Peruanische Nationalgerichte

Chairo cusqueño mit Rind – häusliche Variante

Alltagssuppe aus Cusco mit Chuño, Weizen, Rindfleisch, Karotten und Erbsen.

Peruanische Nationalgerichte
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Chairo cusqueño mit Rind – häusliche Variante – ausführliches Rezept für zu Hause
Chairo cusqueño mit Rind – häusliche Variante – ausführliches Rezept für zu Hause
Ergibt 6 Portionen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 97 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 480 Minuten
Gesamtdauer 602 Minuten
Überblick

Chairo cusqueño mit Rind – häusliche Variante – ausführliches Rezept für zu Hause

Eine übersichtliche Fleischauswahl macht Chairo in der heimischen Küche gut planbar, ohne den Charakter der Suppe aufzugeben. Chuño und gekochter Weizen bleiben neben Kartoffeln, Rind und Gemüse erhalten. „Häuslich“ beschreibt die praktische Ausführung, nicht die Gewohnheiten sämtlicher Familien in Cusco.

Rinderschulter wird zuerst langsam gegart. Danach kommen gekochte Weizenkörner, Kartoffeln und Gemüse in festgelegter Reihenfolge dazu. Karotten und Erbsen geben Süße, Ají amarillo eine leichte Schärfe. Die eingeweichte Chuño bleibt im Biss elastischer und anders als frische Kartoffel.

Ungekochter trockener Weizen ist kein direkter Ersatz für die genannte Menge gekochter Körner. Die angegebenen 480 Minuten passive Zeit sind bereits für das kalte Einweichen der Chuño vorgesehen. Für den Weizen muss die Vorbehandlung abgeschlossen sein, bevor die eigentliche Suppenzubereitung beginnt. Sanftes Simmern hilft, die Kartoffelwürfel zusammenzuhalten.

Zutaten

Zutaten

Suppengrundlage

  • 650 g Rinderschulter ohne Knochen, in 3 cm großen Stücken
  • 1800 ml Wasser für die Suppe
  • 140 g vollständig gekochte Weizenkörner
  • 75 g trockene Chuño, vor dem Garen kalt einweichen
  • 2000 ml Wasser für Chuño: 1200 ml zum Einweichen und zweimal je 400 ml zum Spülen; danach wegschütten

Gemüse und Ají

  • 300 g Kartoffeln, in 2 cm großen Stücken
  • 160 g Karotten, klein gewürfelt
  • 140 g ausgelöste grüne Erbsen
  • 110 g rote Zwiebel, gehackt
  • 15 g Knoblauch, fein gehackt
  • 25 g Ají-amarillo-Paste, ungewürzt
  • 20 ml Pflanzenöl
  • 5 g Salz
  • 2 g gemahlener Kreuzkümmel
  • 10 g frische Minzblätter, gehackt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Chuño einweichen und spülen.75 g trockene Chuño mit 1200 ml kaltem Wasser bedecken und 480 Minuten bei höchstens 4 °C im Kühlschrank einweichen. Abgießen, vorsichtig ausdrücken und zweimal mit jeweils 400 ml frischem Wasser abspülen; sämtliches Einweich- und Spülwasser wegschütten. Chuño klein schneiden. Die Stücke sollen biegsam sein und keinen harten trockenen Kern mehr besitzen. Nicht auf der warmen Arbeitsplatte einweichen.

  2. Würzansatz anschwitzen.Sämtliche 20 ml Pflanzenöl im großen Suppentopf erhitzen, 110 g rote Zwiebel, 15 g Knoblauch und 2 g Kreuzkümmel darin anschwitzen, dann 25 g Ají-amarillo-Paste einrühren. Bei mittlerer Hitze insgesamt 8 Minuten rühren. Die Zwiebel ist weich und duftet, darf aber nicht dunkel werden.

