Cremiger Kokosreis mit Piacuil (Arroz atollado de piacuil)
Ein Gericht aus Guapi im Departamento Cauca: Kokosreis mit Mangrovenschnecken und Gartenkräutern, kalt serviert mit Kochbanane.
In Guapi an der kolumbianischen Pazifikküste wird eine kleine Mangrovenschnecke gesammelt und gegessen, die vor Ort piacuil heißt. Das Kochbuch des Kulturministeriums zu Guapi kombiniert sie mit Reis, Kokosnuss, Achiote und Kräutern aus den erhöhten Küchengärten, den azoteas. Das regionale Rezeptverzeichnis beschreibt den Kokosreis als kaltes Gericht mit Kochbanane oder Banane. Der lokale Name bleibt erhalten; eine einzelne Art wird nicht behauptet.
Das Ausgangsrezept misst die Schnecken in „mates“, einem nicht näher definierten Haushaltsmaß. Auch genaue Gewichte für Kräuter und Kokosflüssigkeit fehlen. Diese haushaltstaugliche Fassung setzt für vier Portionen 500 g lebende Piacuil im Gehäuse an; die Menge des ausgelösten Fleisches hängt von der Größe ab. Kaufen Sie die Schnecken nur bei einem zugelassenen Händler mit nachvollziehbarer Herkunft. Das Pfund Reis aus der Quelle ist in 454 g umgerechnet.
Zuerst werden die Schnecken separat gegart und ausgelöst, anschließend kocht der Reis mit Kräutern und Achiote. Die Kokosnuss wird zweimal ausgepresst: Die dünnere Milch hält den Reis feucht, die dickere kommt zum Schluss dazu. Das Ergebnis soll weich, saftig und gebunden sein. Es wird kalt gegessen, muss aber rasch gekühlt werden; gekochten Reis nicht auf der Arbeitsfläche abkühlen lassen.


