Französische Nationalgerichte

Croustade gasconne aux pommes

Die Apfel-Croustade aus dem Gers mit fast durchsichtig ausgezogenem Teig, Butterlagen und einer genau bemessenen Menge Armagnac.

Französische Nationalgerichte
Teilen
Croustade gasconne aux pommes — mit sichtbarem Anschnitt gezeigt
Vorbereitung 60 Minuten
Garzeit 40 Minuten
Gesamtzeit 210 Minuten
Ergibt 1 runde Croustade, 8 Portionen
Einleitung und Überblick

Croustade gasconne aux pommes: handgezogener Apfelkuchen mit Armagnac

Croustade gasconne aux pommes, im Gers auch mit pastis gascon verbunden, lebt von einem Teig, der von Hand fast durchsichtig ausgezogen wird. Zwischen gebutterten, hauchdünnen Lagen liegen Äpfel mit Vanille und Armagnac. Handelsüblicher Blätterteig oder Filoteig würde die Arbeit vereinfachen, aber die zentrale gascognische Technik durch eine andere Teigstruktur ersetzen.

Der Teig besteht nur aus Mehl, Ei, Öl, warmem Wasser und Salz, doch seine einstündige Ruhe ist entscheidend. Erst wenn sich das Klebergerüst entspannt hat, lässt sich der Teig auf einem Tuch über den Handrücken so dünn ausziehen, dass das Muster darunter sichtbar wird. Kleine Risse sind beherrschbar und können mit angrenzendem Teig überlappt werden. Trockene Ränder, Fingernägel und Schmuck sind die größeren Risiken.

Die Äpfel werden nach dem Schälen und Entkernen gewogen, dünn geschnitten und mit 80 g Zucker, Vanille und genau 45 ml Armagnac mariniert. Alle 80 g Butter gehören in die Teigschichten. Nach 40 Minuten bei 180 °C soll die Oberfläche tief goldbraun und knusprig, das Obst aber weich sein. Ein Teil des Alkohols kann nach dem Backen verbleiben; das Dessert ist daher nicht alkoholfrei.

Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren

  • Äpfel marinieren. Es sammelt sich etwas aromatischer Saft; Alkohol kann auch nach dem späteren Backen verbleiben.
  • Teig ausziehen. Nur dicke Ränder abschneiden; kleine Risse durch Überlappen angrenzender Teigbereiche schließen.
  • Knusprig backen. Die oberen Lagen müssen tief goldbraun und knusprig sein; ein dünnes Messer soll weich gegarte Äpfel treffen, ohne auf rohen Teig zu stoßen.
Zutaten

Zutaten

Teig

  • 250 g Weizenmehl
  • 1 g roßes Ei, etwa 50 g ohne Schale
  • 45 ml neutrales Öl
  • 100 ml warmes Wasser
  • 2 g feines Salz
  • 20 g Weizenmehl zum Bestäuben des Tuchs — Nicht in den Nährwerten enthalten, da der größte Teil ungenutzt bleibt und abgebürstet wird.

Apfelfüllung und Schichten

  • 900 g feste säuerliche Äpfel, ganz gekauft; etwa 700 g geschältes und entkerntes essbares Gewicht — 2–3 mm dünn schneiden.
  • 80 g Kristallzucker
  • 45 ml Armagnac, genau abgemessen — Alkohol kann nach dem Backen verbleiben.
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 80 g ungesalzene Butter, geschmolzen — Vollständig für die Teiglagen verwenden; Tropfverluste sind vernachlässigbar.
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig kneten. 250 g Mehl, Ei, 45 ml Öl, 100 ml warmes Wasser und 2 g Salz mischen und etwa 12 Minuten kneten, bis der Teig glatt, geschmeidig und elastisch ist. Rohes Ei und Mehl sind zu diesem Zeitpunkt noch ungegart.

