Französische Nationalgerichte

Bredele

Eine klar benannte Variante aus der großen elsässischen Bredele-Familie: vanillige Butterbredele mit einer Stunde Kühlzeit, auf 4 mm ausgerollt, ausgestochen und in drei vollständig eingerechneten Backdurchgängen gebacken.

Französische Nationalgerichte
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Bredele — mehrere gebackene Teilchen zusammen gezeigt
Vorbereitung 45 Minuten
Garzeit 36 Minuten
Gesamtzeit 171 Minuten
Ergibt 48 kleine Butterbredele
Über dieses Gericht

Elsässische Butterbredele – Butterplätzchen zu Weihnachten

Bredele ist im Elsass kein Name für einen einzigen Teig. Der Begriff bezeichnet eine ganze Familie von Weihnachtsgebäck: Butterausstecher, Mandel-Zimt-Gebäck, Anisplätzchen, Spritzgebäck und viele weitere Formen. Damit aus dieser Familie ein eindeutig ausführbares Rezept wird, ist hier eine einzelne Variante festgelegt: Butterbredele mit Vanille, Butterteig, Kühlphase und leichter Eigelbglasur.

Der Teig ruht vor dem Ausrollen eine volle Stunde im Kühlschrank. Diese Zeit ist funktional: 300 g Butter werden wieder fester, der Teig klebt weniger und kleine ausgestochene Formen behalten klarere Kanten. Danach gleichmäßig auf etwa 4 mm ausrollen. Unterschiedliche Dicke beeinflusst die Backzeit stärker als die Form des Ausstechers, weil dünne Plätzchen bereits dunkel werden können, während dickere noch weich sind.

Ein normaler Haushaltsbackofen fasst nicht zwingend alle 48 Stück gleichzeitig. Deshalb werden drei separate Backdurchgänge mit jeweils 12 Minuten vollständig in der Garzeit gezählt. Jedes Blech ist fertig, wenn die Oberfläche blass goldfarben und die Ränder etwas kräftiger goldbraun sind. Nach dem letzten Blech alle Butterbredele 30 Minuten vollständig auf Gittern abkühlen lassen. Erst dann luftdicht verpacken, damit eingeschlossener Dampf die Plätzchen nicht weich macht.

Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren

  • Bredele als Gebäckfamilie verstehen; diese Fassung ist ausdrücklich Butterbredele.
  • Teig die volle Stunde kühlen.
  • Gleichmäßig auf etwa 4 mm ausrollen.
  • Alle drei Backdurchgänge zu je 12 Minuten und die vollständige Abkühlzeit einrechnen.
Zutaten

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl
  • 300 g ungesalzene Butter, weich
  • 250 g Feinzucker
  • 100 g Vollei, etwa 2 große Eier
  • 10 g Vanillezucker
  • 6 g Backpulver
  • 36 g Eigelb, etwa 2 Eigelb, zum Bestreichen
Zubereitung

Zubereitung

Teig herstellen und kühlen

  1. Ei und Zucker verbinden. 100 g Vollei mit 250 g Feinzucker und 10 g Vanillezucker etwa 5 Minuten mit dem Schneebesen verrühren, bis der Zucker gleichmäßig im Ei verteilt ist und keine trockenen Zuckertaschen mehr sichtbar sind.

  2. Butterteig herstellen. 300 g weiche Butter in 500 g Mehl einarbeiten, 6 g Backpulver zugeben und anschließend die Ei-Zucker-Mischung einarbeiten. Etwa 15 Minuten zu einem homogenen Teig zusammenführen, der ohne sichtbare trockene Mehlstreifen zusammenhält.

  3. Vor dem Ausrollen kühlen. Teig abdecken oder einwickeln und 1 Stunde bei 4 °C oder darunter kühlen. Fertig gekühlt ist er, wenn er sich sauber ausrollen lässt, ohne stark zu kleben.

