Vietnamesische Nationalgerichte

Gà đốt Ô Thum

Kurzbeschreibung: Ein ganzes Hähnchen gart auf Zitronengras und lá-chúc-Blättern im fest verschlossenen Topf. Zum Schluss wird die Haut gebräunt; dazu gibt es einen Zitrus-Salz-Dip.

Vietnamesische Nationalgerichte
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Weiter Blick auf ein goldbraunes ganzes Hähnchen im offenen schweren Topf auf Zitronengras und Zitrusblättern, dazu Dip, Gurke und grüner Hintergrund am Wasser.
Eine Tischszene aus An Giang mit Gà đốt Ô Thum.
Ergibt 4 Portionen
Garzeit etwa 75 Minuten
Ruhe- und Wartezeit 45 Minuten
Gesamtzeit etwa 2 Stunden 25 Minuten
Kalorien pro Portion etwa 510 kcal
Überblick

Gà đốt Ô Thum

Gà đốt Ô Thum wird mit Ô Thum und Tri Tôn in der vietnamesischen Provinz An Giang verbunden. Ein ganzes Hähnchen gart in einem schweren, geschlossenen Topf auf Zitronengras und lá chúc, einem aromatischen Zitrusblatt aus der Region. Der Deckel hält Dampf und Fleischsaft im Topf; kurzes Grillen am Ende bräunt die Haut.

Restaurants verwenden unterschiedliche Marinaden, Töpfe und Feuer. Diese Zubereitung für die heimische Küche bewahrt das Garen im geschlossenen Topf und die regionalen Aromen; ein Thermometer zeigt zuverlässig an, wann das Hähnchen gar ist. Es ist eine praktische Hausversion und kein Anspruch auf ein einziges Rezept oder eine zweifelsfreie Herkunft. Lá chúc hat ein eigenes Aroma. Falls es nicht erhältlich ist, eignen sich Makrut-Limettenblätter oder etwas Limettenabrieb als Ersatz, schmecken aber anders.

Praxis

Praxis

  • Tipps für gutes GelingenWähle ein 1,3–1,8 kg schweres Hähnchen, das mit der Brust nach oben in einen schweren Topf mit 5–6 l Fassungsvermögen passt. Entferne die Innereien und fülle die Höhlung nicht. Mariniere das Hähnchen im Kühlschrank. Halte Brett, Hände und Fleischsaft des rohen Geflügels von Gurke und Kräutern fern. Drücke das Zitronengras für den Topfboden leicht an. Nach dem anfänglichen Erhitzen bei niedriger Hitze mit geschlossenem Deckel garen. Prüfe Schenkel, Flügel und die dickste Stelle der Brust mit dem Thermometer. Goldbraune Haut oder klarer Fleischsaft ersetzen die Temperaturmessung nicht. Behalte das Hähnchen unter dem Grill die ganze Zeit im Blick; die Haut kann schnell dunkel werden.
Zutaten

Zutaten

Hähnchen und Marinade

  • 1 ganzes Hähnchen, 1,5 kg, ohne Innereien und trocken getupft
  • 30 g Zitronengras, fein gehackt
  • 20 g Knoblauch, fein gehackt
  • 8 g rote Chili, gehackt
  • 8 lá-chúc-Blätter, fein geschnitten
  • 20 ml Fischsauce
  • 4 g feines Salz
  • 6 g Zucker
  • 2 g gemahlener schwarzer Pfeffer

Aromatischer Topfboden und Finish

  • 30 g Zitronengras, angedrückt
  • 10 g Knoblauch, leicht zerdrückt
  • 6 lá-chúc-Blätter, zerrissen
  • 15 ml neutrales Öl
  • Bis zu 60 ml trinkbares heißes Wasser, nur bei Bedarf gegen Ansetzen

Zitrus-Salz-Dip und Beilage

  • 4 lá-chúc-Blätter, fein geschnitten
  • 2 g feines Salz
  • 2 g rote Chili, gehackt, oder nach Geschmack
  • Saft von 1 chúc-Frucht oder Limette, etwa 30 ml
  • 250 g Gurke, gewaschen und in Stifte geschnitten
  • 50 g frische Kräuter, etwa Koriander und Minze, gewaschen und trocken geschüttelt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Marinade anrühren. Die abgemessenen Mengen Zitronengras, Knoblauch, Chili und 8 lá-chúc-Blätter fein hacken. Mit Fischsauce, 4 g Salz, Zucker und schwarzem Pfeffer zu einer groben Paste verrühren.

  2. Hähnchen würzen und kühlen. Die Paste außen, in der leeren Höhlung und, soweit möglich, unter der Brust- und Schenkelhaut verteilen. Abdecken und 45 Minuten bei höchstens 4 °C im Kühlschrank marinieren. Das Hähnchen nicht füllen.

  3. Dip zubereiten. Die übrigen 4 Blätter mit 2 g Salz zerstoßen. Saft der chúc-Frucht oder Limette und die restliche gehackte Chili einrühren. Abdecken und kalt stellen.

