Französische Nationalgerichte

Macaronade sétoise

Die Spezialität aus Sète verbindet separat gekochte große Makkaroni mit einer lange geschmorten Tomaten-Rotwein-Sauce und sechs Brageoles: dünnen Rindfleischrollen mit Knoblauch, Petersilie und gepökeltem Schweinebauch.

Französische Nationalgerichte
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Macaronade sétoise — auf einem Teller angerichtet
Vorbereitung 35 Minuten
Garzeit 172 Minuten
Gesamtzeit 207 Minuten
Ergibt 6 Hauptgericht-Portionen und 6 Brageoles
Einordnung und Überblick

Macaronade sétoise mit Brageoles und Tomaten-Rotwein-Sauce

Macaronade sétoise ist kein überbackener Makkaroni-Käse-Auflauf und keine gewöhnliche Bolognese. Für die Sète-Identität wichtig sind eine lange gegarte Tomaten-Rotwein-Sauce und Brageoles: dünne Rindfleischscheiben, die mit gepökeltem Schweinebauch, Knoblauch und Petersilie gefüllt, fest gerollt und verschnürt werden. Erst beim Servieren kommen die separat gekochten Makkaroni und zwei Hartkäse dazu.

Die sechs Rollen müssen gleichmäßig gefüllt und mit Küchengarn sicher gebunden werden. Nach dem Bräunen wird das stark konzentrierte Tomatenmark im Topf bis zu einem dunkleren ziegelroten Ton geröstet, bevor Rotwein und später Wasser dazukommen. Dieser Schritt nimmt dem Konzentrat den rohen, metallischen Eindruck und bildet die Grundlage für die rotbraune, pastaüberziehende Sauce.

Nach zwei Stunden leisen Schmorens müssen die Zentren der Rindfleischrollen mindestens 63 °C erreicht haben und zugleich gabelzart sein. Der Sicherheitswert ist nur ein Mindestpunkt; für die gewünschte Textur wird weitergeschmort. Die Pasta wird erst danach separat al dente gekocht. Vor dem Servieren muss jedes Stück Küchengarn ebenso wie Lorbeerblätter und ganze Nelken vollständig entfernt werden.

Gelingen auf den Punkt gebracht

Gelingen auf den Punkt gebracht

  • Alle sechs Brageoles fest verschnüren und vor dem Servieren jedes Garnstück entfernen.
  • Tomatenmark bis zu einem ziegelroten Ton rösten, bevor der Wein zugegeben wird.
  • Nach mindestens 63 °C im Zentrum weiter sanft schmoren, bis das Rindfleisch gabelzart ist, aber die Rollen ihre Form halten.
Zutaten

Zutaten

Brageoles

  • 600 g Rinderschulter oder Paleron — 6 dünne Scheiben zu je etwa 100 g, gleichmäßig flach geklopft
  • 120 g ungeräucherter gepökelter Schweinebauch — 6 dünne Streifen
  • 15 g Knoblauch — fein gehackt
  • 20 g glatte Petersilie — fein gehackt
  • 10 g feines Salz
  • 2 g schwarzer Pfeffer

Tomatensauce

  • 40 g Olivenöl
  • 200 g Zwiebel — fein gehackt
  • 500 g doppelt konzentriertes Tomatenmark
  • 250 ml Rotwein
  • 750 ml Wasser
  • 2 g Lorbeerblätter — 2 Blätter
  • 1 g ganze Gewürznelken — etwa 6 Stück

Pasta und Käse

  • 600 g getrocknete Rigatoni oder große Makkaroni
  • 60 g Parmesan — fein gerieben
  • 60 g Pecorino Romano — fein gerieben
Zubereitung

Zubereitung

Brageoles und Sauce

  1. Sechs Brageoles rollen. Die sechs Rindfleischscheiben auf einem separaten Rohfleischbrett auslegen. 120 g Schweinebauch, 15 g Knoblauch und 20 g Petersilie gleichmäßig verteilen und einen Teil der 10 g Salz sowie 2 g Pfeffer verwenden. Jede Scheibe fest aufrollen und sicher mit Küchengarn binden. Etwa 25 Minuten einplanen. Es sollen sechs kompakte Rollen ohne herausfallende Füllung entstehen. Danach Hände gründlich waschen.

  2. Rollen rundum bräunen. 40 g Olivenöl im breiten Schmortopf erhitzen und die Brageoles bei mittlerer bis hoher Hitze insgesamt 15 Minuten auf allen Seiten bräunen. Auf einen sauberen Teller legen. Der Knoblauch an den Nähten darf nicht verbrennen.

  3. Zwiebel und Tomatenmark rösten. Hitze auf mittel reduzieren, 200 g Zwiebel weich garen und dann 500 g doppelt konzentriertes Tomatenmark zugeben. Insgesamt etwa 10 Minuten rühren, bis das Tomatenmark dunkler ziegelrot ist und geröstet statt roh-metallisch riecht.

  4. Mit Wein reduzieren. 250 ml Rotwein zugeben, Bratensatz lösen und etwa 10 Minuten sanft köcheln, bis die Mischung erneut eindickt. Erst dann 750 ml Wasser, 2 g Lorbeerblätter und 1 g ganze Nelken zugeben. Nach dem Kochen kann Alkohol verbleiben.

