Prażucha (ziemniaczane fusze) — kujawische Kartoffel-Mehl-Masse mit Speck
Prażucha ist ein traditionelles Gericht aus Kujawy. Weizenmehl wird in frisch gekochte, noch heiße Kartoffeln eingerührt und kräftig untergearbeitet, bis eine dichte, klebrige und leicht elastische Masse entsteht. Das Mehl gart in der Resthitze der Kartoffeln. Keine einzelnen Klöße formen: Die Masse nimmt die Form der Servierschüssel an.
Das polnische Landwirtschaftsministerium führt Prażucha (ziemniaczane fusze) in der Liste traditioneller Produkte der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Der Name bezieht sich darauf, dass das Mehl in den heißen Kartoffeln angeröstet oder gedämpft wird; „ziemniaczane fusze“ ist eine Bezeichnung aus der Gegend um Bądkowo. Dieses alltagstaugliche Rezept folgt der eingetragenen Methode und nennt praktische Mengen für sechs Portionen. Es beansprucht nicht, eine einzige historische Familienrezeptur wiederzugeben.
Die Kartoffelmasse mit knusprig gebratenem Räucherspeck, gebratener Zwiebel und dickem Sauerrahm servieren; diese Beilagen sind in der regionalen Beschreibung dokumentiert. Der milde Kartoffelgeschmack passt zum salzigen Speck und zur frischen Säure des Rahms. Mehligkochende Kartoffeln wählen und das zurückbehaltene Kochwasser nach und nach zugeben, damit die Masse zusammenhält.


