Biscuits roses de Reims nach Hausrezept mit knusprig-trockener Textur
Der biscuit rose de Reims ist eng mit Reims und der Champagne verbunden. Seine typische Trockenheit entsteht aus einem zweistufigen Prinzip: Zuerst wird der luftige Biskuit stabilisiert, danach wird bei niedriger Temperatur weitere Feuchtigkeit entfernt, ohne ihn stark zu bräunen. Eine Haushaltsküche kann keine proprietäre Industrieformel beanspruchen, aber die prägenden Eigenschaften lassen sich nachbilden: blassrosa Farbe, längliche Fingerform, trockene knusprige Textur und genügend Stabilität, um kurz in ein Getränk getaucht zu werden.
Die Masse beginnt mit Eiern und Zucker, die bis zu einem dicken Band aufgeschlagen werden. Mehl, Maisstärke und eine kleine Menge Backpulver werden gesiebt und vorsichtig untergehoben, damit die eingeschlagene Luft nicht verloren geht. Durch Aufspritzen mit einer 10-mm-Lochtülle zu etwa 7 cm langen und 2 cm breiten Fingern entstehen gleichmäßige Stücke. Zwei dünne Schichten Puderzucker und eine 20-minütige Ruhe lassen die Oberfläche vor dem Backen leicht verkrusten.
Der erste Backgang bei 180 °C stabilisiert die Form, ist aber noch nicht das Ende. Eine kurze Trocknungsphase bei 80 °C entzieht weitere Feuchtigkeit und schützt gleichzeitig die helle rosa Farbe. Vollständiges Auskühlen auf einem Gitter gehört zum Prozess, denn ein heißer Biskuit kann noch weich wirken. Erst nach dem Auskühlen soll die Mitte trocken und knusprig sein, nicht kuchenartig.


