Kolumbianische Nationalgerichte

Sancocho de guandú

Atlántico-Eintopf mit Guandú, gepökeltem Rind, Rippchen, Yuca, Ñame und reifer Kochbanane kochen und mit Chicharrón servieren.

Kolumbianische Nationalgerichte
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Sancocho de guandú
Region Atlántico, kolumbianische Karibikküste; besonders Barranquilla und Sibarco
Kategorie Sämiger Taubenerbseneintopf mit Rind, Wurzeln und reifer Kochbanane
Vorbereitungszeit etwa 45 Minuten plus Einweichen über Nacht
Garzeit etwa 2 Stunden 45 Minuten
Gesamtzeit etwa 11 Stunden 30 Minuten einschließlich 8 Stunden Einweichzeit
Überblick

Sancocho de guandú

Sancocho de guandú: kolumbianischer Taubenerbseneintopf mit Rind und reifer Kochbanane

Sancocho de guandú ist eine kräftige Suppe aus dem Departamento Atlántico, besonders aus Barranquilla und Sibarco. Die namensgebende Zutat ist Guandú, auch Taubenerbse genannt. Sie köchelt mit Fleisch, Wurzelgemüse und reifer Kochbanane. In der Region wechseln Fleischsorten, Konsistenz und Garnituren. Diese abgemessene Hausversion kombiniert handelsübliches gepökeltes Rindfleisch mit frischen Rinderrippen, Yuca, Ñame, Kürbis, reifer Kochbanane und einem Tomaten-Zwiebel-Hogao. Gegarte Chicharrón-Stücke und Costeño-Käse können nach Wunsch dazu. Es ist eine belegte Haushaltsvariante, nicht die einzig richtige.

Das Rezept ergibt 8 Portionen. Getrockneten Guandú am Vortag mindestens 8 Stunden im Kühlschrank einweichen. Für das gepökelte Rindfleisch ein gekühltes Handelsprodukt verwenden, abspülen und nach Packungs- oder Verkäuferangaben entsalzen; erst am Ende abschmecken und salzen. Frische grüne Guandú-Erbsen sind saisonal möglich, garen aber schneller. Dazu passt optional Bollo de yuca.

Zutaten

Zutaten

Suppe

  • 500 g getrockneter Guandú (Taubenerbsen), über Nacht eingeweicht und abgetropft
  • 500 g handelsübliches gepökeltes Rindfleisch, gekühlt und nach Herstellerangabe entsalzt
  • 700 g frische Rinderrippchen
  • 3,5 l Wasser
  • 450 g Yuca, geschält und in große Stücke geschnitten
  • 450 g Ñame, geschält und in große Stücke geschnitten
  • 300 g Ahuyama (Kürbis), geschält und gewürfelt
  • 500 g reife Kochbanane (etwa 2 mittelgroße), geschält und in dicke Scheiben geschnitten

Hogao und Würzung

  • 200 g rote Zwiebel (1 große), fein gehackt
  • 100 g Frühlingszwiebeln (etwa 4 Stangen), fein gehackt
  • 250 g reife Tomaten (2 mittelgroße), fein gehackt
  • 18 g Knoblauch (etwa 6 Zehen), fein gehackt
  • 60 g Ají dulce oder milde süße Paprika (etwa 6 Stück), fein gehackt
  • 30 ml neutrales Öl
  • 2 g gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 g gemahlener Achiote oder Annatto
  • 20 g frischer Koriander, gehackt

Zum Servieren

  • 200 g gegarte Schweineschwarten (Chicharrón), in Stücke gebrochen
  • 100 g geriebener Costeño-Käse, optional
  • Bollo de yuca nach Belieben, optional
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Guandú einweichen und das gepökelte Fleisch vorbereiten Am Vorabend den getrockneten Guandú großzügig mit kaltem Wasser bedecken und mindestens 8 Stunden im Kühlschrank einweichen. Abgießen und abspülen. Das gepökelte Rindfleisch abspülen und nach Angabe des Verkäufers gekühlt wässern, dann abtropfen lassen und in große Stücke schneiden. Rohes Fleisch von Gemüse getrennt halten.

