Elsässische Butterbredele – Butterplätzchen zu Weihnachten
Bredele ist im Elsass kein Name für einen einzigen Teig. Der Begriff bezeichnet eine ganze Familie von Weihnachtsgebäck: Butterausstecher, Mandel-Zimt-Gebäck, Anisplätzchen, Spritzgebäck und viele weitere Formen. Damit aus dieser Familie ein eindeutig ausführbares Rezept wird, ist hier eine einzelne Variante festgelegt: Butterbredele mit Vanille, Butterteig, Kühlphase und leichter Eigelbglasur.
Der Teig ruht vor dem Ausrollen eine volle Stunde im Kühlschrank. Diese Zeit ist funktional: 300 g Butter werden wieder fester, der Teig klebt weniger und kleine ausgestochene Formen behalten klarere Kanten. Danach gleichmäßig auf etwa 4 mm ausrollen. Unterschiedliche Dicke beeinflusst die Backzeit stärker als die Form des Ausstechers, weil dünne Plätzchen bereits dunkel werden können, während dickere noch weich sind.
Ein normaler Haushaltsbackofen fasst nicht zwingend alle 48 Stück gleichzeitig. Deshalb werden drei separate Backdurchgänge mit jeweils 12 Minuten vollständig in der Garzeit gezählt. Jedes Blech ist fertig, wenn die Oberfläche blass goldfarben und die Ränder etwas kräftiger goldbraun sind. Nach dem letzten Blech alle Butterbredele 30 Minuten vollständig auf Gittern abkühlen lassen. Erst dann luftdicht verpacken, damit eingeschlossener Dampf die Plätzchen nicht weich macht.


