Polnische Nationalgerichte

Stupka: kaschubische Heringssoße mit Kartoffeln

Stupka ist eine dicke, noch gießfähige kaschubische Soße aus Hering und Zwiebeln, die mit angeröstetem Mehl gebunden wird. Diese abgewogene Hausversion verwendet Salzhering, Butter und Salzkartoffeln. Der regionale Eintrag beschreibt das Gericht, nennt aber kein verbindliches Rezept.

Polnische Nationalgerichte
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Eine rustikale Schale mit dicker Heringssoße, Kartoffeln und Zwiebeln auf einem Leinentuch.
Ergibt 4 Portionen
Portion etwa 240 g Soße mit ungefähr 200 g Salzkartoffeln
Vorbereitung 30 Minuten aktive Arbeit, plus mindestens 2 Stunden zum Wässern des Herings
Garzeit 30 Minuten
Rezept auf einen Blick

Stupka: kaschubische Heringssoße mit Kartoffeln

Stupka ist eine dicke, noch gießfähige kaschubische Soße aus Hering und Zwiebeln, die mit angeröstetem Mehl gebunden wird. Diese abgewogene Hausversion verwendet Salzhering, Butter und Salzkartoffeln. Der regionale Eintrag beschreibt das Gericht, nennt aber kein verbindliches Rezept.

Kaschubien liegt an der polnischen Ostseeküste. Hering wurde dort seit Langem gesalzen haltbar gemacht. Der pommersche Eintrag „Stupka – sos śledziowy na zaklepce“ beschreibt eine graubraune Soße mit sichtbaren Herings- und Zwiebelstücken, herzhaftem Fisch-Zwiebel-Geschmack und dem Duft von angeröstetem Mehl. Die Fischstücke sind ungefähr 1 cm groß; die Soße ist dick, aber noch gießfähig.

Im Kaschubischen ist Stupka mit einer Soße verbunden, die durch in der Pfanne angeröstetes Mehl gebunden wird, etwa mit Butter, ausgelassenem Fett oder Heringsflüssigkeit. Der offizielle Eintrag stützt die regionale Zuordnung und die beschriebenen Sinneseindrücke, legt aber weder Mengen noch eine einheitliche Zubereitung für alle Haushalte fest. Dieses Rezept ist daher eine praktische, abgewogene Hausversion und beansprucht nicht, die eine ursprüngliche Rezeptur wiederzugeben.

Der Salzhering wird zunächst im Kühlschrank gewässert, damit sein Salzgehalt milder wird. Anschließend kommt er in eine glatte Zwiebelsoße mit angeröstetem Mehl. Etwas saubere Lake aus der handelsüblichen Heringspackung verstärkt den Geschmack; dazu werden Salzkartoffeln serviert. Da Salzhering je nach Produkt unterschiedlich salzig ist, erst probieren und dann nach Bedarf salzen.

Tipps für gutes Gelingen

Tipps für gutes Gelingen

  • Der Salzgehalt hängt von Produkt und Filetstück ab. Den Hering mindestens 2 Stunden im Kühlschrank wässern und das Wasser einmal wechseln. Nach dem Abtropfen ein kleines Stück probieren; ist es noch zu salzig, in frischem kaltem Wasser im Kühlschrank weiterwässern.
  • Das Einweichwasser wegschütten. Nur saubere Lake aus der handelsüblichen Packung verwenden und die Soße zunächst nicht salzen.
  • Das Mehl mit Butter und Zwiebel bei mäßiger Hitze rösten, bis es nussig duftet und hellbeige wird. Ständig rühren, damit nichts anbrennt.
  • Das Wasser vor der Lake nach und nach mit dem Schneebesen einarbeiten. So wird die Soße gleichmäßig und klumpenfrei.
  • Den Hering, wie in der regionalen Beschreibung, in etwa 1 cm große Stücke schneiden und sanft gar ziehen lassen, damit sie nicht zerfallen.
  • Die dickste Fischstelle mit einem Sofortthermometer prüfen; sie muss mindestens 63 °C erreichen. Sprudelndes Kochen kann die Stücke zerteilen.
Zutaten

Zutaten

Hering und Wässern

  • 500 g gekühlte, handelsübliche Salzheringsfilets
  • 1 l kaltes Wasser zum Wässern

Heringssoße

  • 40 g ungesalzene Butter
  • 180 g gelbe Zwiebel, fein gewürfelt
  • 35 g Weizenmehl Type 405 oder anderes helles Weizenmehl
  • 350 ml Wasser
  • 50 ml saubere Lake aus der handelsüblichen Heringspackung
  • 1 kleines Lorbeerblatt (etwa 0,2 g)
  • 2 Pimentkörner (etwa 0,5 g)
  • 0,5 g gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Feines Salz, erst nach dem Abschmecken und nur bei Bedarf (bis zu 1 g)

Zum Servieren

  • 800 g festkochende Kartoffeln
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hering wässern und vorbereitenDen Hering gekühlt halten. In eine saubere Schüssel mit Deckel legen, mit 1 l kaltem Wasser bedecken und 2 Stunden bei höchstens 4 °C im Kühlschrank wässern. Nach 1 Stunde das Wasser wechseln. Ein kleines Stück probieren; ist es noch zu salzig, mit frischem kaltem Wasser im Kühlschrank weiterwässern und erneut kosten. Das gesamte Einweichwasser wegschütten. Den Fisch abtropfen lassen, Haut und eventuell vorhandene Gräten entfernen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden.

