Französische Nationalgerichte

Hochepot flamand

Ein französisch-flämischer Eintopf aus Rind, Schwein, Hähnchen und Wintergemüse, dessen Zutaten gestaffelt leise köcheln, damit jedes Fleischstück zart wird und das Gemüse in der Brühe erkennbar bleibt.

Französische Nationalgerichte
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Hochepot flamand — in einer Schüssel angerichtet
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Garzeit 155 Minuten
Gesamtzeit 185 Minuten
Ergibt 1 großer Topf, einschließlich Brühe etwa 4,2 kg
Einführung und Überblick

Hochepot flamand mit Rind, Schwein, Hähnchen und Wintergemüse

Hochepot flamand gehört zur winterlichen Küche Französisch-Flanderns und angrenzender nordfranzösischer Regionen. Mehrere Fleischsorten und kräftiges Wintergemüse garen gemeinsam in einem Topf und werden mit ihrer eigenen Brühe serviert. Ihn lediglich als gewöhnlichen Pot-au-feu zu beschreiben, würde den Charakter aus gemischtem Fleisch, langer leiser Garung und gemeinsam servierter Brühe verwischen.

Die drei Fleischarten werden bewusst zeitversetzt gegart. Rinderschulter und Schweineschulter brauchen den längsten Vorsprung. Hähnchenschenkel kommen später dazu, Gemüse erst dann, wenn die härteren Fleischstücke bereits deutlich weicher werden. Wirsing, Karotten, Lauch, Speiserüben, Staudensellerie und Kartoffeln werden groß genug geschnitten, damit sie auch nach langem Garen als einzelne Bestandteile erkennbar bleiben.

Die Brühe soll nur sehr leise köcheln. Starkes Sprudelkochen lässt Gemüse zerfallen, verteilt mehr Fett in der Flüssigkeit und arbeitet gegen das klare, brühige Ergebnis. Schaum wird beim langsamen Aufheizen abgeschöpft; anschließend bleibt der Topf nur teilweise bedeckt. So können die zäheren Fleischstücke langsam weich werden, ohne dass die Flüssigkeit unnötig trüb wird.

Für Servieren und Nährwerte werden Knochen und essbares Fleisch getrennt betrachtet. Die Hähnchenschenkel werden mit Knochen gekauft, berechnet wird jedoch nur das gegarte essbare Fleisch nach dem Entfernen der Knochen. Jede Portion enthält außerdem eine festgelegte Menge Brühe; Knochen und abgeschöpftes Oberflächenfett gelten nicht als verzehrt.

Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren

  • Die Brühe nur sehr leise köcheln lassen; kräftiges Kochen trübt sie und lässt das Gemüse schneller zerfallen.
  • Nach Garzeit staffeln: Rind und Schwein zuerst, Geflügel später, danach Gemüse und zuletzt Kartoffeln.
  • Nur essbares Fleisch servieren und Hähnchenknochen sowie mögliche kleine Knochenfragmente vor dem Portionieren entfernen.
Zutaten

Zutaten

Fleisch

  • 600 g Rinderschulter ohne Knochen, von grobem Oberflächenfett befreit — etwa 450 g gegarter essbarer Ertrag
  • 500 g Schweineschulter ohne Knochen, pariert — etwa 375 g gegarter essbarer Ertrag
  • 700 g Hähnchenschenkel mit Knochen, ohne Haut, handelsüblich vorbereitet — nach dem Entfernen der Knochen etwa 420 g gegartes essbares Fleisch

Gemüse und Brühe

  • 1800 ml kaltes Wasser
  • 300 g Wirsing, in breite Spalten geschnitten
  • 250 g Karotten, geschält und in große Stücke geschnitten
  • 200 g Lauch, geputzt und in 6 cm lange Stücke geschnitten
  • 200 g Speiserüben, geschält und geviertelt
  • 500 g festkochende Kartoffeln, geschält und bei großen Exemplaren halbiert
  • 100 g Staudensellerie, in 6 cm lange Stücke geschnitten
  • 120 g gelbe Zwiebel, halbiert
  • 10 g Knoblauch, angedrückt
  • 3 g frischer Thymian, mit dem Lorbeer zusammengebunden
  • 2 L orbeerblätter, ganz
  • 4 g feines Salz, abgemessen
  • 2 g schwarze Pfefferkörner, leicht zerdrückt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Topfkomponenten vorbereiten. Rind und Schwein parieren, Hähnchenschenkel vorbereiten und Gemüse in große Stücke schneiden. Die Gemüsestücke so groß halten, dass sie nach dem Köcheln noch erkennbar sind. Hähnchen gekühlt halten und während der Vorbereitung Kreuzkontamination vermeiden.