  2. Erbsen und Fleisch aufsetzen Guandú, Rippchen, entsalztes Rindfleisch und 3,5 l frisches Wasser in einen großen schweren Topf geben. Aufkochen, Schaum abschöpfen und die Hitze auf ein sanftes Köcheln reduzieren. Teilweise zugedeckt etwa 1½–2 Stunden garen, bis Erbsen und Fleisch fast weich sind. Falls nötig heißes Wasser nachgießen, damit alles bedeckt bleibt.

  3. Hogao zubereiten Öl und Achiote bei niedriger Hitze erwärmen, bis das Öl orange-rot gefärbt ist, ohne zu rauchen. Zwiebel, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Knoblauch und Ají dulce zugeben. 10–12 Minuten weich und saftig dünsten. Kreuzkümmel und die Hälfte des Korianders einrühren und beiseitestellen.

  4. Wurzeln und Kürbis zugeben Sobald die Erbsen fast weich sind, Yuca, Ñame und Ahuyama einrühren. 20–25 Minuten sanft köcheln, bis das Gemüse anzufangen beginnt weich zu werden, aber seine Form behält.

  5. Kochbanane und Hogao einrühren Reife Kochbanane und das gesamte Hogao zugeben. Weitere 15–20 Minuten garen, bis Erbsen, Wurzeln und Kochbanane vollständig weich sind und die Brühe kräftig schmeckt. Vorsichtig rühren, damit die Kochbanane nicht zerfällt.

  6. Abschmecken und fertigstellen Den restlichen Koriander einrühren. Vor dem Salzen probieren, denn das gepökelte Fleisch kann viel Salz abgeben. Ist die Suppe zu salzig, etwas heißes Wasser zugeben und kurz köcheln. Falls nötig Salz nach und nach ergänzen. Herausgelöste Rippenknochen entfernen und entsorgen.

  7. Heiß mit den Garnituren servieren In tiefe Schalen schöpfen und mit Chicharrón sowie nach Wunsch geriebenem Costeño-Käse garnieren. Bollo de yuca dazu reichen. Reste innerhalb von 2 Stunden in flachen Behältern kühlen und vollständig auf mindestens 73,9°C erhitzen.

Praktische Hinweise

Praxis

Praktische Hinweise

Getrockneten Guandú im Kühlschrank und nicht bei Raumtemperatur einweichen und vollständig weich garen. Frische grüne Erbsen brauchen weniger Zeit. Der Salzgehalt des gepökelten Rindfleischs variiert stark; während des Entsalzens gekühlt halten und die Suppe vor zusätzlichem Salz probieren. Die Wurzeln erst hinzufügen, wenn Erbsen und Fleisch schon weich werden, damit sie nicht zerkochen. Reife Kochbanane bringt Süße, die erdige Erbsen und salziges Fleisch ausgleicht. Fleischsorten und Garnituren variieren in Atlántico; Chicharrón und Käse sind daher optional. Häufig wird Bollo de yuca dazu gereicht.

Zum Schluss

Vorbereitung: Guandú am Vorabend einweichen. Gegarte Suppe rasch kühlen und beim Aufwärmen vollständig auf mindestens 73,9°C erhitzen. Serviervorschlag: Chicharrón, Costeño-Käse und Bollo de yuca separat reichen, damit jeder selbst garnieren kann.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portion: Ein Achtel der Suppe; optionaler Costeño-Käse und Bollo de yuca nicht enthalten
  • Kalorien: 690 kcal
  • Kohlenhydrate: 62 g
  • Eiweiß: 46 g
  • Fett: 27 g
  • Ballaststoffe: 14 g
  • Natrium: 1.450 mg