Kolumbianische Nationalgerichte

Sancocho de gallina oder Rinderrippen aus San Luis de Palenque

Koche Sancocho de gallina aus Casanare mit Maniok, grüner Kochbanane, Papa Pastusa, Ahuyama und Topocho in kräftiger Brühe.

Kolumbianische Nationalgerichte
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Eine große Schale Llanos-Hühnersuppe auf einem rustikalen Landtisch.
Ergibt 8 Portionen
Aktive Vorbereitungszeit etwa 35 Minuten
Passive Vorbereitungszeit keine
Garzeit etwa 2 Stunden; die Zartheit des Fleisches entscheidet über das Ende
Gesamtzeit etwa 2 Stunden 35 Minuten
Überblick

Sancocho de gallina oder Rinderrippen aus San Luis de Palenque

Das Verzeichnis traditioneller Gerichte des kolumbianischen Kulturministeriums führt für San Luis de Palenque einen Sancocho mit Huhn oder Rinderrippen auf. Die dort genannte Gemüseauswahl prägt diese Variante: grüne Kochbanane, Maniok, Papa Pastusa, Ahuyama und Topocho. Auch ein regionaler Casanare-Tourismuseintrag nennt Sancocho de gallina criolla als Gericht des Ortes. Das Verzeichnis liefert weder Mengen noch eine vollständige Anleitung. Das folgende Rezept ist daher eine praktische Anpassung für den Haushalt und gibt nicht vor, die einzige überlieferte Familienformel wiederzugeben.

Wähle für den Topf nur eine Fleischsorte. Eine ausgewachsene Henne gibt der Brühe beim langen Garen viel Geschmack und bildet die Grundlage der Nährwertschätzung. Rinderrippen sind eine dokumentierte Alternative, brauchen aber eine eigene Garzeit und haben ein anderes Nährwertprofil. Gare beide Fleischsorten nicht zusammen: Garzeit und Brühe unterscheiden sich.

Schneide das Gemüse in große Stücke und gib es gestaffelt in den Topf. Maniok, grüne Kochbanane und Topocho brauchen meist länger; Papa Pastusa und Ahuyama werden schneller weich und kommen später hinzu. Sanftes Köcheln hilft, die Stücke ganz zu halten und ergibt eine gut schöpfbare Brühe. Jede Portion sollte Fleisch, mehrere Gemüsesorten und ausreichend Brühe enthalten.

Zutaten

Zutaten

Fleisch — eine Variante wählen

  • 2,2 kg Gallina criolla mit Knochen, geputzt und in große Stücke geteilt
  • Oder 2,0 kg Rinderrippen mit Knochen statt des Huhns; die separate Garzeit unten beachten

Gemüse und Brühe

  • 650 g Maniok, geschält und in 5 cm große Stücke geschnitten
  • 2 mittelgroße grüne Kochbananen (etwa 600 g geschält), in dicke Stücke geschnitten
  • 500 g Papa Pastusa, geschält und geviertelt
  • 500 g geschältes Ahuyama-Fruchtfleisch, grob gewürfelt
  • 2 mittelgroße, feste grüne Topochos (etwa 400 g geschält), in dicke Stücke geschnitten
  • 180 g Frühlingszwiebeln, geputzt und geteilt
  • 6 Knoblauchzehen, leicht angedrückt
  • 20 g Koriander, Stiele und Blätter getrennt
  • 14 g feines Salz für den Anfang, danach nach Geschmack
  • 2 g gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 g gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 4,5 L Wasser, bei Bedarf zusätzlich heißes Wasser

Zum Servieren

  • Limettenspalten, optional
  • Avocado, optional
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fleisch und Aromaten vorbereiten Lass das rohe Fleisch bis zum Kochen gekühlt. Wasche rohes Geflügel nicht. Tupfe die Henne trocken und reibe sie mit etwa der Hälfte des abgemessenen Salzes ein. Tupfe auch die Rippen trocken, falls du sie verwendest. Lass die Hälfte der Frühlingszwiebeln in langen Stücken für die Brühe und hacke den Rest fein für den Schluss. Trenne die Korianderstiele von den Blättern.

  2. Fleisch fast weich garen Gib das gewählte Fleisch mit Wasser, den langen Frühlingszwiebelstücken, Knoblauch, Korianderstielen, Kreuzkümmel, Pfeffer und dem restlichen Anfangssalz in den Topf. Erhitze alles bis kurz vor dem Kochen, schöpfe Schaum ab, reduziere dann die Hitze und lass es mit leicht aufgelegtem Deckel sanft köcheln. Gare die Henne etwa 75–100 Minuten, je nach Alter und Größe. Rinderrippen brauchen meist etwa 90–120 Minuten. Gieße heißes Wasser nach, wenn das Fleisch nicht mehr größtenteils bedeckt ist. Bevor das Gemüse dazukommt, sollte die Henne anfangen weich zu werden; die Rippen sollten sich einer zarten Konsistenz nähern.

