Über das Gericht Mertsvi (Tashmijabi)
Tashmijabi: svanetisches Kartoffel-Käse-Püree
Tashmijabi ist ein warmes Kartoffel-Käse-Gericht aus Swanetien, das örtlich auch shusha oder mertsvi heißt. Frischer Käse wird in das warme Kartoffelpüree eingearbeitet, bis eine dicke, glatte und elastische Masse entsteht. Für sechs Portionen werden 1 kg Kartoffeln und 500 g Frischkäse verwendet; so verbindet sich der Käse gründlich mit der Kartoffelbasis. Eine kleine Menge Milch und Butter erleichtert das Rühren, ohne das Püree zu verflüssigen. Sobald der Sulguni geschmolzen Fäden zieht, sofort servieren. Beim Abkühlen wird das Gericht fester und sollte deshalb kurz vor dem Essen zubereitet werden.
Tashmijabi gehört zur Küche Swanetiens. In Ober-Swanetien heißt es auch shusha oder mertsvi. Manchmal heißt es „svanetisches Elarji“, weil in beiden Gerichten Käse in eine heiße, stärkereiche Grundlage eingerührt wird, bis sie Fäden zieht. Elarji selbst wird jedoch aus Maismehl zubereitet und stammt aus Samegrelo.
Die typische Textur entsteht, wenn junger, frischer Käse in den Kartoffeln schmilzt, statt als einzelne Raspel obenauf zu liegen. Mehligkochende Kartoffeln halten das Püree dick; gutes Abtropfen verhindert eine wässrige Masse.
Die Kartoffeln gut abgießen und ausdampfen lassen, dann noch warm mithilfe eines sauberen Tuchs schälen. Nicht mit kaltem Wasser abschrecken, da das Fruchtfleisch fester werden kann.



