Über das Gericht Hähnchen mit megrelischer Ajika
Ofen gebackene Hähnchenoberkeulen mit frischer Paprika-Kräuter-Paste aus Samegrelo
Entbeinte Hähnchenoberkeulen werden mit einer frisch gemixten, groben Ajika-Paste aus süßer Paprika, Chili, Knoblauch, Kräutern und georgischen Gewürzen gebacken. Diese abgewogene Haushaltsversion ist zum sofortigen Garen gedacht. Sie beansprucht keine einzige verbindliche Regionalrezeptur; die frische Paste ist nicht haltbar gemacht.
Ajika ist eine kräftig gewürzte Chilipaste, die mit Westgeorgien, besonders Samegrelo und Abchasien, verbunden ist. Zutaten und Schärfe unterscheiden sich je nach Haushalt und Variante. Paprika, Knoblauch, Salz und Gewürze bilden die Grundlage; manche Zubereitungen enthalten auch Kräuter, Nüsse oder Samen. Regionale Quellen beschreiben Ajika als Begleiter zu Fleisch und nennen ihren Einsatz in Hähnchengerichten. Dieses Rezept verwendet die Aromen als Würzschicht für Ofenhähnchen. Die genauen Mengen und die Zubereitung im Ofen sind jedoch eine praktische Haushaltsinterpretation und keine belegte, allein gültige Traditionsformel.
Die Paste wird unmittelbar vor dem Gebrauch aus roter Gemüsepaprika, roter Chili, Knoblauch, Salz, Koriandergrün, Petersilie, gemahlenem Koriander und blauem Bockshornklee hergestellt. Sie soll feucht und grob bleiben, damit sie am Fleisch haftet. Die Chilisamen bleiben für eine mittlere Schärfe darin; wer es milder mag, entfernt sie, lässt aber die gewogene Chilimenge gleich. Für weniger Schärfe und Würze die Chili durch dieselbe Menge Gemüsepaprika ersetzen.
Das Gericht ist weder Hähnchen Tabaka, das meist flach gedrückt und unter einem Gewicht gebraten wird, noch Chakhokhbili, ein eigenständiger Hähnchenschmortopf. Hier wird das Fleisch einfach mit Ajika im megrelischen Stil gebacken. Da die Paste frisch und nicht konserviert ist, erst kurz vor dem Marinieren zubereiten, das Hähnchen kühlen und zeitnah garen.