  3. Festes Gemüse hinzufügen Gib Maniok, grüne Kochbanane und Topocho dazu. Lass alles etwa 15 Minuten sanft köcheln, ohne stark aufzubrausen. Das Gemüse soll anfangen weich zu werden, in der Mitte beim Einstechen mit einem Messer aber noch etwas Widerstand haben.

  4. Mit Kartoffeln und Ahuyama fertig garen Füge Papa Pastusa und Ahuyama hinzu. Koche alles 20–25 Minuten, bis Maniok und Kartoffeln weich sind und eine Gabel in den Kürbis gleitet, die großen Stücke aber ihre Form behalten. Prüfe das Fleisch: Die dickste Stelle der Henne muss mindestens 74°C erreichen; die Thermometersonde darf dabei keinen Knochen berühren. Rinderrippen müssen vollständig gar und zart sein. Brauchen sie länger, nimm das fertige Gemüse heraus, gare die Rippen weiter und gib das Gemüse anschließend zum Erwärmen zurück. Schmecke die Brühe ab und salze bei Bedarf nach.

  5. Fertigstellen und servieren Entferne nach Wunsch die langen Frühlingszwiebelstücke und Korianderstiele. Rühre die gehackten Frühlingszwiebeln und Korianderblätter ein. Gib in jede Schüssel ein großzügiges Stück des gewählten Fleisches, mehrere Gemüsesorten und reichlich Brühe. Limette und Avocado separat dazu reichen.

Praktische Hinweise

Praxis

Kurzbeschreibung

Herzhafte Suppe aus den kolumbianischen Llanos mit Huhn, Maniok, grüner Kochbanane, Kartoffeln, Kürbis und Topocho.

Über das Gericht

Dieser Sancocho aus Casanare verbindet langsam gegartes Huhn mit fünf grob geschnittenen Gemüsesorten. Das Verzeichnis traditioneller Gerichte des kolumbianischen Kulturministeriums nennt für San Luis de Palenque zwei Fleischvarianten: Huhn oder Rinderrippen. Dazu gehören grüne Kochbanane, Maniok, Papa Pastusa, Ahuyama und Topocho. Dieses Rezept beschreibt die Huhnvariante vollständig und erklärt die Garzeit für Rinderrippen gesondert.

Praktische Hinweise

Huhn oder Rippen wählen Der Name spiegelt die beiden Fleischsorten im kommunalen Verzeichnis wider. Das vollständige Rezept und die Nährwerte beziehen sich auf die Huhnvariante. Eine ausgewachsene Gallina criolla kann länger brauchen als ein junges Huhn; entscheide nach Zartheit und Thermometer, nicht nur nach der Uhr. Für die Rippenvariante bleiben Aromaten und Gemüsemengen gleich, aber gare die Rippen erst zart, bevor das Gemüse dazukommt. Die Brühe wird kräftiger und die Nährwerte ändern sich. Gemüse ganz halten Große, ähnlich dicke Stücke garen gleichmäßiger. Gib zuerst Maniok, grüne Kochbanane und Topocho in den Topf, Kartoffeln und Ahuyama später. Bei starkem Kochen können weichere Gemüse zerfallen, bevor das Fleisch gar ist. Halte heißes Wasser bereit, damit du den Flüssigkeitsstand auffüllen kannst, ohne das Köcheln zu unterbrechen. Servieren und aufbewahren Serviere den Sancocho als vollständige Mahlzeit. Reis oder andere Beilagen separat anbieten. Fülle Reste in flache Behälter und stelle sie innerhalb von 2 Stunden kalt. Bei höchstens 4°C aufbewahren und innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen. Beim Aufwärmen überall dampfend heiß und mindestens 74°C erreichen. Entferne Knochen sorgfältig, bevor du eine Kinderportion aufbewahrst.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Die angegebene Rezeptur enthält bewusst keine Hauptallergene. Prüfe verpackte Würzmischungen und Beilagen und vermeide Kreuzkontakt. Lebensmittelsicherheit: Rohes Fleisch bei höchstens 4°C lagern und von verzehrfertigen Lebensmitteln trennen. Rohes Geflügel nicht waschen. Die dickste Stelle der Henne auf mindestens 74°C garen. Reste innerhalb von 2 Stunden in flachen Behältern kühlen, bei höchstens 4°C 3–4 Tage lagern und auf 74°C erhitzen. Rinderrippen sind eine eigene Variante: vollständig zart garen und die Temperatur mit einem Thermometer prüfen.

Zum Schluss

Beim Servieren: Jede Schüssel mit Fleisch, einer Mischung der fünf Gemüsesorten und ausreichend Brühe füllen. Für die richtige Konsistenz: Erst das gewählte Fleisch weich garen, dann feste Wurzeln und Kochbanane zugeben und mit Papa Pastusa und Ahuyama abschließen.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße: ein Achtel der Huhnvariante mit Gemüse und Brühe; Beilagen ausgeschlossen
  • Energie: etwa 615 kcal
  • Kohlenhydrate: etwa 76 g
  • Eiweiß: etwa 38 g
  • Fett: etwa 15 g
  • Ballaststoffe: etwa 9 g
  • Natrium: etwa 730 mg