Homard à l’armoricaine mit Tomate, Weißwein und Cognac
Homard à l’armoricaine, historisch auch als homard à l’américaine bezeichnet, ist eine französische Hummerzubereitung, bei der Stücke mit Schale in einer Sauce aus Tomate, trockenem Weißwein, Cognac und Aromaten fertig garen. Die Sauce soll nach Hummer und reduziertem Wein schmecken und flüssig genug bleiben, um das Fleisch zu umgeben. Sie ist weder eine Hummersuppe noch eine dicke Tomatensauce für Pasta.
Verwendet wird ein bereits fachgerecht getöteter, handelsüblicher Hummer. Damit bleibt die Zubereitung auf das sichere Garen beschränkt und enthält keine Anleitung zum Töten eines lebenden Tieres. Kurzes Anbraten färbt die Schalen und entwickelt Röstaromen. Danach werden die Hummerstücke herausgenommen, während Schalotten, Cognac, Wein, Tomaten und Fond nacheinander reduziert werden.
Flambieren ist hier nicht nötig. Cognac wird bei vom offenen Feuer weggezogener Pfanne zugegeben und anschließend zusammen mit dem Wein normal reduziert. Das vermeidet unnötige Brandgefahr und konzentriert die Sauce ebenso zuverlässig. Durch das Kochen sinkt der Alkoholgehalt, vollständiges Verdampfen ist jedoch nicht garantiert; das fertige Gericht enthält deshalb weiterhin Alkohol.
Hummerfleisch wird bei zu langer Hitze schnell fest. Die abgedeckte Endgarung bleibt kurz, und jedes Stück wird herausgenommen, sobald das dickste essbare Fleisch 63 °C erreicht und perlmuttartig und undurchsichtig aussieht. Muss die Sauce danach noch stärker einkochen, geschieht dies ohne Hummer. Erst zum Schluss wird kalte Butter abseits der Hitze eingerührt, sodass eine dünne, glänzende Sauce entsteht.


