Mojojoy asado: Geröstete Palmrüsslerlarven aus dem kolumbianischen Amazonasgebiet
Eine einfache Zubereitung in der Pfanne mit sorgfältig ausgewähltem Produkt
Mojojoy ist eine regionale Bezeichnung für große Larven des Palmrüsslers, die in Teilen des kolumbianischen Amazonasgebiets gegessen werden. Eine ethnografische Studie aus Gemeinden im Vaupés dokumentiert das Rösten auf einer heißen Platte, das Räuchern in Palmblättern und weitere Zubereitungen. Dazu werden unter anderem Casabe, Fariña und gemahlener Ají serviert. Verfügbarkeit, gewünschte Konsistenz und Zubereitungsweisen unterscheiden sich je nach Gemeinde und Jahreszeit. Dieses Rezept ist daher eine praktische Möglichkeit für zu Hause und keine einzige verbindliche Fassung.
Bei der Bezeichnung ist Vorsicht geboten. Die Vaupés-Studie identifiziert die dort beschriebenen Larven als Rhynchophorus palmarum, während ein anderer kolumbianischer Rezeptkatalog einem Mojojoy-Gericht eine andere Art zuordnet. Ein lokaler Name kann mehrere Lebensmittel oder regionale Bestimmungen bezeichnen. Deshalb verlangt dieses Rezept ein eindeutig gekennzeichnetes, rückverfolgbares Produkt, das ausdrücklich als Lebensmittel verkauft wird. Wilde Larven dürfen nicht allein anhand ihres Aussehens bestimmt oder gesammelt werden.
Veröffentlichte Feldberichte nennen Gar- und Räucherzeiten, doch sie sind kein validiertes Sicherheitsverfahren für rohe Insekten in der heimischen Küche. Diese Fassung beginnt deshalb mit einem gewerblich zubereiteten Produkt, das der Anbieter als vollständig gegart kennzeichnet und für das er Anweisungen zu Lagerung und Erhitzen bereitstellt. Das kurze Rösten in der Pfanne bräunt die Oberfläche und wärmt die Larven nach Vorgabe des Anbieters durch. Wenn kein geeignetes Produkt erhältlich ist, verwende keine Larven unbekannter Art als Ersatz.


