Salpicón de pescado — Fischgericht aus La Guajira
Sanft gegarter Fisch mit Tomaten, Zwiebeln, ají und Zitrusfrüchten
In La Guajira ist Salpicón de pescado ein gegartes Fischgericht: Der Fisch wird fein zerpflückt und mit einem würzigen Guiso vermischt. Der Name beschreibt die Zubereitung und Verbindung mit der Sauce; es handelt sich weder um einen rohen Fischsalat noch um Ceviche. Das regionale Kochbuch des kolumbianischen Kulturministeriums nennt verschiedene frische oder getrocknete Fischarten. Für das Guiso führt es Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, ají, Zitrone, Essig und Pfeffer auf. Das nationale Verzeichnis traditioneller Küche erwähnt außerdem Kreuzkümmel, der in der Zutatenliste auf Seite 52 des Kochbuchs fehlt. Diese Haushaltsversion enthält eine kleine Menge davon und berücksichtigt so die dokumentierte Abweichung.
Das Rezept ergibt vier Portionen und verwendet frischen, festen, mild schmeckenden weißen Fisch, etwa róbalo oder eine vergleichbare Sorte. Die Quelle nennt auch getrockneten Fisch, doch diese Anleitung enthält keine Schritte zum Trocknen oder Haltbarmachen zu Hause. Mit frischem Fisch bleibt die Würzung übersichtlich und ein separates Entsalzen entfällt. Den Fisch sanft garen, Haut und Gräten entfernen und das Fleisch in kleine Stücke teilen. Anschließend mit dem Guiso aus Tomaten, Zwiebeln und ají vermengen, bis die Sauce den Fisch umhüllt. Etwas Achiote gibt dem Gemüse eine warme Farbe; Limette und Essig sorgen für einen frischen Abschluss.
Die fertige Mischung soll saftig und gebunden sein. Fischstücke und weiches Gemüse bleiben sichtbar; das Gericht soll weder püriert noch von Flüssigkeit überzogen sein. Heiß mit weißem Reis, Kochbananen oder Mais-Arepas servieren. Die Beilagen sind optional und nicht in den Nährwerten enthalten.