  2. Brühe langsam ansetzen. Rind, Schwein, Zwiebel, Knoblauch, Thymian, Lorbeer, Pfeffer und 1800 ml Wasser in den Topf geben. Über mittlerer Hitze etwa 15 Minuten langsam bis zum leisen Köcheln erhitzen und aufsteigenden Schaum abschöpfen. Die Flüssigkeit soll nur gelegentlich kleine Blasen zeigen und an der Oberfläche von grauem Schaum befreit sein.

  3. Härteren Fleischstücken Vorsprung geben. Topf teilweise abdecken und 60 Minuten sehr leise köcheln lassen. Rind und Schwein sollen bereits weicher werden, einer Gabel aber noch Widerstand bieten.

  4. Geflügel später zugeben. Hähnchenschenkel in die Brühe legen und 35 Minuten sanft köcheln lassen. Das Fleisch soll zart sein und an der dicksten Stelle 74 °C erreichen; mit dem Fühler nicht den Knochen berühren.

  5. Wintergemüse zugeben. Wirsing, Karotten, Lauch, Speiserüben und Sellerie einlegen und weitere 20 Minuten leise köcheln lassen. Das Gemüse soll weicher werden, aber klare Kanten und erkennbare Formen behalten.

  6. Mit Kartoffeln fertig garen. Kartoffeln und 4 g Salz zugeben und 25 Minuten leise köcheln lassen. Die Kartoffeln sollen bis zur Mitte weich sein, ohne auseinanderzufallen; Rind und Schwein lassen sich mit einer Gabel leicht auseinanderziehen. Prüfen, dass Rind und Schwein mindestens 63 °C erreicht haben; die lange Garzeit führt normalerweise deutlich darüber hinaus.

Servieren

Praxis

Servieren

Fleisch und Gemüse auf eine warme Platte heben und die einzelnen Gemüsesorten möglichst erkennbar halten. Essbares Rind-, Schweine- und Hähnchenfleisch auf sechs Schalen oder Teller verteilen und pro Portion ungefähr 250 ml Brühe zugeben. Brühe über die festgelegte Serviermenge hinaus ist nicht in der Nährwertberechnung enthalten.

Aufbewahrung und Aufwärmen

Vor der Lagerung Knochen entfernen. Fleisch, Gemüse und Brühe zügig in flachen Behältern abkühlen lassen und innerhalb von 2 Stunden bei 4 °C oder kälter in den Kühlschrank stellen; bis zu 3 Tage lagern. Portionen zum Aufwärmen auf 74 °C bringen und die Brühe um die festen Bestandteile bewegen, damit alles gleichmäßig heiß wird.

Vorbereitung und Alternativen

Hochepot lässt sich gut im Voraus kochen, weil Fleisch und Gemüse in der Brühe gekühlt werden können. Überschüssiges Fett erst nach dem Abkühlen abnehmen, aber keine Brühe verwerfen, die für die geplanten Portionen vorgesehen ist. Fleisch und Brühe können eingefroren werden; Kartoffeln und Wirsing werden nach dem Auftauen allerdings deutlich weicher.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgrößeetwa 700 g einschließlich 250 ml Brühe
  • Kalorien645 kcal
  • Kohlenhydrate38 g
  • Eiweiß55 g
  • Fett29 g
  • Ballaststoffe7 g
  • Natrium690 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Sellerie. Das Gericht enthält drei Fleischarten mit unterschiedlichen Anforderungen. Kreuzkontamination durch rohes Hähnchen vermeiden, Hähnchen auf 74 °C garen, bei den ganzen Rind- und Schweinefleischstücken mindestens 63 °C bestätigen und anschließend bis zur gewünschten Zartheit weitergaren. Kleine Knochen vor dem Servieren entfernen, Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen und beim Wiedererhitzen auf 74 °C bringen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Rind, Schwein, Hähnchen und Wintergemüse garen gestaffelt in einer leichten Brühe, sodass die Fleischsorten zart und die Gemüsebestandteile klar erkennbar bleiben.
  • Entscheidende Technik: Das ganze Gericht nur sehr leise köcheln lassen und die Zutaten nach ihrer benötigten Garzeit staffeln.