  4. Aromabett anlegen. Die übrigen 30 g Zitronengras andrücken. Mit dem zerdrückten Knoblauch und den 6 zerrissenen Blättern in einen schweren 5–6-l-Topf geben. Das Hähnchen mit der Brust nach oben daraufsetzen und die Haut mit 15 ml Öl bestreichen. Zunächst kein Wasser zugeben. Droht der Topfboden anzusetzen, bevor das Hähnchen Saft abgibt, bis zu 60 ml heißes Wasser am Rand entlang zugießen.

  5. Zugedeckt garen. Den Deckel dicht schließen. Bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten erwärmen, damit Dampf entsteht, dann die Hitze reduzieren. Weitere etwa 45–55 Minuten bei leisem Zischen garen, ohne dass Rauch entsteht. Nach insgesamt 50 Minuten mit dem Prüfen beginnen; je nach Hähnchen und Herd kann das Garen mit Deckel etwa 70 Minuten dauern.

  6. Temperatur prüfen, ruhen lassen und bräunen. Das Thermometer ohne Knochenkontakt in die innerste Stelle von Schenkel und Flügel sowie in die dickste Stelle der Brust stecken. Jede Stelle muss 74 °C erreichen. Ist eine Stelle kühler, zugedeckt in 5–10-Minuten-Schritten weitergaren und erneut messen. Das Hähnchen auf ein Blech legen und 10 Minuten ruhen lassen. Für knusprige Haut 3–5 Minuten bei starker Grillhitze bräunen und dabei ununterbrochen beobachten.

  7. Servieren. Das Hähnchen tranchieren oder zerpflücken und mit Zitrus-Salz-Dip, Gurke und Kräutern servieren. Heiße Speisen bei mindestens 60 °C halten oder Reste wie unten beschrieben rasch kühlen.

Praxis

Praxis

Praktische Hinweise

Die genaue Garzeit hängt von Hähnchen, Topf und Herd ab. Entscheidend ist die Temperatur, nicht allein die Uhr. Marinade, die rohes Hähnchen berührt hat, von verzehrfertigem Gemüse fernhalten und entsorgen. Gekochter Reis passt als zusätzliche Beilage, ist aber nicht in Menge oder Nährwertberechnung enthalten.

Problemlösung

Der Topf raucht oder riecht angebrannt: Hitze reduzieren. Hat das Hähnchen noch keinen Saft abgegeben, bis zu 60 ml heißes Wasser am Rand zugießen. Das Hähnchen ist noch nicht heiß genug: Zugedeckt in 5–10-Minuten-Schritten weitergaren und alle drei Stellen erneut messen. Die Haut bleibt blass: Vor dem Garen trocken tupfen und zum Schluss kurz unter dem Grill bräunen; dabei dabeibleiben. Lá chúc ist nicht erhältlich: Makrut-Limettenblätter oder etwas Limettenabrieb verwenden; das Aroma ist anders.

Lebensmittelsicherheit

Rohes Hähnchen einschließlich der 45-minütigen Marinierzeit bei höchstens 4 °C lagern. Nach Kontakt mit rohem Geflügel Hände, Geräte und Flächen reinigen. Ohne Knochenkontakt an der innersten Stelle von Schenkel und Flügel sowie an der dicksten Stelle der Brust messen; alle Stellen müssen 74 °C erreichen. Reste in flache Behälter füllen und innerhalb von 2 Stunden kühlen, bei Raumtemperatur über 32 °C innerhalb von 1 Stunde. Bei höchstens 4 °C bis zu 3 Tage aufbewahren und auf 74 °C erhitzen.

Häufige Fragen

Kann ich ein kleineres Hähnchen verwenden? Ja, es kann schneller garen. Beginne früher mit dem Messen und prüfe dieselben drei Stellen. Geht es ohne Gusseisentopf? Ein schwerer Tontopf mit dichtem Deckel eignet sich, wenn er für den Herd zugelassen ist. Kein dekoratives Gefäß verwenden. Kann ich das Hähnchen über Nacht marinieren? Ja, abgedeckt im Kühlschrank; anschließend innerhalb der sicheren Kühllagerzeit garen. Kann ich die Marinade als Dip servieren? Nein. Den Dip zum Servieren von rohem Hähnchen und dessen Marinade getrennt halten.

Nährwerte pro Portion (Schätzung)

Nährwerte pro Portion (Schätzung)

  • PortionsgrößeEin Viertel des Hähnchens mit etwas Haut und anhaftender Marinade sowie Gurke, Kräutern und Dip
  • Kalorien510 kcal
  • Kohlenhydrate5 g
  • Eiweiß53 g
  • Fett30 g
  • Ballaststoffe1 g
  • Natrium1.000 mg
Allergene

Allergene

Enthält Fisch aus der Fischsauce. Verpackungsangaben auf weitere Allergene und mögliche Kreuzkontakte prüfen.

Zum Schluss

Zum Schluss

  • Das Hähnchen während des Marinierens kalt halten und die Höhlung leer lassen.
  • Den Garzustand mit dem Thermometer prüfen, nicht nur anhand der Hautfarbe oder einer festen Zeit.