Lamproie à la bordelaise mit Bordeauxwein, Lauch und Lampretenblut
Lamproie à la bordelaise ist eine Zubereitung aus Bordeaux und der Gironde, bei der Lamprete in Rotwein mit Lauch und Aromaten geschmort wird. Das Lampretenblut gehört zur charakteristischen Saucenstruktur und ist hier kein austauschbares historisches Detail. Wird es weggelassen oder durch Stärke beziehungsweise anderes Blut ersetzt, entspricht das Ergebnis nicht mehr derselben Zubereitung unter unverändertem Namen.
Die Beschaffung ist deshalb Teil der sicheren Ausführung. Die Lamprete muss rechtmäßig bezogen, gewerblich getötet und von einem lizenzierten Fischhändler professionell küchenfertig vorbereitet worden sein. Kopf, Innereien, Schleim und dorsaler Knorpel sind bereits entfernt. Das für die Sauce bestimmte Blut muss separat, verschlossen, gekühlt und ausdrücklich als Lebensmittel geliefert werden. Häusliches Ausbluten, Häuten, Ausnehmen oder Verarbeiten wild gefangener Lampreten gehört nicht zu diesem Rezept.
Technisch bleibt die Garung ruhig. Die Fischstücke marinieren kalt in einem Teil des Bordeauxweins, während das Blut separat bei höchstens 4 °C gekühlt bleibt. Gemüse und Schinken werden sanft angeschwitzt, der Wein wird vor der Zugabe des Fisches deutlich reduziert und die Lamprete anschließend leise geschmort, bis das dickste Stück mindestens 63 °C erreicht und zart ist. Das gekühlte Blut wird erst am Ende mit heißer Sauce temperiert und bei sehr niedriger Hitze eingerührt, damit die Proteine die Sauce binden, ohne auszukocken.


