwiebel ist glasig, der Knoblauch riecht mild statt bitter und wird nicht braun.

  3. Yuca in der Brühe garen.Die 500 g geschälte Yuca ohne holzige Mitte und das gedünstete Gemüse in den Suppentopf geben. Etwa 25 Minuten sieden, dabei genug Brühe über den Zutaten halten. Die Yuca ist durch und durch weich; ein Messer gleitet hinein, ohne auf eine harte oder kreidige Mitte zu stoßen. Niemals rohe Yuca probieren.

  4. Erdnuss-Mais-Bindung anrühren.Geröstete Erdnüsse zu feinem Mehl mahlen. 80 g Maismehl mit den restlichen 200 ml kaltem Wasser klümpchenfrei verquirlen und die gemahlenen Erdnüsse unterrühren. Mischung schrittweise unter ständigem Rühren in die köchelnde Suppe geben. Keine trockenen Mehlinseln zurücklassen.

  5. Suppe sämig köcheln.Weitere 20 Minuten sanft kochen und häufig bis zum Topfboden rühren. In den letzten 3 Minuten die übrigen 3 g Salz und gehackten Sacha culantro zugeben. Die Suppe läuft dickflüssig von der Kelle, bleibt aber gießbar und duftet frisch nach Kräutern. Erdnüsse und rohes Maismehl vollständig durcherhitzen.

  6. Mit Henne servieren.Suppe auf vier große Schalen verteilen, dabei jede mit Henne, Yuca und gebundener Brühe versehen. Lose Knochen vor allem aus kleineren Portionen entfernen. Die Erdnussbrühe ist gleichmäßig, mit sichtbaren weichen Yuca-Stücken. Heiß servieren und Reste innerhalb von zwei Stunden flach gekühlt lagern.

Praxis

Praxis

Praktische Hinweise

Maisstärke bindet während des Köchelns weiter. Regelmäßig vom Topfboden rühren, damit Erdnusspartikel nicht festbrennen. Wird die Suppe beim Stehen besonders dick, besser zügig servieren statt ungemessene Flüssigkeit zuzugeben. Sacha culantro besitzt ein intensiveres, eigenständiges Aroma als gewöhnliches Koriandergrün. Letzteres verändert den Geschmack. Ein junges Hähnchen kann eine Henne ersetzen; es gart schneller und ergibt eine leichtere Brühe. Restliche Suppe in flachen Portionen schnell kühlen, im Kühlschrank bis zu 3–4 Tage lagern und unter gründlichem Rühren bis mindestens 74 °C wieder erhitzen, damit auch die dicke Mitte heiß wird. Ersatzzutaten und ihre Auswirkungen Junges Brathähnchen ist statt ausgewachsener Henne möglich; die erste Garzeit wird kürzer und die Brühe weniger kräftig, die sichere Kerntemperatur bleibt 74 °C.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Suppe ist klumpigMaismehl wurde trocken eingerührt. Es zunächst mit den abgemessenen 200 ml kaltem Wasser verrühren.
  • Boden setzt anErdnüsse und Stärke sinken ab. Hitze klein halten und bis zum Topfboden rühren.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 Schale mit 1 Hennenportion
  • Kalorien750 kcal
  • Kohlenhydrate64 g
  • Eiweiß49 g
  • Fett33 g
  • Ballaststoffe7 g
  • Natrium965 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Erdnüsse. Bei gekauften gemahlenen Nüssen auf mögliche weitere Allergene achten. Henne auf 74 °C garen, Yuca durchkochen und die dicke Suppe nicht längere Zeit lauwarm stehen lassen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Dichte Erdnuss-Mais-Suppe mit zarter Henne, Yuca und dem markanten Aroma von Sacha culantro.
  • Entscheidend: Bindemittel klümpchenfrei einrühren, am Topfboden bewegen und Geflügel ausreichend garen.