Mounjetado aus der Ariège mit Coco de Pamiers, Entenconfit und Toulouse-Wurst
Mounjetado, auch estouffat de mounjes genannt, ist eine eigene Bohnenspezialität der Ariège und soll nicht zu einem generischen Cassoulet umbenannt werden. Diese haushaltstaugliche Fassung kombiniert Coco de Pamiers mit Schweineschwarte, gepökeltem Schinken, Entenconfit und Toulouse-Wurst. Entscheidend bleibt die Logik des Gerichts: eingeweichte weiße Bohnen, getrennt kontrollierte Fleischkomponenten, ausreichend Brühe ohne sichtbaren Fettsee und ein langer Ofengang, bei dem die Bohnen cremig werden, aber als einzelne Bohnen erkennbar bleiben.
Die Arbeit beginnt am Vortag. Die trockenen Bohnen werden bei 5 °C oder darunter im Kühlschrank eingeweicht, das Einweichwasser anschließend vollständig entsorgt. Danach in frischem Wasser kräftig aufkochen und sanft weitergaren, bis sie nahezu weich sind. Aus 500 g getrockneten Bohnen sollen etwa 1.200 g gekochte, abgetropfte Bohnen entstehen. Zusätzliches Salz wird nicht früh eingebracht, weil Schinken, Confit und Wurst bereits erheblich würzen.
Auch beim Fleisch ist Kontrolle wichtig. Schwarte und Schinken werden mit der abgemessenen Entenfettmenge ausgelassen, die Confit-Keulen portionsweise gebräunt und überschüssiges freies Fett entfernt. Die rohe Toulouse-Wurst muss vor dem Zerteilen 71 °C im Inneren erreichen. Danach gart die zusammengesetzte Kasserolle langsam bei 150 °C: zwei Stunden abgedeckt und weitere 30 Minuten offen. Starkes Rühren vermeiden, damit die Bohnen nicht zu Püree werden.