  2. Kartoffeln kochenKartoffeln gründlich waschen oder schälen; größere Exemplare in gleichmäßige Stücke schneiden. In einen mittleren Topf geben und mit frischem Wasser bedecken. Aufkochen, dann 15–20 Minuten sanft köcheln lassen, bis ein Messer leicht hineingleitet. Abgießen und warm halten.

  3. Zwiebeln weich dünstenButter in einem breiten Topf mit schwerem Boden bei mittlerer bis niedriger Hitze schmelzen. Zwiebel zugeben und 8–10 Minuten unter häufigem Rühren glasig und weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.

  4. Mehl anrösten und die Soße ansetzenMehl einstreuen und 2–3 Minuten ständig rühren, bis es geröstet duftet und hellbeige ist. 350 ml Wasser nach und nach mit dem Schneebesen einarbeiten, bis die Soße glatt ist; dann die saubere Lake zugießen. Lorbeer, Piment und schwarzen Pfeffer hinzufügen. 4–5 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Soße einen Löffel überzieht.

  5. Hering vollständig garenDie Heringswürfel zugeben und vorsichtig unterheben. 2–4 Minuten sanft köcheln, bis die dicksten Stücke innen mindestens 63 °C erreichen. Nicht sprudelnd kochen, damit die Stücke ganz bleiben. Lorbeerblatt und Pimentkörner herausnehmen. Abschmecken und nur bei Bedarf bis zu 1 g Salz einrühren. Die fertige Soße soll dick, aber gießfähig sein und sichtbare Herings- und Zwiebelstücke enthalten.

  6. AnrichtenDie heiße Soße über die warmen Kartoffeln geben und sofort servieren.

Servieren, Vorbereitung und Aufbewahrung

Praxis

Servieren, Vorbereitung und Aufbewahrung

Die Soße großzügig über Salzkartoffeln schöpfen. Sie bringt bereits eine kräftige salzige Würze mit; ein Gurkensalat oder gedünstetes Gemüse ergänzt das Essen, ohne den Hering zu überdecken.

Servieren, Vorbereitung und Aufbewahrung

Hering kann im Voraus gewässert und vorbereitet werden. Bis zur Verwendung abgedeckt bei höchstens 4 °C im Kühlschrank aufbewahren und das Einweichwasser wegschütten. Für die beste Konsistenz die Soße erst kurz vor dem Essen zubereiten. Gegarte Fischsoße nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.

Servieren, Vorbereitung und Aufbewahrung

Reste innerhalb von 2 Stunden in einen flachen, abgedeckten Behälter geben und kühlen. Bei höchstens 4 °C aufbewahren und innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen. Vorsichtig unter Rühren erhitzen, bis die Mitte 74 °C erreicht. Ist die Soße im Kühlschrank fester geworden, einen Löffel Wasser einrühren.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Energie430 kcal
  • Kohlenhydrate44 g
  • Eiweiß22 g
  • Fett18 g
  • Ballaststoffe4 g
  • Natrium1.000 mg
  • AllergeneFisch (Hering), Weizen (Gluten), Milch (Butter)

Schätzung für eine von vier Portionen einschließlich etwa 200 g Kartoffeln: Die Werte sind Schätzungen anhand allgemeiner Lebensmitteldaten. Der Salzgehalt des Herings hängt vom Produkt und der Wässerungszeit ab, daher kann der Natriumwert stark schwanken. Zusätzliches Salz ist nicht eingerechnet.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Ist das ein exakt überliefertes historisches Rezept?

Nein. Der pommersche Eintrag beschreibt Herkunft, Aussehen und Geschmack, enthält aber keine Mengenangaben. Diese Version bietet ein wiederholbares Verfahren für zu Hause und bewahrt die zentralen Merkmale: Hering, Zwiebel und Soße mit angeröstetem Mehl.

Kann ich frischen Hering statt Salzhering nehmen?

Frischer Hering hat nicht den gleichen salzigen, konservierten Geschmack. Das Rezept ist für handelsübliche Salzheringsfilets gedacht. Bei einem anderen Produkt die Aufbewahrungshinweise beachten und erst nach dem Garen und Probieren nachsalzen.

Warum ist die Soße zu salzig?

Der Salzgehalt des Fisches variiert, und die Packungslake bringt zusätzliches Salz mit. Den Hering länger in frischem kaltem Wasser im Kühlschrank wässern, dieses Wasser wegschütten und die Soße erst am Ende abschmecken. Bei Bedarf mit etwas heißem Wasser verdünnen und mit zusätzlichen ungesalzenen Kartoffeln servieren.

Zum Schluss

Zum Schluss

  • Hering beim Wässern gekühlt halten, das Einweichwasser wegschütten und den Fisch auf mindestens 63 °C erhitzen.
  • Die Soße soll dick, aber gießfähig bleiben, sichtbare Herings- und Zwiebelstücke enthalten und heiß zu Kartoffeln serviert werden.