Französische Nationalgerichte

Suisse de Valence

Ein dickes, orange duftendes Mürbegebäck aus dem Valentinois, als stilisierte Schweizergarde geformt, mit kandierter Orangenschale, Orangenblütenwasser und glänzender Eistreiche.

Französische Nationalgerichte
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Suisse de Valence — auf einem Teller angerichtet
Vorbereitung 50 Minuten
Garzeit 30 Minuten
Gesamtzeit 170 Minuten
Ausbeute 6 große Gebäckfiguren
Einführung und Überblick

Suisse de Valence — Orangen-Mürbegebäck in Form einer Schweizergarde

Suisse de Valence ist eine Spezialität aus Valence in der Drôme und kein aus der Schweiz importiertes Gebäck. Der Name bezieht sich auf die dargestellte Figur: eine stilisierte Schweizergarde. Der Teig ähnelt eher einem kräftigen Sablé als einer Brioche; gesucht ist deshalb ein fester, mürber Biss mit Orangenduft und keine luftige Brotkrume.

Kandierte Orangenschale und Orangenblütenwasser liefern zwei verschiedene Zitrusnoten. Die Schale bringt süße, leicht zähe Stückchen ein, während das Blütenwasser den Teig parfümiert. Die Butter wird weich, aber nicht flüssig verwendet; das Mehl kommt zuletzt dazu, damit der Teig nur so lange gemischt wird, bis er zusammenhält.

Die Form gehört zur Identität des Gebäcks. Sechs Figuren von etwa 16 cm Höhe, 7 cm Breite und 1 cm Dicke geben zu Hause ein reproduzierbares Ziel. Hut, Schnurrbart, Knöpfe und Gliedmaßen bestehen aus demselben Teig und müssen dick genug bleiben, damit sie nicht vor dem Körper verbrennen.

Gelingpunkte

Gelingpunkte

  • Butter weich, aber nicht fettig oder geschmolzen verwenden.
  • Den Teig vor dem Formen ruhen lassen, damit er nicht stark schrumpft.
  • Eistreiche nur dünn auftragen; Pfützen machen die Unterseiten dunkel und klebrig.
Zutaten

Zutaten

Gebäckteig

  • 500 g Weizenmehl
  • 150 g ungesalzene Butter, weich
  • 200 g Kristallzucker
  • 100 g Vollei, verquirlt — etwa 2 große Eier ohne Schale
  • 50 g kandierte Orangenschale, fein gehackt — bei entsprechend gekennzeichnetem Produkt Sulfite beachten
  • 60 ml Orangenblütenwasser
  • 5 g Natron

Fertigstellung

  • 50 g Vollei, verquirlt — zum Bestreichen; etwa 1 großes Ei ohne Schale
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Butter und Orange cremig rühren. Weiche Butter, Zucker und Natron cremig rühren, dann kandierte Orangenschale einarbeiten. Die Butter-Zucker-Masse soll cremig sein und die Schalenstücke gleichmäßig verteilt. Eier bis zur Verwendung gekühlt halten.

  2. Mürbeteig zusammenbringen. 100 g Ei und Orangenblütenwasser zugeben, anschließend das Mehl nur so lange einarbeiten, bis der Teig zusammenhält. Es darf kein trockenes Mehl bleiben und der Teig soll nicht elastisch wirken. Nach Zugabe des Mehls nur kurz mischen.

  3. Teig ruhen lassen. Zugedeckt 1 Stunde ruhen lassen. Der Teig soll entspannt sein und sich ausrollen lassen, ohne stark zurückzuspringen. Eihaltigen Teig nicht länger als die vorgesehene Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

  4. Sechs Gardefiguren formen. Teig gleichmäßig teilen und sechs erkennbare Figuren formen; Körper etwa 1 cm dick halten und kleine Dekorelemente mindestens etwa 5 mm dick anlegen. Alle Figuren sollen ähnlich dick sein und ihre Dekoration sicher tragen. Beim Konturieren mit stumpfem Messer oder Teigkarte vorsichtig arbeiten.

  5. Mit Ei bestreichen. Jede Figur dünn mit den reservierten 50 g Ei bestreichen, ohne Pfützen an den Rändern zu bilden. Die Oberfläche soll gleichmäßig benetzt sein. Übrige rohe Eistreiche nach dem Bestreichen entsorgen.

  6. Goldbraun backen. Im auf 180 °C vorgeheizten Ofen backen; das Blech bei ungleichmäßiger Bräunung einmal drehen. Die Figuren sollen gleichmäßig goldbraun, an den Rändern fest und in der Mitte nicht mehr weich sein. Mit Ofenhandschuhen arbeiten.

  7. Vollständig auskühlen lassen. Figuren vorsichtig auf ein Gitter setzen und komplett auskühlen lassen. Sie sollen fest genug sein, um sich ohne Biegen anheben zu lassen. Erst vollständig kalt verpacken, damit kein Dampf die Oberfläche weich macht.

Servieren

Praxis

Servieren

Vollständig ausgekühlt servieren. Sobald die Butter wieder fest ist, treten die mürbe Textur und der Orangenduft klarer hervor.

Aufbewahren und Aufwärmen

Vollständig kaltes Gebäck in einer luftdichten Dose bei kühler Raumtemperatur bis zu 5 Tage lagern. Aufwärmen ist nicht nötig; Kühlschranklagerung macht die mürbe Textur eher stumpf.

Vorbereiten und Ersetzen

Der Teig kann am selben Tag früher angesetzt und ruhen gelassen werden; die gebackenen Figuren lassen sich mehrere Tage im Voraus herstellen. Frische Orangenschale kann Aroma liefern, ersetzt aber nicht die charakteristischen Stücke kandierter Schale; ohne Orangenblütenwasser verliert das Gebäck ebenfalls an Wiedererkennbarkeit.

Fehlerbehebung

Fehlerbehebung

  • Teig springt beim Formen zurückDie Ruhezeit war zu kurz. Abdecken und länger entspannen lassen, bevor die Konturen weiter ausgearbeitet werden.
  • Knöpfe oder Schnurrbart werden zu dunkelDie Details waren zu dünn. Dickere Stücke formen und vor der Eistreiche gut am Körper andrücken.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 6 großen Figuren
  • Kalorien674 kcal
  • Kohlenhydrate104,0 g
  • Eiweiß12,0 g
  • Fett23,5 g
  • Ballaststoffe2,4 g
  • Natrium269 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Ei, Milch, Gluten; Sulfite, falls auf der kandierten Orangenschale deklariert.

Rohe Eier bis zur Verwendung kühlen und nicht verwendete Eistreiche entsorgen.

Den eihaltigen Teig vollständig durchbacken.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Ist Suisse de Valence ein Schweizer Gebäck?

Nein. Es ist eine Spezialität von Valence; die menschliche Figur stellt eine Schweizergarde dar.

Kann eine einzige große Figur gebacken werden?

Große Einzelfiguren gibt es, diese Haushaltsmenge ist jedoch auf sechs gleich große Stücke standardisiert, damit Backzeit und Nährwerte berechenbar bleiben.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Feste, goldene Gardefiguren mit mürber Butterkrume, floralem Orangenaroma und kleinen Stücken kandierter Schale.
  • Entscheidende Technik: Den Mürbeteig ruhen lassen und Körper sowie Dekoration ähnlich dick halten, damit alles gleichmäßig bäckt.