Poulet vallée d’Auge mit Cidre, Calvados, Sahne, Pilzen und Äpfeln
Poulet vallée d’Auge steht für die normannische Verbindung von Geflügel mit Apfelprodukten, Sahne und Pilzen. In dieser Fassung sind brut Cidre und Calvados keine austauschbare Dekoration, sondern definierende Bestandteile. Feste, säuerliche Äpfel werden separat gebräunt, damit sie beim abschließenden Erwärmen in der Sauce ihre Form behalten und nicht zu Apfelmus zerfallen.
Die Arbeit wird bewusst aufgeteilt. Zuerst bräunen die Apfelspalten in einem Teil der Butter. Danach wird das Hähnchen in der restlichen Butter portionsweise angebraten. Schalotten und Champignons nehmen den Bratensatz auf. Calvados kommt erst hinzu, nachdem die Kasserolle von jeder offenen Flamme entfernt wurde; es wird nicht flambiert. Anschließend schmort das Geflügel in Cidre mit Thymian und Lorbeer.
Sobald jedes Hähnchenteil an der kältesten dicken Stelle abseits des Knochens 74 °C erreicht, wird es herausgenommen. Erst dann wird die Sahne in der Flüssigkeit etwa 10 Minuten reduziert. Zum Schluss kommen Hähnchen und gebräunte Apfelspalten für 2 Minuten zurück. Cidre und Calvados können Restalkohol enthalten; je nach Produkt können im Cidre Sulfite enthalten sein. Die sichere Kerntemperatur bleibt unabhängig vom Aussehen der Sauce verpflichtend.


