Escalope normande: Kalbsschnitzel mit Pilzen, Cidre, Calvados und Crème fraîche
Escalope normande wird hier als Kalbsschnitzel mit einer Sauce verstanden, die klar nach Normandie schmeckt: Champignons, trockener Cidre, eine genau bemessene Menge Calvados und Crème fraîche. Das Schnitzel ist nicht paniert und bleibt damit eindeutig vom Cordon bleu getrennt. Das Kalbfleisch wird auf gleichmäßige 8–10 mm geklopft, damit es rasch bräunt, bevor die Sauce in derselben Pfanne aufgebaut wird.
Als Erstes muss die Sauce mit dem Wasser aus den Pilzen umgehen. Die Scheiben garen so lange, bis die austretende Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist und die Pilze zu bräunen beginnen. Calvados wird danach bei vom Herd genommener Pfanne zugegeben, ausdrücklich ohne Flambieren. Erst dann kehrt die Pfanne bei mittlerer Hitze auf den Herd zurück und der Alkohol wird kurz reduziert. Cidre folgt und wird ungefähr auf die Hälfte eingekocht. Diese Reihenfolge konzentriert die Apfelnoten und verhindert eine wässrige Rahmsauce.
Crème fraîche kommt erst in die Pfanne, wenn die alkoholischen Flüssigkeiten reduziert sind. Bei niedriger Hitze wird die Sauce auf ungefähr 85 °C und ein Endvolumen von rund 300 ml gebracht, ohne kräftig zu kochen. Ziel ist eine glänzende, löffelüberziehende Sauce und keine Trennung in Fett und wässrige Flüssigkeit. Das Kalbfleisch selbst muss an der dicksten Stelle 63 °C erreichen und anschließend volle drei Minuten ruhen. Trotz der offenen Reduktion kann Alkohol in der fertigen Sauce verbleiben.