  3. Fleischbrühe langsam kochen.650 g Rinderschulter zusammen mit den gesamten 1800 ml Suppenwasser in den Topf geben. Langsam zum Köcheln bringen, Schaum abschöpfen und bei locker aufgelegtem Deckel 55 Minuten sanft garen. Die Brühe riecht fleischig und eine Gabel lässt sich allmählich in größere Fleischstücke drücken. Rohes oder noch nicht vollständig gegartes Fleisch nicht probieren.

  4. Weizen, Chuño und Kartoffeln garen.140 g gekochten Weizen, 300 g Kartoffeln, 75 g eingeweichte Chuño und 160 g Karottenwürfel in die sanft köchelnde Brühe geben. 20 Minuten weitergaren. Die Kartoffel lässt sich mit einer Gabel zerdrücken, Chuño ist auch innen weich.

  5. Letztes Gemüse zugeben.140 g grüne Erbsen einrühren und bei sanftem Köcheln 10 Minuten garen. Die letzten Gemüsestücke werden weich, die Brühe fließt dickflüssig, aber noch gut gießbar von der Schöpfkelle.

  6. Würzen und Kerntemperatur messen.5 g Salz und 10 g frische Minzblätter einrühren und 4 Minuten erwärmen. Vor dem heißen Servieren am größten Fleischstück mindestens 74 °C im Kern messen, dabei Knochenkontakt vermeiden. Ein Löffel Suppe enthält zartes Fleisch, Weizen, Kartoffeln und Chuño; die Kerntemperatur muss den vorsichtigen Richtwert von 74 °C erreichen.

Praxis

Praxis

Servieren, Aufbewahren und Abwandlungen

Das Ziel ist eine gehaltvolle Suppe mit klar erkennbaren Fleischstücken und Getreide, kein vollständig pürierter Brei. Bereits gegarten Weizen bis zur Verwendung kühlen. Reste noch warm auf flache Behälter verteilen und innerhalb von 2 Stunden bei höchstens 4 °C lagern, innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen und auf 74 °C wiedererhitzen. Lamm würde den Charakter dieser bewusst nur mit Rindfleisch gekochten Variante verändern.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Erbsen verlieren Form und FarbeSie wurden zu lange mitgekocht. Erst in den letzten 10 Minuten zufügen.
  • Brühe wirkt zu dünnFeste Kartoffeln haben wenig Stärke abgegeben. Einen kleinen Teil der bereits aufgeführten Kartoffeln in der Suppe zerdrücken.
Nährwerte pro 1 von 6 Portionen (Näherungswerte)

Nährwerte pro 1 von 6 Portionen (Näherungswerte)

  • Portionsgröße1 von 6 Portionen
  • Kalorien355 kcal
  • Kohlenhydrate34 g
  • Eiweiß26 g
  • Fett12 g
  • Ballaststoffe6 g
  • Natrium440 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Trockene Chuño 480 Minuten mit sauberem Wasser bei höchstens 4 °C im Kühlschrank einweichen; Einweichwasser wegschütten. Die Rinderbrühe bis zum Servieren auf sicherer Temperatur halten. Mit einem Küchenthermometer im dicksten Fleischstück mindestens 74 °C messen, als vorsichtige Grenze für die gemischte Suppe. Die Suppe zügig in kleinen flachen Behältern abkühlen, innerhalb von 2 Stunden bei höchstens 4 °C lagern und binnen 3–4 Tagen verbrauchen. Reste auf 74 °C wiedererhitzen. Enthält Weizen (Gluten). Bei verpacktem vorgekochtem Weizen und Würzmitteln weitere Allergenhinweise prüfen.

Abschluss

Abschluss

  • Auf dem Teller: Alltagssuppe aus Cusco mit Chuño, Weizen, Rindfleisch, Karotten und Erbsen.
  • Entscheidend: Im Topf sind die Weizenkörner und Chuño weich; die fertige Brühe ist dickflüssig und lässt sich schöpfen.