  5. Lange schmoren. Brageoles zurück in die Sauce legen, teilweise abdecken und 120 Minuten bei niedriger Hitze leise schmoren. Im Zentrum jeder Rolle mindestens 63 °C messen. Am Ende sollen die Rollen gabelzart sein, ihre Form aber behalten; die Sauce soll rotbraun und dick genug sein, um Pasta zu überziehen.

Pasta und Servieren

  1. Pasta separat al dente kochen. 600 g Rigatoni oder große Makkaroni in reichlich kochendem Wasser etwa 12 Minuten garen und gründlich abgießen. Die Pasta soll im Kern fest sein, aber nicht nach rohem Mehl schmecken.

  2. Garn und ganze Gewürze entfernen. Jedes Stück Küchengarn von den Brageoles entfernen, Lorbeerblätter und ganze Nelken aus der Sauce nehmen und die abgetropfte Pasta bei niedriger Hitze etwa 5 Minuten mit so viel Sauce mischen, dass jedes Röhrchen überzogen ist. Vor dem Servieren kontrollieren, dass keine Schnur zurückgeblieben ist.

  3. Sechs Teller fertigstellen. Pro Teller eine Brageole mit saucierter Pasta anrichten und 60 g Parmesan sowie 60 g Pecorino Romano gleichmäßig auf sechs Portionen verteilen. Für diesen Schritt etwa 10 Minuten einplanen. Jede Portion soll eine intakte Rolle, überzogene Pasta und 20 g gemischten Hartkäse enthalten.

Servieren und Planung

Praxis

Servieren und Planung

Sofort heiß servieren: je eine Brageole, saucierte Makkaroni und die abgewogene Parmesan-Pecorino-Mischung pro Teller.

Servieren und Planung

Brageoles und Sauce können einen Tag vorher gegart, rasch abgekühlt und gekühlt werden. Vor dem Servieren sanft erwärmen und die Pasta frisch kochen.

Servieren und Planung

Andere große gerillte Makkaroni können Rigatoni ersetzen. Das Gericht jedoch nicht in einen Käseauflauf oder eine Meeresfrüchte-Pasta umwandeln.

Aufbewahren

Sauce, Brageoles und Pasta innerhalb von 2 Stunden kühlen und bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Aufwärmen

Sauce und Brageoles bis dampfend heiß erwärmen. Pasta besser in der Sauce erwärmen als erneut in Wasser zu kochen.

Vorbereiten

Sauce und Brageoles bis zu einen Tag vorher zubereiten; Pasta am Serviertag frisch garen.

Ersatzmöglichkeiten

Andere große, gerillte Makkaroni können Rigatoni ersetzen, sofern ihre Funktion in der Sauce gleich bleibt.

Ersatzmöglichkeiten

Nicht zu einem überbackenen Käsegericht oder einer Meeresfrüchte-Pasta verändern; die Brageoles aus Sète bleiben der Kern der Zubereitung.

Fehlerbehebung

Fehlerbehebung

  • Rollen öffnen sichDas Garn war zu locker – jede Brageole vor dem Bräunen fest neu verschnüren.
  • Sauce bleibt hellrotTomatenmark und Sauce wurden zu kurz gegart – das ziegelrote Rösten und die lange Schmorphase vollständig durchführen.
  • Rindfleisch ist bei sicherer Temperatur noch zähDie Kollagenstruktur ist noch nicht weich genug – nach mindestens 63 °C weiter sanft schmoren, bis es gabelzart wird.
  • Pasta wird weichSie lag zu lange in der Sauce – nur separat al dente kochen und erst beim Servieren mit der Sauce verbinden.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 6 Portionen mit 1 Brageole, etwa 100 g Pasta als Trockengewichtsanteil, einem Sechstel Sauce und 20 g gemischtem Hartkäse
  • Kalorien879 kcal
  • Kohlenhydrate95,4 g
  • Protein47,3 g
  • Fett35,0 g
  • Ballaststoffe7,2 g
  • Natrium1223 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Gluten, Milch und Sulfite.

Sicherheit: Rohes Rindfleisch und gepökelten Schweinebauch von verzehrfertigen Lebensmitteln getrennt halten.

Sicherheit: Die intakten Rindfleischrollen im Zentrum auf mindestens 63 °C bringen und anschließend für Zartheit weiterschmoren.

Sicherheit: Vor dem Servieren jedes Stück Küchengarn entfernen.

Sicherheit: Rotwein enthält Sulfite; nach dem Kochen kann Alkohol verbleiben.

Sicherheit: Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Warum wird die Pasta separat gekocht?

Zwei Stunden in der Tomatensauce würden sie weich und schwer machen. Separates Kochen hält sie al dente.

Warum reicht 63 °C nicht automatisch als Endpunkt?

Der Wert bestätigt die Mindesttemperatur für die intakten Rindfleischrollen; für die gewünschte Schmorweichheit ist zusätzliche Zeit nötig.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Sète-Macaronade mit sechs zarten Brageoles, rotbrauner Tomaten-Rotwein-Sauce, al dente gegarten Makkaroni und Hartkäse.
  • Entscheidende Technik: Brageoles sicher binden, Tomatenmark dunkel rösten und nach dem 63-°C-Sicherheitswert bis zur Gabelzartheit weiterschmoren.