Bánh căn Phan Rang Ninh Thuận — vietnamesische Mini-Reisküchlein mit Garnelen und Wachtelei
Bánh căn sind kleine Reisküchlein, die in runden Mulden gebacken werden und mit der südlichen Zentralküste Vietnams verbunden sind. Die Variante aus Phan Rang wird Ninh Thuận und der Cham-Küche zugeordnet. Beschreibungen nennen kaum oder gar nicht geölte Tonformen, dünnflüssigen Reisteig, Frühlingszwiebeln und Beläge wie Ei, Garnelen oder Tintenfisch. Oft werden zwei Küchlein mit den Oberseiten aufeinandergelegt. Garküchen bieten mitunter mehrere Saucen an, etwa gewürzte oder fermentierte Fischsauce oder dünnen Sud aus geschmortem Fisch. Beläge und Saucen unterscheiden sich von Stand zu Stand.
Diese Hausversion verwendet Reismehl und Wasser und gibt nicht vor, den eingeweichten und gemahlenen Reis der Straßenküchen exakt nachzubilden. Eine Mini-Muldenpfanne formt die kleinen runden Küchlein. Die Mulden nur hauchdünn einpinseln: Bánh căn backen in der Form und werden nicht in Öl ausgebacken. Ein Deckel hält den Dampf fest und lässt das Wachtelei stocken, während der Reisboden gart. Die Mitte bleibt weich, der Boden wird leicht goldbraun – anders als die kräftig ausgebackene Kruste von bánh khọt.
Die Küchlein schmecken mild, daher sind die Beilagen wichtig. Dazu passen süß-saure Fischsauce, Salat und Kräuter, Gurke, grüne Mango und Sternfrucht. Heiß und immer zwei zusammen servieren; sie lassen sich dippen oder in Blätter einwickeln.