  2. Teig ruhen lassen. Abdecken und 60 Minuten ruhen lassen. Der Teig soll sich anschließend ausziehen lassen, ohne stark zurückzuspringen. Oberfläche vor dem Austrocknen schützen.

  3. Äpfel vorbereiten. Äpfel schälen und entkernen, genau 700 g Frucht abwiegen und 2–3 mm dünn schneiden. Mit 80 g Zucker, Vanillemark und 45 ml Armagnac vermengen. 12 Minuten einplanen. Armagnac von offener Flamme fernhalten.

  4. Äpfel marinieren. Die Apfelscheiben 30 Minuten ziehen lassen. Es sammelt sich etwas aromatischer Saft; Alkohol kann auch nach dem späteren Backen verbleiben.

  5. Teig ausziehen. Ein sauberes Tuch auf einem Tisch von etwa 120 × 90 cm ausbreiten und leicht mit den 20 g Mehl bestäuben. Teig zunächst ausrollen, dann von der Mitte nach außen vorsichtig über den Rücken sauberer Hände fast durchsichtig ausziehen. Nur dicke Ränder abschneiden; kleine Risse durch Überlappen angrenzender Teigbereiche schließen. 20 Minuten einplanen. Ringe und scharfen Schmuck ablegen.

  6. Croustade schichten. Den dünnen Teig mit den 80 g geschmolzener Butter bestreichen, portionsweise in die 24-cm-Form legen, die marinierten Äpfel samt abgemessenem Saft verteilen und mit den restlichen gefalteten Teiglagen bedecken. 15 Minuten einplanen. Die Oberfläche soll locker gerafft, nicht zusammengedrückt sein.

  7. Knusprig backen. 40 Minuten bei 180 °C backen. Die oberen Lagen müssen tief goldbraun und knusprig sein; ein dünnes Messer soll weich gegarte Äpfel treffen, ohne auf rohen Teig zu stoßen. Nicht behaupten, der Alkohol sei vollständig verdampft.

  8. Vor dem Schneiden setzen lassen. 20 Minuten abkühlen lassen. Die Schichten bleiben knusprig und die Stücke halten beim Schneiden zusammen. Warme Croustade nicht abdecken, damit kein Dampf eingeschlossen wird.

Servieren, Aufbewahrung und Vorbereiten

Praxis

Servieren, Aufbewahrung und Vorbereiten

Warm oder bei Raumtemperatur in acht Stücken servieren und vor dem Anschneiden 20 Minuten abkühlen lassen.

Servieren, Aufbewahrung und Vorbereiten

Der geruhte Teig kann einige Stunden gekühlt werden; vor dem Ausziehen wieder so weit temperieren, dass er biegsam ist und nicht reißt.

Servieren, Aufbewahrung und Vorbereiten

Reste bei höchstens 4 °C bis zu 2 Tage lagern. Zum Auffrischen etwa 8 Minuten bei 170 °C backen.

Servieren, Aufbewahrung und Vorbereiten

Filo- oder Blätterteig sind praktische Anpassungen, ersetzen aber die definierende handgezogene Technik. Solche Versionen als Anpassung und nicht als gleichwertige Croustade gasconne beschreiben.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 Stück (1 von 8)
  • Kalorien335 kcal
  • Kohlenhydrate46,0 g
  • Eiweiß4,4 g
  • Fett14,8 g
  • Ballaststoffe2,9 g
  • Natrium110 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Ei, Milch, Weizen/Gluten; je nach Kennzeichnung des Armagnac können Sulfite enthalten sein.

Rohes Mehl und ei-haltigen Teig vollständig durchbacken.

Armagnac kann nach 40 Minuten Backzeit weiterhin Alkohol enthalten.

Verderbliche Reste bei höchstens 4 °C kühlen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Eine tief goldbraune, fragile Teighülle um zarte Äpfel mit Armagnac- und Vanillearoma.
  • Entscheidende Technik: Teig vollständig ruhen lassen und fast durchsichtig ausziehen, statt ihn durch Fertigteig zu ersetzen.