Tarte aux mirabelles — lothringische Mirabellentarte
Tarte aux mirabelles soll zuerst nach Mirabellen schmecken und nicht nach einem Guss mit wenigen Früchten. Die kleinen goldenen Pflaumen aus Lothringen geben beim Backen viel Saft ab, deshalb ist der Aufbau bewusst einfach: dünner Mürbeteig, eine sehr leichte Schicht gemahlene Mandeln und genug Frucht, um die Oberfläche dicht zu bedecken.
Das Fruchtgewicht wird vor und nach dem Entsteinen kontrolliert. Aus 900 g ganzen Mirabellen bleiben nach etwa 55 g Kernen ungefähr 845 g essbare Frucht. Diese Menge beeinflusst Backzeit und Feuchtigkeit. Die Hälften bleiben erkennbar und werden dicht gesetzt, statt gehackt oder zu Konfitüre gekocht zu werden.
Die 25 g gemahlenen Mandeln dienen nur als Feuchtigkeitsbarriere. Sie bilden weder Frangipane noch Mandelcreme. Beim Backen werden die Mirabellen weich und geben sirupartigen Saft ab, während der Boden darunter bräunt. Die 45 Minuten Abkühlzeit gehören zur Methode: heißer Fruchtsirup ist gefährlich und zu flüssig für saubere Stücke.