Ausrollen, ausstechen und backen

  1. 4 mm ausrollen und glasieren. Gekühlten Teig auf etwa 4 mm ausrollen, kleine festliche Formen ausstechen und auf drei belegte Bleche verteilen. Mit insgesamt 36 g Eigelb leicht bestreichen. Etwa 25 Minuten einplanen. Alle Stücke sollen ähnlich dick, sauber ausgestochen und nur dünn glasiert sein.

  2. Erstes Blech backen. Erstes Blech 12 Minuten bei 180 °C backen, bis die Plätzchen oben blass goldfarben und an den Rändern etwas dunkler goldbraun sind.

  3. Zweites Blech backen. Zweites Blech ebenfalls 12 Minuten bei 180 °C bis zur gleichen Farbe backen.

  4. Drittes Blech backen. Drittes Blech ebenfalls 12 Minuten bei 180 °C backen. Auch dieser Durchgang gehört vollständig zur Garzeit.

  5. Vollständig abkühlen lassen. Alle Butterbredele auf Kuchengittern 30 Minuten passiv abkühlen lassen. Vor dem Verpacken müssen sie vollständig kalt sein und an den Rändern knusprig wirken statt durch eingeschlossenen Dampf weich zu bleiben.

Praktische Hinweise

Praxis

Servieren

Vollständig abgekühlt als Teil eines elsässischen Weihnachtsplätzchen-Sortiments oder zu Kaffee beziehungsweise Tee servieren.

Vorbereitung

Der Teig kann einen Tag vorher zubereitet und bei 4 °C oder darunter gekühlt werden. Vor dem Ausrollen nur so weit temperieren lassen, dass er nicht reißt.

Aufbewahren und Aufwärmen

Erst vollständig ausgekühlt verpacken. Luftdicht bei kühler Raumtemperatur etwa 2 Wochen lagern; bei Bedarf die Schichten mit Backpapier trennen.

Geeignete Ersetzungen

- Aromatisierung der Butterbredele: Zimt oder Zitrus können in manchen Haushaltsvarianten Butterplätzchen aromatisieren. Die Fassung bleibt nur dann ein Butter-Ausstechgebäck, wenn die Teigstruktur unverändert bleibt; andere Bredele-Familien benötigen eigene Rezepturen.

Fehlerbehebung

Fehlerbehebung

  • Teig klebt am NudelholzEr ist zu warm geworden. Kurz erneut kühlen statt große Mengen zusätzliches Mehl einzuarbeiten.
  • Plätzchen verlaufenButter war zu warm oder der Teig zu weich. Ausgestochene Stücke kühl halten, bevor sie in den Ofen kommen.
  • Einige Plätzchen werden dunkel, andere bleiben blassDie Dicke ist ungleichmäßig. Über das ganze Blech denselben Zielwert von 4 mm einhalten.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 kleines Butterbredele
  • Kalorien120 kcal
  • Kohlenhydrate14 g
  • Eiweiß2 g
  • Fett6,5 g
  • Ballaststoffe0,4 g
  • Natrium35 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Weizen/Gluten, Milch, Ei.

Den eihaltigen Teig während der einstündigen Ruhezeit bei 4 °C oder darunter halten.

Rohteig nicht essen, da er rohes Mehl und Ei enthält.

Gebackene Plätzchen vor luftdichter Lagerung vollständig abkühlen lassen, damit sich kein Kondenswasser bildet.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Sind alle Bredele Butterbredele?

Nein. Butterbredele sind nur eine butterreiche Ausstechvariante innerhalb einer deutlich größeren elsässischen Weihnachtsgebäck-Familie.

Warum zählt die Abkühlzeit zur Gesamtzeit?

Warm verpackte Plätzchen schließen Dampf ein und werden weich. Vollständiges Abkühlen ist deshalb Teil des realistischen Küchenzeitplans.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Knusprige, buttrige Vanilleplätzchen mit klaren Ausstechkanten und blass goldener Eigelboberfläche.
  • Entscheidende Technik: Eine Stunde Kühlen, gleichmäßige 4 mm Dicke und drei vollständig gezählte Backdurchgänge sorgen für ein gleichmäßiges Ergebnis.