Fouace rouergate: Aveyron-Ringbrot mit Orangenblütenwasser
Die Fouace rouergate gehört zur reichhaltigen Seite der französischen regionalen Hefebrote. Weizenmehl und Bäckerhefe werden mit Eiern, Milch, Zucker und Butter angereichert, während Orangenblütenwasser das charakteristische Aroma liefert. Die Form ist ein großer Kranz mit deutlich offenem Zentrum – kein hohler Brottaschenfladen wie die angevinische Fouée und keine flache, mit Butter und Zucker belegte Fougasse d’Aigues-Mortes.
Zeit ist bei diesem Teig ein echter Strukturbaustein. Die erste Gare läuft etwa zehn Stunden bei 18–20 °C. Dadurch kann der butter- und eierreiche Teig langsam Volumen und Aroma entwickeln, ohne mit übermäßig viel Hefe beschleunigt zu werden. Nach dem Formen folgt eine zweite Gare von ungefähr zwei Stunden bei rund 22 °C. Vor dem Backen soll der Ring sichtbar locker und aufgegangen sein; eine sanfte Fingerdelle kehrt nur langsam zurück.
Die Oberfläche bleibt bewusst zurückhaltend. Eine dünne Schicht verquirltes Ei unterstützt die tiefgoldene Kruste. Nach dem Backen wird ein kleiner Sirup aus 20 g Zucker und 15 ml Wasser aufgetragen und weitere 20 g Zucker werden aufgestreut. Da diese Mengen vollständig auf dem Brot bleiben, sind sie in der Nährwertberechnung enthalten.


