Brioche parisienne (Brioche à tête) für eine 18-cm-Form
Die Brioche parisienne ist an ihrem geriffelten Körper und dem kleineren oberen Knopf zu erkennen, der als „tête“ bezeichnet wird. Diese Form ist nicht nur dekorativ: Sie zeigt auch, ob der Teig genügend Spannung besitzt, um den hohen Butteranteil zu tragen. Das fertige Gebäck soll eine dünne, kräftig goldbraune Kruste und eine zarte, faserig auseinanderziehbare Krume haben, nicht die kompakte Struktur eines Kuchens. Die 18-cm-Form legt hier Teigmenge, Garehöhe und Backzeit fest.
Der Teig basiert auf kräftigem Weizenmehl, viel Vollei und etwas mehr als der halben Mehlmenge an Butter. Deshalb ist die Reihenfolge beim Kneten entscheidend. Zuerst muss sich ein belastbares Glutengerüst entwickeln; erst danach wird die Butter vollständig aufgenommen. Eine Endteigtemperatur von etwa 24 °C hält die Butter geschmeidig, ohne sie in einen fettigen Film schmelzen zu lassen. Auf eine kurze erste Gare folgt die lange Kühlung bei 4 °C, die das Fett festigt und den Teig für die präzise Formgebung stabilisiert.
Der Kopf bleibt durch die Formtechnik in der Mitte. Etwa ein Fünftel des kalten Teigs wird birnenförmig mit einem schmalen Hals geformt. Das größere Stück wird straff rundgewirkt, tief in der Mitte geöffnet und der schmale Hals des Kopfes weit in diese Öffnung gedrückt. Bei der anschließenden Gare bei 25 °C kann der Teig aufgehen, ohne dass die Butter zu weich wird. Gebacken wird erst, wenn der Kopf klar erkennbar bleibt und der Körper fast bis an den oberen Rand der Form gestiegen ist.


