Peruanische Nationalgerichte

Malaya frita

Rinderflanke wird sanft weich gekocht, mit Ají panca gewürzt und anschließend knusprig angebraten; dazu kommt vollständig gegarte Yuca.

Peruanische Nationalgerichte
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Malaya frita: erst gekochtes, dann gebratenes Rindfleisch
Malaya frita: erst gekochtes, dann gebratenes Rindfleisch
Ergibt 4 Portionen
Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit 130 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 15 Minuten
Gesamtzeit 175 Minuten
Überblick

Malaya frita: erst gekochtes, dann gebratenes Rindfleisch

Malaya frita, auch Malaya dorada genannt, wird mit der Küche von Arequipa verbunden. Malaya bezeichnet ein relativ zähes Stück aus dem Bauch- oder Flankenbereich des Rinds. Deshalb wird es zunächst schonend gekocht, bis das Bindegewebe weich ist.

Erst danach wird das Fleisch in Scheiben geschnitten, mit Ají panca und Knoblauch gewürzt und kurz angebraten. Diese zwei Garschritte schaffen einen Gegensatz zwischen zartem Fleisch und leicht knuspriger Oberfläche. Ein rohes, zähes Fleischstück nur wie ein Steak kurz anzubraten, wäre etwas anderes.

Als Beilage kommen andernorts auch Kartoffeln, Reis oder Salsa criolla infrage. Hier wird vollständig gekochte Yuca serviert. Die Maniokwurzel muss komplett geschält, vom holzigen Kern befreit und durchgegart sein, bevor sie auf den Teller kommt.

Zutaten

Zutaten

Rindfleisch und Kochgemüse

  • 1000 g Rindermalaya oder ausgelöste Rinderflanke bzw. Rinderbauch, äußeres überschüssiges Fett entfernt
  • 120 g rote Zwiebel, geviertelt
  • 120 g Karotte, grob geschnitten
  • 60 g Staudensellerie, geschnitten
  • 10 g Knoblauch, zerdrückt
  • 1800 ml Wasser zum Schmoren des Rindfleischs
  • 4 g feines Salz, davon 2 g für den Kochsud und 2 g zum Würzen

Würzpaste und Braten

  • 50 g Ají-panca-Paste
  • 10 g Knoblauch, fein zerdrückt
  • 15 ml Rotweinessig
  • 2 g gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 g getrockneter Oregano
  • 30 ml Pflanzenöl zum Braten in wenig Fett

Beilage

  • 700 g Yuca (Maniok), vollständig geschält, holzigen Kern entfernt, in Stücken
  • 1200 ml Wasser zum Kochen des Manioks, danach wegschütten
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Rindfleisch im Sud erhitzen.Die 1000 g Rindfleisch mit 1800 ml Wasser, Zwiebel, Karotte, Sellerie, 10 g zerdrücktem Knoblauch und 2 g Salz in einen schweren Topf geben und langsam erhitzen. Das Fleisch soll unter Wasser liegen; an der Oberfläche dürfen nur vereinzelte kleine Blasen aufsteigen.

  2. Malaya zart köcheln lassen.Den Topf abdecken und das Fleisch bei niedriger Hitze 85 Minuten leise köcheln lassen. Aus dem Sud nehmen, sobald eine Gabel mit wenig Widerstand eindringt. Das Bindegewebe soll weich sein; das Fleisch lässt sich in Scheiben schneiden, ohne auseinanderzufallen.

  3. Yuca vollständig durchkochen.Währenddessen die vollständig geschälte und vom holzigen Kern befreite Yuca in einem zweiten Topf mit 1200 ml Wasser 25 Minuten kochen und sorgfältig abgießen. Die Stücke sollen leicht aufbrechen und bis ins Innere weich sein, ohne festen Kern.

  4. Fleisch würzen und kühlen.In einer Schüssel 50 g Ají-panca-Paste, die übrigen 10 g Knoblauch, 15 ml Essig, 2 g Kreuzkümmel, 2 g Oregano und die übrigen 2 g Salz verrühren. Das noch warme, in Scheiben geschnittene Fleisch rundherum damit bestreichen, abdecken und 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Die Oberfläche soll gleichmäßig ziegelrot überzogen sein, ohne dass sich Marinade ansammelt.

  5. Fleisch portionsweise braten.30 ml Öl in einer großen schweren Pfanne auf mittelhoher Stufe erhitzen. Das gewürzte Fleisch in zwei Durchgängen insgesamt 6 Minuten wenden und anbraten, bis knusprige Ränder entstehen; mit der heißen, gegarten Yuca servieren. Außen sollen gebräunte, knusprige Stellen zu sehen sein, innen bleibt das bereits durchgegarte Fleisch zart.

  6. Portionen kontrollieren und servieren.Fleisch und Yuca gleichmäßig auf vier Teller verteilen, ohne den Kochsud darüberzugießen. Jede Portion muss innen zartes Rindfleisch mit gebräunten Rändern und vollständig weiche Yuca enthalten.

Praxis

Praxis

Praktische Hinweise

Malaya oder ein ähnlich faseriges Stück Rindfleisch wählen, das von langem, sanftem Garen profitiert; ein bereits zartes Steak ist kein entsprechender Ersatz. Bei ruhigem Köcheln bleibt das Fleisch besser in Scheiben schneidbar als bei stark sprudelndem Wasser. Yuca ist nicht einfach eine austauschbare Variante roher weißer Kartoffeln. Essbaren Maniok kaufen, vollständig schälen, den holzigen Kern entfernen und weich kochen. Roh darf Yuca keinesfalls gegessen werden. Übriges gegartes Rindfleisch rasch in einem flachen Behälter auf höchstens 4 °C abkühlen und 3–4 Tage kühlen. Rindfleisch und gekochte Yuca vor erneutem Servieren durchgehend auf 74 °C erwärmen.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Das Fleisch bleibt zäh.Das sanfte Köcheln wurde beendet, bevor das Bindegewebe weich war. Weiter leise garen, bis eine Gabel leicht eindringt.
  • Die Oberfläche bleibt feucht statt knusprig.Das gekochte Fleisch war nicht ausreichend abgetropft oder die Pfanne zu voll. Vor dem Braten trocken tupfen und portionsweise arbeiten.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 4 Portionen Rindfleisch mit Yuca
  • Kalorien760 kcal
  • Kohlenhydrate63 g
  • Eiweiß48 g
  • Fett34 g
  • Ballaststoffe5 g
  • Natrium690 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Die aufgeführten unverarbeiteten Zutaten enthalten keine typischen Hauptallergene; dennoch die Ají-Paste auf deklarierte Allergene prüfen. Rohes Rindfleisch nicht abwaschen. Es wird bereits beim Köcheln vollständig gegart. Yuca muss geschält, vom Kern befreit und komplett gekocht sein; Kochwasser entsorgen und rohen Maniok niemals probieren.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Zartes Rindfleisch mit knusprigen Rändern und vollständig gekochter Yuca.
  • Wichtigster Handgriff: Das Fleisch vor dem kurzen Anbraten so lange köcheln lassen, bis es sich leicht mit der Gabel einstechen lässt.