Pâté en croûte mit Schwein, Kalb und Aspik
Pâté en croûte verbindet Charcuterie und Teighülle zu einer gemeinsamen Struktur. Die Füllung ist eine gewürzte Schweine-Kalbs-Farce mit sichtbaren Schweinewürfeln, kein Hackbraten in Blätterteig. Ein fester Teig mit Butter und Milch wird in einer langen Form um die kalte Füllung gelegt. Zwei Kamine bleiben für Dampf offen und dienen nach dem Backen erneut als Einfüllöffnungen für klaren herzhaften Aspik.
Temperaturkontrolle beginnt vor dem Ofen. Schwein und Kalb marinieren unter Kühlung, werden sehr gut abgetropft und anschließend gewolft und gemischt, wobei die Farce unter 4 °C bleiben muss. Beim Einfüllen wird sie fest an den Teig gedrückt, damit große Lufttaschen vermieden werden. Die Form wird jedoch nicht randvoll gefüllt, weil Fleisch beim Garen schrumpft. Ein Einstichthermometer bestätigt mindestens 71 °C im Zentrum; Bräunung der Hülle und austretender Saft ersetzen diese Messung nicht.
Aspik kommt erst hinein, nachdem die Pastete abgekühlt und zunächst eine Stunde gekühlt wurde. Durch schrittweises Eingießen über beide Kamine füllt die Flüssigkeit die Hohlräume, die durch den Garverlust entstanden sind, ohne eine noch warme, empfindliche Hülle zu durchweichen. Die vollen 350 ml sind abgemessen und in den Nährwerten enthalten, sofern die Pastete die Menge aufnimmt. Eine abschließende Kühlung über 720 Minuten lässt Gel und Fleisch so fest werden, dass zwölf saubere kalte Scheiben entstehen.


