Bibeleskäs mit Gschwellti – elsässischer Frischkäse mit heißen Pellkartoffeln
Bibeleskäs ist eine elsässische Frischkäsezubereitung auf Basis von Quark oder Fromage blanc, die häufig mit Sahne verfeinert und mit Kräutern gewürzt wird. Die vertraute elsässische Tischkombination wird mit ganzen gekochten Kartoffeln serviert. Das Wort Gschwellti ist dagegen besonders im schweizerisch-alemannischen Sprachraum gebräuchlich und bezeichnet Pellkartoffeln. Diese Unterscheidung ist wichtig: Der kombinierte Titel ist eine oberrheinisch-alemannische Rahmung und kein Beleg dafür, dass jedes einzelne Wort ausschließlich elsässisch wäre.
Das Gericht selbst bleibt bewusst unkompliziert. Festkochende Kartoffeln werden gründlich gebürstet und mit Schale gekocht, bis ein dünnes Messer leicht bis zur Mitte gleitet. Währenddessen werden kalter pasteurisierter Fromage blanc und Crème fraîche glatt gerührt und mit Schnittlauch, Petersilie, etwas Zwiebel, Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt. Die Käsemischung bleibt kalt; sie ist keine Sauce, die über den Kartoffeln erhitzt oder geschmolzen wird.
Beim Servieren bleibt der Temperaturkontrast erhalten. Die Kartoffeln kommen dampfend und an der Oberfläche trocken auf den Tisch, während der Bibeleskäs kühl, cremig und von Kräutern durchzogen bleibt. Wenn beide Komponenten getrennt serviert werden, kann jede Person die Kartoffel selbst öffnen und nach und nach Frischkäse dazugeben. Reichhaltigere regionale Begleiter wie Munster oder Speck kommen zwar vor, gehören aber bewusst nicht zu dieser Grundversion, damit Frischkäse und Pellkartoffeln im Mittelpunkt bleiben.


