Rogal świętomarciński: polnische Weißmohnhörnchen
Diese großen Hörnchen verbinden einen gefalteten Hefeteig mit einer reichhaltigen Füllung aus weißem Mohn, Rosinen, Orangeat und Nüssen. Ein dünner Zitronenguss und gehackte Mandeln bilden den Abschluss. Das Rezept ergibt acht große Stücke. Mehrere Ruhezeiten halten den Teig kühl und helfen, die Schichten zu bewahren.
Rogal świętomarciński gehört zu Poznań und zum Martinstag am 11. November. In der Europäischen Union ist der Name als geografische Angabe geschützt und gilt für Gebäck, das nach einer festgelegten Spezifikation in einem bestimmten Gebiet der Woiwodschaft Großpolen hergestellt wird. Diese Haushaltsversion greift die typischen Merkmale auf — Weißmohnfüllung, Halbmondform, Guss und Mandeln — ist aber kein zertifiziertes Produkt mit geschützter geografischer Angabe.
Eine lokale Überlieferung verbindet den wohltätigen Brauch mit einem Bäcker, der nach einer Predigt im Jahr 1891 begonnen haben soll, die Hörnchen zu backen und zu verschenken. In Poznań wird die Geschichte oft erzählt; sie sollte jedoch als örtliche Tradition und nicht als zweifelsfrei belegte Historie dargestellt werden. Zu Hause ist das Ziel eine knusprige Außenseite mit weicher, duftender Füllung. Lass den Mohn gut abtropfen, kühle die Füllung, bis sie fest ist, und lege den Teig zurück in den Kühlschrank, sobald er weich wird.


